Der Trend ist klar: Mittlerweile wird fast allen Elektromaschinen der Stecker gezogen und ein Akku übernimmt die Stromversorgung. Waren es zu Beginn kleinere Maschinen, ziehen jetzt alle nach: Kettensägen, schwere Oberfräsen, Tischkreissägen – und Kappsägen.
Auch DeWalt setzt immer öfter auf kabellose Maschinen. Nach den guten Eindrücken der Akku-Oberfräse OF 620 (HolzWerken 120) haben wir in der Redaktionswerkstatt die Paneelsäge DCS782N in Augenschein genommen.
Dafür, dass Akku-Maschinen oft als mobil angepriesen werden, ist die DCS782N mit 23,6 Kilogramm ein echter Brocken. Allerdings steht dann aber auch eine Säge vor einem, die für große Aufgaben geeignet ist: Der 18-Volt-Akku liefert genug Strom, damit das 305-Millimeter-Sägeblatt ohne mit der Wimper zu zucken auch mal durch 50 Millimeter Eiche geht. Bis zu 90 Millimeter maximale Schnitthöhe (bei nicht geneigtem Sägeblatt) sind laut Hersteller möglich. Den Begriff „Paneelsäge“ verdient die DCS782N sich mit der Schnittweite von bis zu 310 Millimeter (bei geradem Schnitt) – das ist schon mehr, als viele reguläre Kapp- und Zugsägen vorweisen können. Das Sägeaggregat läuft dabei ruckel- und spielfrei auf den Führungen.
Beim Abbremsen des Sägeblattes nach dem Schnitt wandelt die Säge einen Teil der Energie wieder in Strom zurück, der dann den Akku speist. Ein interessanter Gedanke, allerdings dürfte sich die Laufzeit des Akkus damit wohl im Praxisbetrieb kaum spürbar ändern.
Auch die Verarbeitung bestätigt im Großen und Ganzen den massiven Eindruck des Werkzeugs. Hier herrscht gefrästes Aluminium vor. Einzig der mitgelieferte Niederhalter macht einen recht klapprigen Eindruck. Ebenfalls weniger schön: Die Säge geizt nicht mit Sägespänen – selbst mit Absaugung bleibt die Arbeit mit ihr eine ziemlich dreckige Angelegenheit.
Bei den anderen Funktionen überzeugt uns die Maschine aber: Die Säge kann für Gehrungen um bis zu 60° gedreht werden, die Neigung ist in beide Richtungen bis zu 45° möglich. Trotz ihrer Größe ist die Maschine dabei sehr exakt. Die zukünftige Sägefuge können Sie akkurat an einem Schattenwurf des Sägeblattes auf dem Holz erkennen (XPS-Technologie).


Bei der Arbeit in der Werkstatt fällt außerdem auf, dass die Säge trotz ihrer Kraft mit 95 Dezibel relativ leise arbeitet – ein echter Pluspunkt für Kellerwerkstätten, wenn vielleicht Nachbarn oder Mitbewohner gestört werden könnten. Insgesamt ist die DCS782N aber sicherlich eher für den mobilen Betrieb auf Baustellen und Co. konzipiert. Für einen dauerhaft stationären Betrieb bräuchte man die Akkuvariante auch eher nicht.
Insgesamt stellt DeWalt eine in vielerlei Hinsicht solide Säge auf den Markt. Der Preis liegt ohne Akkus bei rund 900 Euro.
Mehr Infos: www.sautershop.de
Dieser Text stammt aus der Kategorie „Neues für die Werkstatt“ aus Ausgabe 126. Die vorgestellte Paneelfräse wurde der Redaktion leihweise zur Verfügung gestellt und nach dem Test an den Hersteller zurückgeschickt.
Foto: Christian Filies
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