Hoher Abtrag mit Komfort

Was kann der neue Makita BO6050J? Wir haben den Getriebe.Exzenterschleifer getestet.

Exzenterschleifer mit Getriebe versprechen Vielseitigkeit. Sie können mit zugeschaltetem Getriebe einen hohen Abtrag erreichen. Ohne den Direktantrieb arbeiten sie wie ein herkömmlicher Exzenterschleifer und erzeugen fein geschliffene Holzoberflächen.
Der japanische Hersteller Makita bereichert mit dem BO6050J jetzt den doch sehr überschaubaren Markt für diesen Gerätetyp. Zwar gab es mit dem BO6040 bereits zuvor eine solche Maschine von Makita, dieser fehlten aber einige Komfortfunktionen, die das neue Modell nun bietet. So zum Beispiel einen werkzeuglos abnehmbaren Absaugkanal für den Polierbetrieb, werkzeuglos wechselbare Schleif- und Polierteller, einen Kantenschutz und vor allem eine bessere Ergonomie. Der Schleifer ist nun handlicher und griffiger.

Foto: Heiko Rech

Griffig, handlich und komfortabel in der Bedienung. So werden auch lange Einsätze nicht zur Strapaze. Der nach hinten geführte Absauganschluss ist nur selten wirklich im Weg.

Die Abtragleistung ist dank eines großen Schwingkreises von 5,5 Millimetern sehr hoch. Im Rotationsmodus muss man entsprechend vorsichtig schleifen. Ohne Zwangsantrieb, im Exzentermodus, ist der Abtrag immer noch sehr hoch. Aber die Maschine ist dann deutlich sanftmütiger und einfacher zu führen. Systembedingt kann ein solcher Schleifer nie so laufruhig und vibrationsarm sein wie ein herkömmlicher Exzenterschleifer. Makita hat das aber im Vergleich zu Modellen anderer Hersteller sehr gut hinbekommen. Trotz des großen Schwingkreises ist das Schleifbild sehr gut. Wer eine perfekte Holzoberfläche will, sollte jedoch eine Körnung feiner schleifen als gewohnt. An dieser Stelle muss man aber bei allen Maschinen dieses Typs, egal von welchem Hersteller, kleine Abstriche machen.

Foto: Heiko Rech

Fein geschliffene Oberflächen ohne sichtbare Schleifspuren sind mit dem BO6050J ebenso machbar wie ein schneller und grober Vorschliff.

Beim neuen BO6050 arbeitet die Absaugung deutlich besser als beim Vorgänger. Als Zubehör sind verschieden harte Schleifteller sowie Polierteller erhältlich. Geliefert wird die Maschine in einem Makpack, der sich mit den beliebten Systainern koppeln lässt.
Insgesamt machte sich der Makita BO6050J in unserem Test sehr gut. Auch längere Schleifarbeiten waren problemlos möglich. Die erreichten Schleifergebnisse waren durchweg überzeugend. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 535 Euro. Erfahrungsgemäß wird der Ladenpreis aber deutlich darunterliegen.

Mehr Informationen: http://makita.de

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