Variabel beim Senken

Wie schlägt sich ein Senker im Werkstattalltag, der (fast) an jeden Bohrer passt?

Kennen Sie das Gefühl? Trotz übervoller Kataloge der Hersteller und Händler wundert man sich, warum es ein bestimmtes Werkzeug scheinbar nicht gibt. Eines, von dem man sicher ist, dass es superpraktisch wäre. Um dann irgendwann festzustellen: Gibt es doch und zwar schon länger! Mit dem Aufstecksenker "Vario" von Famag ging es uns so. Er löst folgendes Problem: Beim Herstellen einer Verschraubung sollte das Durchgangsloch etwas größer sein als die Schraube. Also zum Beispiel 4,5 oder 5 mm bei einer 4x40er Schraube. Nur so ist gewährleistet, dass der Schraubenkörper gut hinterherkommt, wenn im anderen Bauteil das Gewinde packt und anzieht. Klemmt die Schraube in einer zu engen Durchgangsbohrung, kann sie abreißen. 

Starre Aufstecksenker zum Aufreiben für den Schraubenkopf gibt es aber nur für 4 mm (und weitere, glatte Größen). Also hieß es bisher: Mit 4,5 mm bohren und dann mit einem normalen Senker hinterher. Geht, aber es hält bei Projekten mit vielen Verschraubungen sehr auf. Famags Vario lässt sich auf alle Bohrer von 3 bis 8 mm Durchmesser aufstecken. Das kleine Teil hat eine zweigeteilte, elliptische Grundform, die sich mit zwei seitlichen Schrauben fest um den Bohrer klemmt. Zwei Hartmetall-Schneiden legen die Senkung im 45°-Winkel an, die bis zu 11 mm tief reichen kann. Im Einsatz ist kein Unterschied zu einem normalen Senker zu spüren, weil es aber nur zwei Schneiden sind, sollte die Drehzahl nicht zu gering sein. Das Nachschärfen der Schneiden ist problemlos möglich.

Der variable Senker kostet beim Händler Dieter Schmid rund 30 Euro.

Mehr Infos: www.feinewerkzeuge.de

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