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Tischlern

Vom Birnbaum zur Kommode

Stephan Dittmar

Vor nunmehr 4,5 Jahren hatte ich begonnen, eine Obstwiese für den Bau unseres Hauses zu roden. Damals hatte ich schon die Idee, aus eines dieser Bäume ein Möbel zu bauen, welches dann auch im Haus seinen Platz finden sollte und dies ist nun wie folgt daraus entstanden.

Das Möbel ist eine Kommode für unsere Empore geworden, die seit dem Einzug noch immer leer stand. Zudem hatte ich ein selbstgebautes Modellschiff, welches nie so richtig seinen Platz fand und ich wollte auch hierfür eine dauerhafte Lösung. Wie Eingangs schon beschrieben, habe ich das Holz für die Kommode vom Grundstück genommen. Auf dem Bild, ist es der Stamm in der Mitte. Da ein Birnbaum aber für so ein relativ großes Stück nicht all zu üppig ist, verwendete ich für die Rückwand und die Schubladen Ahorn, den ich schon viele Jahre liegen hatte und der eigentlich nicht so schön war, um daraus was eigenes zu herzustellen. Die Innenwände und Böden habe ich dann aus einer Tischlerplatte von Hornbach gefertigt. Hier war mir ein weiterer Massivholzeinsatz doch zu schade. Ja der Birnbaum - von Beginn an, die größte Herausforderung des ganzen Projektes. Da war zum einen die Sorge, ob es für die gesamten sichtbaren Außenteile reicht und zum anderen war das Holz auch sehr "lebendig" Das heißt, drehwüchsig, viele Risse vom Splint her, das ein oder andere Wurmloch und zu guter Letzt ein Kern, von dem ich große Teile aufgrund der Rissbildung und Kernfäule rausschneiden musste. Nach vielem Hin- und Hertüffteln, war es mir doch gelungen, genug aus dem Holz herauszuholen, was mir der Baum mit einem wie ich finde wunderschönen Farbbild der Holzmaserung belohnt hat. Dass das Holz reichte, war am Ende auch der Bauweise der Kommode geschuldet. So habe ich so in einer Rahmenbauweise mit Füllungen konzipiert. Für die Füllungen brauchte ich keine großen Materialstärken - ein absoluter Gewinn in Sachen Gewicht. Dafür habe ich die Kommode zudem auch zerlegbar gestaltet, um sie komfortabel am Aufstellort aufzubauen. Die Oberflächenbehandlung habe ich mit einem Hartöl durchgeführt. Diese Maserung hatte es einfach verdient "angefeuert" zu werden. In dem Projekt habe ich mir selbst viele persönliche Herausforderungen gesetzt. Einiges also zum erstem mal gemacht. Ich habe keine berufliche Ausbildung im Holzhandwerk sondern wie viele hier, nur eine Leidenschaft dafür. Nun seht selbst. Ich hoffe, die Bilder sprechen für sich.

Arbeitszeit: ca.150h Stunden

verwendete Werkzeuge

    verwendete Materialien

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      1 Kommentare

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      drmariod

      14. Apr 2022

      Sagenhaft schön! Tolle Arbeit und danke fürs Zeigen!

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