1000mal gezinkt

Viele Wege führen zur perfekten Zinkenverbindung. Probieren Sie doch mal den Zirkeltrick!

„Gute und günstige Zinkenfräsgeräte gibt es schon ab 140 Euro. Wer dieses Geld nicht investieren möchte, kann seine Zinken selbstverständlich auch von Hand machen. Das hat wieder einen ganz anderen Reiz als das maschinelle Zinken. Das Anreißen, Sägen und Stemmen der Zinken schult das räumliche Vorstellungsvermögen. Es dient als tolle Übung für präzises arbeiten mit Handwerkzeugen und schafft am Ende ein tolles Erfolgserlebnis.“

Diese Worte schreibt Heiko Rech im HolzWerken-Blog zum Thema Zinken. Dort stellt er zwei Wege zum Zinken vor: maschinell und von Hand. Beide Methoden haben ihre Berechtigung. Wer schon einmal Holz von Hand gezinkt hat, stellt schnell fest, dass man anfangs viel Zeit damit verbringt und um jeden Span ringt. Mit genügend Routine ist diese Furcht aber schnell überwunden und man kann die Arbeit mit dem schönen Werkstoff Holz genießen.

Zinken oder Schwalben zuerst?

Angehende Tischler bekommen vermittelt, dass es nur einen richtigen Weg gibt, um eine Zinkenverbindung anzureißen: die Zinken werden immer zuerst angerissen. Das hat natürlich einen guten Grund. In der Bewertung der jungen Tischlerinnen und Tischler ergibt sich so eine gerechtere Ausgangslage.

Doch wie bei vielen Dingen gibt es eben viele zielführende Methoden. Als private Holzwerker sind wir ja glücklicherweise sehr frei in unseren Entscheidungen. Daher könnten Sie auch mal das Wagnis eingehen, und die in HolzWerken 103 von Chefredakteur Andreas Duhme gezeigte Methode ausprobieren. Mit Hilfe von zwei Zirkeln zeigt er nach einem Ansatz von Alan Peters, wie man das Schwalbenbrett zuerst anzeichnet – und das auch noch ohne vorherige Rechnerei!

Zinken mit dem Zirkel - hier zeigt Chefredakteur Andreas Duhme die Methode nach Alan Peters.
Zinken mit dem Zirkel – einfach geniale Methode von Alan Peters. Foto: Sonja Senge

Schwalbenlenker aus England

Alan Peters, der im Jahr 2009 im Alter von 76 Jahren starb, war Tischlermeister der englischen Arts-and-Crafts-Bewegung. Als solcher hat er sich traditionelle Techniken angeeignet und perfektioniert, um mit Handwerkszeugen beste Ergebnisse zu erzielen. Mit seinem Verständnis für den Werkstoff Holz, seinem Design und seinen Techniken erhielt er viele Auszeichnungen und ist international bekannt.
Unter vielen gleichgesinnten Tischlern war er dafür berühmt, dass er den „Hobel Nr. 7“, ein recht großes, schweres Werkzeug, für beinahe alle Arbeiten einsetzte.

Haben Sie die Zwei-Zirkel-Methode ausprobiert? Schreiben Sie uns Ihre Erfahrung hier als Kommentar oder zeigen Sie Ihr Projekt in der HolzWerken-Lesergalerie!

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