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19. Mai 2014 // Sonstiges

L-Schablonen setzen der Oberfräse Grenzen

Es gibt wenig, was für viele Holzwerker so nervig ist, wie von Hand tiefe Schlitze für Zapfen zu stemmen. Verzichten sollte aber deshalb niemand auf diese klassische Holzverbindung, denn sie verleiht Tischen und Stühlen eine einzigartige Stabilität.

Schlitzfrässchablone. Illustration: Willi Brokbals

Wer fräst, statt zu stemmen, spart erheblich Zeit. Der Oberfräse müssen aber ganz genaue Grenzen gesetzt werden. Eine extrem einfach zu bauende Doppel-Schablone in L-Form begrenzt die Fräserbewegung sehr effektiv. Die Breite des Schlitzes legen dann der eingesetzte Fräser und/oder der Parallelanschlag der Maschine fest. Greifen Sie sich aus der Restekiste zwei Streifen Multiplex oder auch MDF. Sie sollten mindestens 35 Zentimeter lang sein, etwa fünf Zentimeter breit und möglichst dick. Schneiden Sie von beiden Streifen fünf Zentimeter ab. Setzen Sie nun dieses kurze Stück quer auf das lange Stück, und zwar an dessen Ende. Leimen und schrauben Sie es fest (siehe Zeichnung).
Messen Sie nun noch den Abstand des gewählten Fräsers (Schneidenflugkreis – nicht die Mitte des Fräsers!) zur Bodenplatten-Kante Ihrer Oberfräse aus. Dieses Maß tragen Sie auf beide L-Schablonen auf: als Abstand vom Querstück. Damit ist die Schablone nach 15 Minuten schon fertig.
Und ihre Anwendung ist kinderleicht: Zeichnen Sie vorbereitend den Sitz des Schlitzes auf das Werkstück. Legen Sie eine L-Schablone vor das Werkstück und eine dahinter. Schieben Sie die langen Schenkel des "L" nun so in die Mitte, dass die Markierungsstriche auf den Schablonenteilen mit den Enden des Schlitzes übereinstimmen. Alle drei Teile werden nun in die Vorderzange der Werkbank gespannt.
Jetzt noch per Parallelanschlag der Fräse den Abstand des Schlitzes zur Schablonenvorderkante einstellen – und es geht los. Die beiden kurzen L-Schenkel stoppen die Oberfräse genau richtig.

Schlitzfrässchablone. Illustration: Willi Brokbals
HolzWerken Ausgabe 93

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