Gitterkugel sorgt für Kopfzerbrechen

Rätseln Sie mit! Wie wird diese Gitterkugel gedrechselt?

Drechsel-Begeisterte lieben es, zu knobeln: Wie hat er das gemacht? Wir bitten zu einem kleinen Logikrätsel mit einem Buchpreis als Belohnung.

In HolzWerken-Heft 47 verrät Hermann Sielaff, wie er über mehrere Experimentier-Stufen zu faszinierenden, durchbrochenen Kreiseln gelangt ist. Schritt für Schritt nimmt er den Leser in seinem Artikel mit und zeigt, wie es geht. Unten sehen Sie einige seiner faszinierenden Kreiselobjekte.

Doch Sielaff hört damit nicht auf. Ihm genügt es nicht, die beiden sich überkreuzenden  Ringebenen der Gitterkugel aus konzentrischen Kreisen zu bilden. So sehen normalerweise diese in der Drechslerszene bekannten Gitterkugeln mit durchbrochener Struktur aus. Hans Weißflog aus Hildesheim hat sie populär gemacht.

Sielaff wollte statt der Kreise innen parallele, in der Tiefe gekrümmte Geraden, die wie Längengrade aussehen. Und er hat es hinbekommen – siehe Bild.

Er hat dabei nur auf seine Drechselbank zurückgegriffen, also nicht gefräst. Wissen Sie, wie das gehen könnte? Derjenige, der der Lösung am nächsten kommt, wird von Hermann Sielaff ausgewählt und der Verfasser bekommt ein Buchgeschenk von uns.

Geben Sie Ihren Tipp bis zum 15. August gleich hier unten in den Kommentaren ab. Viel Spaß!

(Und falls jemand auf die Idee kommen sollte, diesen kleinen Wettbewerb bierernst zu nehmen: Der Rechtsweg ist ausgeschlossen!)

Wissen. Planen. Machen. Das ist das Motto der Zeitschrift HolzWerken, dem Magazin für den Holzwerker.
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Kommentare

17.06.2014

Hallo Holzwerker, so könnte es gehen: Da sich das Werkstück nicht drehen kann, um die inneren Ringe zu drehen, muss sich das Werkzeug drehen. Das Werkzeug, eine Art Ausdrehhaken, muss für jeden Radius die passende Länge haben und der Winkel muss sich verändern lassen. Das Holz wird zunächst normal hohl ausgedrechselt. Dann wird es neben der Drechselachse auf einen Frästisch gespannt und an des drehende Werkzeug herangefahren. F. Scheffel

18.06.2014

Ich bin zwar kein Drechlser, aber ich würde sagen: Schale gefertigt mit Ringmuster innen, diese halbiert und am ehmaligen Schalenrand wieder verleimt. Anschließend die Ringe außen gefertigt.

20.06.2014

Da ist Nils Endjer mir zuvorgekommen: Ich denke auch, dass zuerst die inneren Ringe der Halbkugel gedrechselt wurden (vom Prinzip her ähnlich wie in Bild 5 im Artikel), anschließend die Halbschale aufgetrennt und versetzt wieder zusammengeleimt (also die Seiten, die vorher den "Boden" der Halbkugel ausgemacht haben). Danach die äußeren Ringe gefertigt. Das Bild unterstützt diese Annahme: Die inneren Verbindungsstege sind von der Form und Dicke genau symmetrisch um die (wahrscheinlich vorhandene) Leimstelle angeordnet.

20.06.2014

Die Kugel wird über ein gebohrtes Loch, mit einem gekröpften Werkzeug hohl gedreht (wie bei einer chinesischen Kugel). Dann die Nuten mit einem ebenfalls gekröpften Werkzeug eindrehen. Kugel um 90°zur Spindelachse drehen, und die Ausßennuten eindrehen.

20.06.2014

Diese Gitterkugel wird aus vier Segmenten hergestellt. Zuerst je zwei Segmente mit Papierverleimung in einer Ebene der Kugelachse der Innenform herstellen. Kugelinnenform bearbeiten und die Einstiche radial und normal zur Kugelinnenfläche bearbeiten. Die Papierverleimung trennen und mit Verleimung ohne Papier in der Ebene des Äquators der Innenform verbinden. Diese Halbkugeln jeweils auf ein Hilfsholz zentrisch mit Papierverleimung befestigen. Die Außenform der Kugeln herstellen und anschließend die Einstiche radial und normal zur Kugelaußenfläche bearbeiten. Dabei die äußeren Bereiche mit leichter Unterstützung durch eine mitlaufende Spitze, den Rest im Bereich der Drehachse fliegend bearbeiten. Mit der Herstellung beider Kugelhalbschalen ist der Arbeitsstand des Fotos erreicht.

21.06.2014

Die Gitterkugel wurde folgendermaßen hergestellt (bei der Darstellung bitte ich zu berücksichtigen, daß ich ein noch sehr unerfahrener Drechsler bin. Eventuelle Sonderstrategien (z.B. wann vorausblickende Papierverleimungen notwendig sind) sind mir noch nicht so geläufig: 1) es wird eine vollständige halbe Hohlkugel (etwa wie die Hälfte eines Tennisballes) ausgedrechselt. Die Hohlkugel hat den Außenrand x 2) in diese Hohlkugel hinein werden die konzentrischen Ringe mit dem Spezialwerkzeug (siehe S 48, Abb. 5 und 6) gedrechselt. 3) nun wird diese Hohlkugel einmal der Breite nach durchgeschnitten (gesägt oder an einer vorher vorbereiteten Papierklebung getrennt etc.), so daß gewissermaßen zwei Viertelkugeln entstehen (mit je einem halben x) 4) diese beiden Viertelkugeln werden nun umgekehrt wieder verleimt, also die beiden x/2 aufeinander. dabei entsteht dieses merkwürdige Muster (siehe S 49 unten rechts), das durch Drechseln nicht zu erreichen wäre, wenn man das Teil nicht durchschneiden würde 5) diese neue Hohlkugel wird nun (vielleicht wieder mit Papierverleimung) auf eine Trägerplatte gebracht und mit dem Spezialwerkzeug werden von außen die konzentrischen Ringe eingedrechselt, so daß es dann aussieht wie S 49 unten links. 6) mein lieber Scholli!! Alle Achtung!!

22.06.2014

In Bezug auf Drechseln bin ich nicht mal ein Anfänger, dennoch versuche ich es mal mit einem Lösungsvorschlag. Wie bereits beschrieben werden zwei Hohlkugeln gedrechselt. In der Art wie Seite 48 Bild 5. Anschließend würde ich diese beiden Elemente achsengleich verbinden z.B. per Papierklebung (es entsteht eine vollständige Hohlkugel). Diese würde ich der vorherigen Rotationsachse nach aufrennen und die neu entstandenen Hälften, mit der Schnittkante zentrisch auf eine Trägerplatte oder ein Hilfsholz fixieren (Papierklebung). Im Anschluss können die Außenseiten der Kugeln fertig ausgearbeitet werden, inklusive der Nuten. Vom der Trägerplatte / Hilfsholz lösen und das Ergebnis - siehe Seite 49 unten Rechts.

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