Created with Sketch.

03. Jul 2018 // News

Multitalent für feine freie Formen

Was kann der Mini-Grinder von Arbortech beim Schnitzen? Wir wollten es wissen!

Fotos: Sonja Senge

Der Mini-Grinder von Arbortech ist eine sehr präzise kleine Fräse mit dem Motor eines Winkelschleifers (710 Watt). Daher liegt die unter zwei Kilo leichte Maschine des australischen Herstellers gut in der Hand. Anders jedoch als bei anderen kleinen Multifunktionswerkzeugen (etwa von Dremel) ist die Bedienung nicht ganz so intuitiv. Es braucht ein klein wenig Übung, um herauszufinden, wie man das Schneidewerkzeug im besten Winkel über das Holz zieht. Dann aber ist die Anwendung problemlos möglich.

Als Bearbeiter mit Erfahrung im Umgang mit Oberfräse und Kreissäge ist es zunächst ein kleines Hemmnis, mit dem bei 18.000 U/min rotierenden Blatt gleich auf die Holzoberfläche zu gehen. Die Sorge, man könnte zu tief eintauchen und das angefangene Werk ruinieren, ist vollkommen unbegründet. Der Mini-Grinder arbeitet die vorgegebenen Konturen fein aus. Gut geeignet sind die verschiedenen Aufsätze zum Fräsen und Schleifen von Höhlungen wie bei Schalen oder Löffeln. Auch Reliefs schneidet das kleine Kraftwerk zuverlässig.

Im Lieferumfang enthalten sind die "Mini Grinder Blade" (1) aus gehärtetem Stahl und eine baugleiche Ersatzscheibe im Wert von rund 19 Euro. Die 3 mm breite Schneide mit einer Schnitttiefe von 10 mm hinterlässt eine relativ grobe Oberfläche und erzeugt einen feinen Abtrag. Insgesamt ist diese Scheibe für die mittlere Bearbeitungsphase nach dem Band- oder Stichsägenschnitt gut geeignet; eine Feinbearbeitung durch Messer oder Schleifmittel ist nach der Arbeit mit der 50-mm-Mini-Grinder-Blade noch erforderlich, wenn man eine glatte Oberfläche anstrebt.

Hier rotiert die "Mini Grinder Blade" aus gehärtetem Stahl. Kleine konkave Formen wie bei diesem Löffel schafft sie mühelos, auch wenn hinterher noch eine Feinbearbeitung nötig ist.

Dafür gibt es etwas im Lieferumfang: die Schleifscheiben (2). Diese Pads gibt es in vier Körnungen von K 40 bis K 120. Sie sind auf einer metallenen Trägerscheibe aufgebracht, die man problemlos im Mini-Grinder montieren kann. Will man die Scheiben nachkaufen, so schlagen sie je Körnung mit rund 12 Euro pro vier Scheiben zu Buche.

Der Mini-Grinder bietet auch die Möglichkeit zur Feinbearbeitung von K 40 bis K 120. So ist auch die abschließende Bearbeitung von Oberflächen kein Problem.

Ordentlich Späne produziert die schwarze Frässcheibe mit dem griffigen Namen TurboPlane (3), die der Hersteller für den professionellen Einsatz empfiehlt (sie ist nicht im Lieferumfang enthalten und kostet 129 Euro). Diese Scheibe ist nicht neu, aber für die Mini-Version des Grinders hat Arbortech die neueste Ausführung auf zwei Schneiden und geringeren Umfang (50 mm) geschrumpft. Mit diesem Aufsatz kann man bei großem Materialabtrag feine Oberflächen erzielen.

Der Mini-TurboPlane in Aktion: Die robuste Schleifscheibe schafft ordentlich Abtrag und lässt freie Formen zu.

Die Hartmetall-Schneiden kann man bei Bedarf abschrauben und mit einer Diamant-Feile nachschleifen. Diese Scheibe macht das Schnitzen mit dem Mini-Grinder zum Vergnügen.

Ist diese Scheibe für bestimmte Arbeiten zu dick, gibt es noch die Mini Grinder Industrial Blade (4). Für rund 30 Euro erhält man ein Scheibchen von 50 mm Durchmesser mit 4 mm breiten, nachschärfbaren Schneiden (Hartmetall), das 10 mm tief eintauchen kann.

Der Lieferumfang enthält noch einen zweiten Handgriff, Inbusschlüssel, zwei Schrauben zum Arretieren der Aufsätze (einmal für die Schneidkörper, einmal für die Schleifaufsätze). Der Mini-Grinder kostet 209 Euro.

Mehr Infos: www.arbortechtools.com

HolzWerken Ausgabe 96

Einzelheft Zeitschrift

HolzWerken 96 November/Dezember 2021

In HolzWerken-Ausgabe 96 geht es kunstvoll zu: Fertigen Sie eine Schmuckschatulle mit Messing-Verzierung und lernen Sie dabei die Technik der Marketerie kennen. Oder drechseln Sie eine Teller-Etagere und verbinden Sie elegant Holz mit Porzellan. Wer sein Wissen rund um die Arbeit mit der Kreissäge vertiefen möchte erfährt in dieser Ausgabe, wie Rückschläge an der Kreissäge verhindert werden. Außerdem im Heft: - Werkstücke sicher fixieren: Hilfsschraubstock im Eigenbau - Serie Japanische Hobel einstellen: Einpassen von Eisen und Klappe - Anzeichnen: Zinken und Schwalben richtig anreißen - Planfräs-Vorrichtung: SlabMatrix Pro von Sauter im Test - Lückenschluss am Frästisch durch Vorrichtungen: Splitterzunge und Kehlbrett

Tags

Das könnte Sie auch interessieren!

1 Kommentare

Sie sind aktuell nicht eingeloggt.

Um einen Kommentar zu hinterlassen, loggen Sie sich bitte ein.

Login

Matthias R L

16. Sep 2021

Tolle Doku, wenn viermal das gleiche Bild verwendet wird, obwohl die Beschreibung jeweils was anderes sagt :(

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Ok