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13. Mai 2013 // Tischlern

Oberfräse Selbst gefertigte Basis verputzt Überstände

Zinken, durchgestemmte Zapfen und ähnliche Verbindungen haben eines gemeinsam: Wenn sie richtig ausgeführt sind, schaut das Hirnholz des einen Bauteils einen halben Millimeter aus dem Langholz des anderen heraus. Dieser Überstand wird verputzt, also mit dem Hobel eingeebnet oder weggeschliffen.

Getunte Oberfräse verputzt Überstände. Illustration: Willi Brokbals

Eine so modifizierte Oberfräse verputzt Überstände in Windeseile. Beim Vorschub aber sachte vorgehen, sonst drohen Absplitterungen.

Beides dauert seine Zeit und beim Schleifen kommt das Risiko hinzu, mit einem elektrischen Schleifer unschöne Spuren in der Fläche zu hinterlassen. Warum dafür nicht eine Oberfräse verwenden?! Allerdings haben alle modernen Oberfräsen eine ringfömige Basis um den Fräser herum. Dieser Ring sitzt stets auf den Hirnholz-Überständen auf und ein sauberes Bündigfräsen wird so unmöglich. Ältere, kleinere Oberfräsen haben oft eine einseitig offene Basis, die diese Arbeit ermöglichen: Der Fräser kann so bis an die Überstände herangeschoben werden und sie entfernen – ein echter Vorteil der Veteranen. Modernen Maschinen kann man das aber auch beibringen. Dazu wird aus einer dicken MDF-Platte eine Hufeisen-Form ausgeschnitten, die unter die ringförmige Basis geschraubt wird. Damit die Fräse weiter absolut kippelsicher geführt werden kann, müssen die beiden offenen Enden des MDF-Hufeisens seitlich weit über den Mittelpunkt der Basis (und somit über den Fräser) hinausstehen. Der Mittelteil des Hufeisens ist zudem so weit wie möglich zu einer Platte verbreitert; hier lässt sich auch noch ein Extra-Griff anschrauben. Steht die so getunte Oberfräse auf dem Werkstück, wird der Fräser auf die Ebene abgesenkt und kann sich jetzt der Überstände annehmen.

HolzWerken Ausgabe 96

Einzelheft Zeitschrift

HolzWerken 96 November/Dezember 2021

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