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18. Mrz 2017 // News

Tormek T8: Viel Zink und eine stark verbesserte Standardführung

Vor allem die neue SE-77-Halterung für gerade Schneiden kann im Test voll überzeugen.

Foto: Andreas Duhme

Nassschleifmaschine Tormek T8 mit neuer Schleifführung

Tormek hat sein neues Premium-Modell T8 am Start und stattet es serienmäßig mit einer stark verbesserten Führung für gerade Schneiden aus. HolzWerken hat das Nassschliff-Tandem seit einiger Zeit in der Werkstatt. Unser Fazit: Verbesserte Qualität bei der Maschine und ein starker Auftritt der neuen Schleifführung SE-77.
Gegenüber dem Vormodell T7 hat sich bei der T8 einiges verändert. Der Hauptteil des Gehäuses ist nun aus Zink-Druckguss statt aus lackiertem Stahl. Die darin integrierten (und nicht mehr aufgeschraubten) Führungen für die Universalstütze reduzieren laut Hersteller das Spiel dieser Führungsstange um abermals 50 Prozent. Im Alltagsbetrieb ist das kaum merklich, denn auch frühere Modelle waren an dieser Stelle keineswegs labberig. Endlich Vergangenheit ist nun aber die sehr fummelige Anbringung des Wassertrogs. Das neue Modell nimmt den Trog durch eine einfache seitliche Steckung auf; über einen neu angebrachten Drehknopf fährt der Behälter dann elegant aufwärts in Position. Ebenfalls neu ist der passgenaue Schaber am Trog, der den Schleifschwamm herauskratzt. Der Haltemagnet am Schaber sorgt auch gleich dafür, dass sich Eisenspäne im Wasser an einer Stelle im Trog sammeln. Das ist wirklich durchdacht und praktisch.

Foto: Andreas Duhme

Das Geplansche beim Ein- und Aushaken des Wassertrogs hat Dank der Aufzugsschraube ein Ende.

Ein echter Quantensprung hingegen ist die neue SE-77-Führung für Stechbeitel und Hobeleisen. Anders als beim Vorgänger SE-76 ist eine der beiden Einstellschrauben verschiebbar, um den Druck genau auf die Breite des Eisens auszurichten. Der Clou des neuen Modells ist aber, dass eine der beiden Führungsbuchsen nun gezielt gegen den Grundkörper verdreht werden kann. Zwei kleine, neue Schräubchen fixieren den Drehwinkel. Anwender, die durch unmerklich schief ausgeübten Druck – wir sind alle Menschen – stets außerhalb des rechten Winkels schleifen, profitieren davon. Sie können das mit Hilfe der Buchsenverdrehung gezielt kompensieren. Werden beide seitlichen Schrauben nicht fest angedreht, so kann das drehbare Buchsenteil während des Schleifens pendeln. Bei geraden Schneiden entsteht so gezielt eine konvexe Schneidenform. Wie stark konvex, das regelt die
Stellung der Schrauben. Das ist praktisch für den Anschliff von stark bauchigen Schrupphobeleisen. Und es ermöglicht den Anschliff von ganz leicht konvex geschliffenen Putzhobeleisen für das perfekte Finish auf dem fertigen Werkstück.

Foto: Andreas Duhme

Zwei neue Schrauben an der Seite der SE-77 ­ermöglichen der Vorrichtung für gerade Schneiden eine fixe Winkel­korrektur oder gezieltes Pendeln, um eine konvexe Schneide zu bekommen.

Die T8, unter anderem mit dem SE-77 und dem Abrichtwerkzeug TT-50 im Lieferumfang, kostet im Handel rund 600 Euro. Die SE-77-Führung passt auf alle Tormeks (auch ältere) und viele Schärfmaschinen anderer Hersteller. Sie kostet je nach Händler um die 50 Euro.

Foto: Andreas Duhme

Neben der Polierpaste und dem Steinpräparierer zur Veränderung der Körnung (links) liegen drei wichtige Vorrichtungen bei der T8 (rechts, von vorne nach hinten): Die neue Schleifführung SE-77, die Winkellehre WM-200 und der Stein­abrichter TT-50.

Mehr Info: www.tormek.com/de

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