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01. Jul 2013 // Drechseln

Spurloses Verleimen von Langholz

Das Holz ist zu dünn, das Projekt ist zu groß: Ab und an ist es notwendig, Material für gedrechselte Langholzarbeiten – etwa Tischbeine – zu verleimen. Da (auch getrocknetes) Holz bei Luftfeuchteschwankungen immer quillt und schwindet, ist es wichtig, richtig zu verleimen.

Spurloses Verleimen von Langholz. Illustration: Willi Brokbals

Bei schlecht verleimten Rohlingen zeichnet sich sehr schnell die Leimfuge ab oder sie springt sogar auf. Das Holz arbeitet beim Trocknen oder der Feuchtigkeitsaufnahme in radialer Richtung (durch die Stammmitte) weitaus weniger als in der tangentialen Richtung (jenseits der Stammmitte). Daher muss das unterschiedliche Schwundverhalten innerhalb des Holzbrettes berücksichtigt werden. Deshalb sollte man es vermeiden, die Hölzer so zu verleimen, dass unterschiedliche Schwundsituationen (Arbeitsrichtungen) aufeinander zu liegen kommen. Vereinfacht gesagt sollten bei (weitgehend) stehenden Jahrringen diese jenseits der Leimfuge weiterlaufen – siehe "richtig 1" und "2". Bei liegenden Jahresringen gilt etwas anderes: Werden die Kernseiten zueinander verleimt, öffnet sich zwangsweise die Leimfuge durch den Schwund des Holzes (siehe "falsch 2"). Umgekehrt geht es viel besser: Werden die Splintseiten miteinander verleimt, so schließt sich die Fuge eher ("richtig 3). Das bedeutet, dass die Seiten der Bretter, die im Baum nach außen wiesen, miteinander verbunden werden.

Spurloses Verleimen von Langholz. Illustration: Willi Brokbals
Spurloses Verleimen von Langholz. Illustration: Willi Brokbals
Spurloses Verleimen von Langholz. Illustration: Willi Brokbals
Spurloses Verleimen von Langholz. Illustration: Willi Brokbals
Werkstattkurs - Vitrine

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Werkstatt-Kurs Möbelbau: Vitrine

Dieser erste Band der neuen Reihe Werkstatt-Kurs zeigt, wie Sie ein Korpusmöbel in den verschiedensten Varianten herstellen. Türen, Schubkästen, Kranz, Deckel, Füße - Guido Henn zeigt die riesige Bandbreite an Wahlmöglichkeiten. Beim Bau seiner feinen Vitrine wählt er schließlich eine Variante aus und zeigt die Herstellung in allen Details. Per Video hat Guido Henn den Bau dieser Vitrine für Sie dokumentiert. Rund zwei Stunden Film auf DVD zeigen alle Bauabschnitte und die Maschinen in Aktion. Zusätzlich zum Video enthält das Paket „Werkstatt-Kurs Möbelbau“ auch die sechsteilige Serie aus HolzWerken in Buchform und einen riesigen Bauplan (nahezu DIN A2-Größe) mit allen Zeichnungen auf einen Blick.

Aus dem Inhalt:

  • Teil 1: Korpusbau
  • Teil 2: Korpusbau (Fortsetzung)
  • Teil 3: Türenbau
  • Teil 4: Türenbau (Fortsetzung)
  • Teil 5: Schubkastenbau
  • Teil 6: Fuß, Sockel, Deckel, Kranz und Oberfläche 

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