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SawStop-Sägen CTS und JSS: Sägen nur durch Holz

Eine Person justiert den Parallelanschlag einer SawStop-Tischkreissäge auf einer Baustelle.

Unfälle mit der Kreissäge sind oft dramatisch. Kein Wunder, dass Hersteller seit jeher dem Thema Sicherheit vermehrte Aufmerksamkeit schenken: Schutzhauben, Spaltkeile, Absaugung – all das ist auch an der billigsten Maschine mittlerweile Standard. Aber natürlich bleibt das rotierende Sägeblatt als Gefahrenquelle.

Einer der Vorreiter bei der Verhinderung des Kontakts von Hand und Sägeblatt ist die Firma SawStop aus den USA, die seit 2017 zur deutschen TTS-Gruppe gehört. Das Sägeblatt dieser Maschinen ist (elektrisch) isoliert und wird mit einem eindeutigen elektrischen Signal versehen. Bei Kontakt zu etwas anderem als Holz (zum Beispiel der Haut) ändert sich dieses Signal. In fünf Millisekunden wird das Blatt durch einen Alubolzen gebremst und komplett abgesenkt. Die Finger bekommen dann nur einen Kratzer – so das Versprechen. Nach einer SawStop-Auslösung müssen die Bremseinheit (Kostenpunkt: etwa 90 Euro) und das Sägeblatt getauscht werden. Beides ist in Eigenregie möglich.

Diese Technik baut Festool – ebenfalls Teil von TTS – seit einigen Jahren auch in seine TKS80 ein. Jetzt gibt es aber mit der CTS (Compact Table Saw) und der JSS (Jobsite Saw) auch zwei „reine“ SawStop-Sägen auf dem deutschen Markt.

Aber was können diese (sicheren) Sägen denn in ihrer eigentlichen Grunddisziplin – dem Sägen von Holz? Die kleinere CTS für rund 1.000 Euro arbeitet mit einem 1.800 Watt-Motor und schafft damit Materialstärken von bis zu 79 mm. Im Gehrungsschnitt sind bei 45° noch 54 mm drin. Interessant: Die Kippstellung des Sägeblattes ist mit einer Feineinstellung versehen – beim Gehrungsschneiden kann das sehr wertvoll sein. Der Parallelanschlag läuft auf einer Zahnleiste und kann (über Schienen) auf bis zu 622 Millimeter vom Blatt entfernt werden. Die CTS schafft also durchaus große Werkstücke – sollte bei einer Tischbreite von rund 60 x 60 cm dann mit Rollenböcken unterstützt werden. Im Gegensatz zum durchdachten Parallelanschlag ist der Queranschlag – typisch amerikanisch – nur als kleine Notlösung vorhanden. Eine nachrüstbare, hochwertige Variante für die 19-mm-Tischnut ist aber erhältlich. Ein Stahlrohr-Rahmen macht die Maschine robust – mit 31 Kilogramm ist die CTS aber noch mobil einsetzbar.

Handwerker transportiert eine gekippte SawStop-Tischkreissäge mit integrierten Rollen über unbefestigten Boden.

Die JSS ist dauerhaft mobil und kann bei Nichtnutzung hochkant verstaut werden.

Noch flexibler ist die JSS (1.600 Euro) als echte Baustellensäge. Der „große Bruder“ kommt mit einem fahrbaren Untergestell, das die Maschine wie auf einer Sackkarre transportiert. Der 2.000-Watt-Motor ist nicht nennenswert stärker, die Schnitthöhe ist wie bei der CTS. Interessant: Der Ein-/Ausschalter ist abschließbar. Der Tisch ist mit rund 75 x 75 cm größer ausgeführt. Der Parallelanschlag (ebenfalls über Schienen ausziehbar bis auf eine Breite von 647 cm) ist hier aber klassisch geklemmt.

Eine Person justiert den Parallelanschlag einer SawStop-Tischkreissäge auf einer Baustelle.

Für dünne Werkstücke liefert Sawstop eine klemmbare Schiene für den Parallelanschlag der JSS mit.

Auch wenn der Markt für kompakte Tischkreissägen bisher sicher nicht leer war, sind die CTS und die JSS aus unserer Sicht interessante neue Optionen.

Mehr Infos: www.sawstop.eu/de

Dieser Text stammt aus der Kategorie „Neues für die Werkstatt“ aus Ausgabe 123.  

Fotos: TTS/SawStop

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