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20. Mai 2013 // Tischlern

Sicherheit: Fünf Grundregeln für rückschlagfreies Sägen

Die Tischkreissäge ist eine ebenso kraftvolle wie potenziell gefährliche Helferin in der Werkstatt. Dabei droht die Gefahr nicht nur vom Sägeblatt selbst, sondern auch von unkontrolliert zurückschlagendem Holz. Rückschlag entsteht nicht vorne am Sägeblatt, sondern hinten, wo die Sägezähne aufsteigen. Wenn Holz dort Kontakt zu den Zähnen bekommt, wird es hochgerissen und zum Projektil. Fünf goldene Regeln verhindern, dass Klötze, Leisten oder gar Bretter in Ihrer Werkstatt zum bedrohlichen Geschoss werden!

Sicherheit an der Tischkreis-Säge. Illustration: Willi Brokbals

Sicherheit an Tischkreissägen. Illustration: Willi Brokbals

1. Der Spaltkeil ist immer dabei. Es gibt, abgesehen von ganz wenigen Situationen, nie einen Grund, auf den Spaltkeil zu verzichten! Der Halbmond aus Stahl verhindert, dass sich spannungsreiches Holz hinter dem Sägeblatt wieder zusammenkneift. 2. Mit guter Führung schneiden! Freihändiges Sägen ohne Anschlag führt auch bei der ruhigsten Hand dazu, dass der Schnitt leicht verläuft. Wenn das geschieht, dreht sich das Werkstück auf dem Sägetisch, so dass eine Flanke der Schnittfuge mit den aufsteigenden Zähnen in Kontakt kommt. Das Resultat: Das Werkstück steigt auf und kann mit seiner Energie für schwere Verletzungen sorgen. Davor schützt auch die abgesenkte Schutzhaube. 3. Die 45°-Regel: Beim Schneiden auf Breite wird der Parallelanschlag so eingestellt, dass seine Hinterkante im Verhältnis zur Sägeblattvorderkante einen 45°-Winkel bildet. Wird der Anschlag viel weiter nach hinten durchgeschoben, kann sich das fertig geschnittene Werkstück leicht zwischen diesem und dem Sägeblatt verkanten. Spätestens bei Schnittbreiten unter zwölf Zentimetern wird der Schiebestock eingesetzt. 4. Abgeschnittenes ist stets frei! Wenn der Parallelanschlag genutzt wird, um von einem langen Stück (das am Queranschlag liegt) viele identische kleine Stücke abzusägen, wird der Parallelanschlag bis vor die Sägeblatt-Linie gezogen und fixiert. So verhindern Sie, dass abgesägte Stücke sich zwischen Anschlag und Sägeblatt verkeilen. Denn dann machen sie garantiert den Abflug. 5. Abgeschnittenes ist niemals zu frei! Eine häufige Unfall- Ursache: Abgetrennte Klötze geraten hinten an das Sägeblatt und werden dann nach oben geschleudert. Eine passend angesetzte Abweisleiste versperrt den Klötzen diesen Weg.

Werkstattkurs - Vitrine

Videos

Werkstatt-Kurs Möbelbau: Vitrine

Dieser erste Band der neuen Reihe Werkstatt-Kurs zeigt, wie Sie ein Korpusmöbel in den verschiedensten Varianten herstellen. Türen, Schubkästen, Kranz, Deckel, Füße - Guido Henn zeigt die riesige Bandbreite an Wahlmöglichkeiten. Beim Bau seiner feinen Vitrine wählt er schließlich eine Variante aus und zeigt die Herstellung in allen Details. Per Video hat Guido Henn den Bau dieser Vitrine für Sie dokumentiert. Rund zwei Stunden Film auf DVD zeigen alle Bauabschnitte und die Maschinen in Aktion. Zusätzlich zum Video enthält das Paket „Werkstatt-Kurs Möbelbau“ auch die sechsteilige Serie aus HolzWerken in Buchform und einen riesigen Bauplan (nahezu DIN A2-Größe) mit allen Zeichnungen auf einen Blick.

Aus dem Inhalt:

  • Teil 1: Korpusbau
  • Teil 2: Korpusbau (Fortsetzung)
  • Teil 3: Türenbau
  • Teil 4: Türenbau (Fortsetzung)
  • Teil 5: Schubkastenbau
  • Teil 6: Fuß, Sockel, Deckel, Kranz und Oberfläche 

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