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09. Jul 2021 //

Zinkenschablone selbstgemacht

Dominik Ricker

Wer oft Schwalbenschwanzverbindungen herstellt, wird seine Freude an einer guten Schablone haben. Mit der Kappsäge und einem L-Profil aus Aluminium lässt sich das ganz einfach selber machen

In weniger als 2 Minuten herzustellen: Die Zinkenschablone.

“So´n Quatsch braucht man nicht, nimm dir die Schmiege und los geht's, haben wir immer so gemacht - oder bau dir das halt selber”.

So oder ähnlich klangen die Worte des Altgesellen, als ich zu Beginn meiner Ausbildung immer wieder nach seiner Meinung zu neuen Produkten fragte.

Meinen kläglichen Versuch mit der Handsäge die Schablone herzustellen lasse ich hier lieber unerwähnt. Ein paar Wochen später war ich mit dem Zuschnitt von Aluprofilen beschäftigt und nach den ersten hundert Schnitten kam mir die Idee, auf diese Art eine Zinkenschablone herzustellen.


Wichtiger Hinweis: Bei der Bearbeitung von NE-Metallen (Messing, Aluminium, Kupfer…) unbedingt eine Schutzbrille tragen. Wer schon einmal das Vergnügen hatte, sich einen solchen Splitter aus dem Auge entfernen zu lassen, wird mir zustimmen.

Als Basis dient ein L-Profil aus Aluminium. Zur Fixierung wird dieses zwischen zwei Kanthölzern eingeklemmt.
Zwingend erforderlich: Eine Zwinge zur sicheren Arretierung.
Welcher Winkel darf es sein? Üblich sind 1:6 (~84°) bei Weichholz und 1:8 (~82.9°) bei Hartholz. Nach der Einstellung kann der Zuschnitt erfolgen.
Ohne die umliegenden Kanthölzer könnte der kleine Aluminium-Abschnitt zum Geschoss werden.
Das war es schon, jetzt kann präzise angezeichnet werden.

Wer mag, kann die Flanken noch ein wenig nachbearbeiten, um das Anzeichnen im rechten Winkel noch etwas angenehmer zu gestalten, dies ist jedoch bei geringen Materialstärken meist nicht nötig.

Viel Spaß beim Nachbauen.

 

 

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