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29. Jun 2015 // Sonstiges

Spanngurte ersetzen Zwingen

Lange Zwingen sind nicht billig, nehmen viel Platz weg und werden doch selten gebraucht. Sie sind daher in vielen Werkstätten erst gar nicht vorhanden. Doch was tun, wenn große Strecken mit viel Druck überbrückt werden müssen?

Spanngurte als Zwingen

Foto: Heiko Stumpe

Nicht immer, aber oft, helfen da Spanngurte, die normalerweise für das Sichern von Transportgut verwendet werden. Bei einer breiten, furnierten Tischplatte zum Beispiel, die mit Anleimern versehen werden soll, sind solche Spanngurte perfekt. Sie werden einmal rund um das Werkstück geschlungen und drücken lange Zulagen mit gehöriger Kraft auf das Werkstück.
Und auch, wenn Druck mitten auf einer großen Fläche nötig ist, können Spanngurte eine exzellente Hilfe sein. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn bei einer furnierten Platte ein "Kürschner" aufgetreten ist. Dabei handelt es sich um eine Fehlstelle, bei der zu wenig Leim unter dem Furnier sitzt und dieses hässlich hochsteht.
Um einen Kürschner zu reparieren, wird Leim mit einer kleinen Spritze unter das Furnier gepresst. Nun fehlt nur noch der Druck, der hier punktuell nötig ist. Dazu dienen nun ein möglichst langes Kantholz und eben ein Spanngurt. Setzen Sie das Kantholz wie einen Stempel auf die Fehlstellung. Schlingen Sie den Spanngurt darüber. Es wird dann unter dem Werkstück her geführt und dann gespannt.
Handelt es sich nur um eine dünne Platte, kann der Spanngurt sie verbiegen. In diesem Fall sollte sie auf der Hobelbank liegen. Der Spanngurt wird dann unter der Werkbank-Platte hindurch geführt.
Es lassen sich viele weitere Anwendungsfälle für Spanngurte finden, drei oder vier davon sollten stets in der Werkstatt griffbereit sein. Günstig und leicht zu verstauen sind sie obendrein.

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