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03. Dez 2021 // Dominik Ricker

Japanisches Streichmaß - Ideal für den Einstieg (oder den kleinen Geldbeutel)?!

Dominik Ricker

Japanische Holzverbindungen und Werkzeuge liegen im Trend.  Im Gegensatz zu Stecheisen/Hobel ist das Streichmaß sofort einsatzbereit und punktet sowohl bei der Handhabung als auch beim Preis.

Das Streichmaß ist für viele traditionelle Verbindungen fast schon essentiell:
Wiederholgenaues Markieren von gedrittelten Zapfen, Vorritzen quer zur Faser um Ausbrüche zu verringern oder sogar als Schneidwerkzeug bei sehr dünnen Materialstärken bzw. Furnier.
Besonders beliebt sind dabei aus meiner Sicht die “amerikanischen” Streichmaße.
Kompakt, einfach in der Handhabung und optisch oft sehr ansprechend.

Viel Holz trifft auf viel Metall.
Die kompakte Form kann mit ihrer geringen Auflagefläche jedoch auch schnell zu einem Problem werden: Drückt man das Streichmaß nicht gleichmäßig an die Kante, wird es schnell kippelig.
Ein gezielter Riss ist dann meist nicht mehr möglich.
Vor allem große Hände haben Probleme beim Halten und Führen.

Große Auflagefläche beim japanischen Streichmaß, ein Bruchteil davon beim amerikanischen.
Im Vergleich: Haltung des amerikanischen Streichmaß.
Haltung des japanischen Streichmaß
Alles eine Sache der Übung, wie jedes Handwerkzeug.
Ich möchte an dieser Stelle auch keinesfalls sagen, dass ich eines dieser beiden Werkzeuge bevorzugen würde. Wer mit seinem Streichmaß zurechtkommt, der soll bitte dabei bleiben.
Wer trotz Übung und wenig Druck beim Anreißen immer wieder Probleme mit Schnittverlauf hat, der sollte einen Versuch wagen. Die hier gezeigte Variante ist mit 20 Euro recht preisgünstig. Die Verarbeitung ist dabei nicht sonderlich herausragend, bzw. entspricht nicht ganz unserer gewohnten Vorstellung der industriellen Fertigung.
Wer öfter mit japanischen Werkzeugen arbeitet, dürfte die teils etwas gröbere Ausführung gewohnt sein. Aber keine Sorge, das Streichmaß funktioniert bereits frisch aus dem Karton und muss nicht wie japanische Stecheisen oder Hobel nachbearbeitet werden.


Hauke Schmidt hat in Holzwerken übrigens in Ausgabe 93 ausführlich über die verschiedenen Bauarten und Vorzüge der üblichen Streichmaße berichtet.


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