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14. Jan 2013 // Tischlern

Nutleisten als Führungen: Scherkräfte rechtzeitig stoppen

Eine einfache Art, Schubkästen zu führen, sind Nutleisten. Die im Querschnitt rechteckigen Leisten werden waagerecht in den Möbelkorpus eingeschraubt. Um jede Leiste herum greift gleichermaßen das genutete Seitenteil der Schublade.

Nutleisten als Führungen. Illustration: Willi Brokbals

Bei dieser Art von Führung gibt es jedoch Einiges in Sachen Stabilität zu beachten: Natürlich dürfen die Schubkastenseiten nicht zu tief eingenutet werden, um sie nicht zu stark zu schwächen. Maximal ein Drittel der Brettdicke ist sinnvoll, und natürlich nur sofern dann überhaupt noch genug Material übrig bleibt. Für sehr filigrane Möbel kommen Nutleisten daher eher nicht in Frage. Bei Nutleisten sollten Sie über eine Sicherung nachdenken: Sie muss verhindern, dass der Schubkasten so weit herausgezogen wird, dass er nur noch auf einem sehr kleinen Teil der Leiste liegt. Durch die Hebelwirkung lasten dann so große Kräfte auf der Nutleiste, dass die Fasern abscheren können. Eine Auszugsicherung sollte den Schubkasten etwa nach zwei Drittel der Auszugslänge stoppen: Wie unser Vorschlag oben, bei dem in der Nutleiste wiederum eine Nut sitzt. Diese endet vorne nach zwei Dritteln der Auszugslänge und stoppt so die durchgesteckte Schraube samt Schublade.

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