Der Schuhlöffel für Scharniere

Das Ecken-Stemmeisen: Sinnvoller Helfer oder überflüssiges Gimmick?

Wenige Maschinen machen die Arbeit mit Holz so einfach wie die Oberfräse. Aber sie hat ihre Grenzen. So hinterlässt sie beim Einfräsen von Scharnieren immer eine Rundung, wo eigentlich eine Ecke sein sollte. Das ergibt sich durch den rotierenden Zylinder des Fräsers.
Am Ende bleibt immer ein wenig klassische Handarbeit übrig: das Ausarbeiten der Ecken mit einem scharfen Beitel. Wer routiniert mit dem Stechbeitel umgeht, für den sind es nur wenige Handgriffe, bis das Scharnier richtig in den Ecken liegt.
Für alle anderen hat der Spezialist für Oberfräsen und deren Zubehör Sauter ein kleines Werkzeug entwickelt: den Ecken-Stanzer. Der Aluminium-Körper wird an die ausgefräste Kante angelegt. Dann schlägt man beherzt mit dem Hammer auf den oben überstehenden Bolzen. Über einen gefedert gelagerten Mechanismus fährt das im 90°-Winkel gefertigte Messer aus HSS-Stahl präzise in die Ecke. Das ist der Vorteil gegenüber einfachen Eckenstemmeisen. Den Überstand kann man dann problemlos mit einem scharfen (flachen) Stecheisen abnehmen. Bis zu 14 Millimeter tief sticht der Stanzer ein und schafft einen Eckradius von bis zu 12,7 Millimetern weg. Ob es ein unentbehrlicher Helfer ist? Nun, nicht jeder benötigt einen Schuhlöffel, aber wenn er schonmal da ist … Das Ecken-Stemmeisen kostet rund 22 Euro.

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