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Lange Fasern für die Grillzange

Foto: Redaktion HolzWerken
Foto: Redaktion HolzWerken

Das kleine Bauprojekt in Heft 46 löst Diskussionen aus. Eine optische Täuschung ist der Grund.

Wird die Grillzange etwa mit quer laufenden Fasern hergestellt? Unser Leser – nennen wir ihn Herrn O. – hatte arge Bedenken, was das kleine Bauprojekt in der Frühjahrsausgabe 2014 (HolzWerken 46) angeht. Die Zange so aus dem Holz zu schneiden, dass ihre langen Flanken aus vielen ultrakurzen Faserbündeln bestehen – das wäre doch völlig falsch. Ganz so sehe es in unseren Bildern aber aus. (Sie können sich den Artikel übrigens hier gratis herunterladen.)

Doch wir konnten Herrn O. überzeugen; es geht alles mit rechten Dingen zu: Auf den Bildern kann man man zwar auf den ersten Blick den Eindruck bekommen, als würde der Zangenrohling quer aus dem Holz geschnitten. Doch tatsächlich handelt es sich bei den vermeintlichen Fasern nicht um solche, sondern um Spuren aus dem Sägewerk (siehe Bild unten). Die waren beim Aushobeln nicht ganz verschwunden.  Die stabilen Buche-Zangen werden natürlich mit langen Fasern zugeschnitten. Zu erkennen ist das im Bild auch an der vorhandenen Baumkante unten rechts.

Interessanter Gedanke: Als flüchtiger Betrachter könnte man die Sägespuren auch für die so seltene, dekorative Riegel-Struktur halten. Die kommt gelegentlich quer zur Faser bei Esche und Ahorn vor. Doch so klasse die praktischen Grilzangen sind – sie aus geriegeltem Holz herzustellen, wäre dann doch etwas übertrieben.

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