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24. Jan 2017 // Heiko-Rech

Hauptsache billig!

Wer das Hobby Holzwerken etwas intensiver betreiben möchte stellt sehr schnell fest, dass die Arbeit mit Holz nicht unbedingt zu den günstigen Hobbys gehört. Werkzeuge, Maschinen und Materialien können ganz schön ins Geld gehen. Da kommt so mancher Spartipp aus dem Internet doch gerade recht. Und so mancher Youtube-Kanal beschäftigt sich nur damit, wie man so billig wie möglich Holzwerken kann. Das Holzwerken so günstig wie möglich zu betreiben scheint ein regelrechter Trend zu sein. Einigen dieser Spartipps stehe ich aber eher skeptisch gegenüber.

 

Zum Beispiel: Alte Schreinereimaschinen kaufen

"Kauf dir alte Gussmaschinen, die sind viel besser als die neuen Blechdinger und kosten nicht viel." Haben Sie diese Empfehlung auch schon mal gelesen oder gehört? Ja es stimmt, die alten Gussmaschinen sind günstig und stabil sind sie bestimmt auch. Aber wie sieht es mit der Sicherheit aus? Motorbremsen, Sicherheitseinrichtungen, ausreichend Drehzahl für die modernen Werkzeuge? Wer kennt sich noch aus mit den alten Schätzchen? Gibt es noch Ersatzteile? Und wie transportiert man eine Tonne Guss und bringt sie in die Werkstatt? So manche Gussmaschine, die übers Internet seinen Besitzer wechselt gehört eigentlich auf den Schrott. Aber durch die ständigen Empfehlungen, beispielsweise in Onlineforen gibt es einen Markt für die Maschinen, die keiner außer dem unbedarften Hobbyschreiner mit wenig Erfahrung und Fachwissen haben will. Seien Sie also bei sehr alten Schreinereimaschinen vorsichtig.

Oder auch: Alte oder billige Metallhobel herrichten.

Als ich anfing mit Metallhobeln zu arbeiten, habe ich sehr günstige Hobel aus indischer Produktion mit viel Arbeit hergerichtet und auch recht gut ans Laufen gebracht. Das verschlang sehr viel Zeit und Schleifpapier. Einige Nachteile dieser billigen Hobel, wie zum Beispiel zu kleine Griffe, zu dünne Eisen und Spanbrecher habe ich damals nicht behoben, das wäre nicht lohnend gewesen. Damals gab es leider nur die sehr teuren Metallhobel und die sehr billigen und schlechten. Inzwischen gibt es aber auch sehr gute Metallhobel in der mittleren Preisklasse. Der Aufwand des Herrichtens lohnt sich da nicht mehr.

Der Kauf von alten Metallhobeln wird auch manchmal empfohlen. Da muss man sich aber schon im Ausland umsehen, da hierzulande kaum Metallhobel auf dem Gebrauchtmarkt zu finden sind. Ich bin der Meinung, dass ein Anfänger mit einem Metallhobel, den man erst noch herrichten muss, meist überfordert ist. Zu den Kenntnissen wie der Hobel bearbeitet werden muss, kommt noch, dass die weinigsten Einsteiger bereits hobeln können. Es fällt dann einfach schwer zu beurteilen, ob der getunte Hobel das macht, was er soll. Wer bereits einiges an Erfahrungen mit Handhobeln sammeln konnte wird sich da leichter tun.

Meine Empfehlung wäre da eher, sich nach gebrauchten Holzhobeln umzusehen. Das Angebot ist groß und die Hobel sind einfacher herzurichten. Und wenn das Hobeleisen nichts mehr taugt, gibt es immer noch Ersatz. Es gibt auch keine Mechanik, die defekt sein könnte.

Voll im Trend: Palettenholz verarbeiten

Es mag ja sein, dass Palettenmöbel momentan voll im Trend sind und überall stößt man auf Möbel aus Palettenholz. Ich kann mich nicht so richtig für diesen Trend begeistern. Ich bin auch der Meinung, dass man mit billigem Holz am falschen Ende spart. Wer natürlich die Optik des Palettenholzes möchte, der wird kein neues Holz wollen. Wer jedoch aus Kostengründen Paletten zu Möbeln und anderen Dingen aus Holz verarbeiten möchte, der kann durchaus auch Alternativen finden. Es muss nämlich nicht immer Nussbaum, Kirsche, Ahorn oder ein anderes teures Massivholz sein. Es gibt durchaus günstige Holzarten, die schön aussehen. Da wäre beispielsweise Yellow Poplar, Douglasie oder Esche. Im Gegensatz zu den Nadelhölzern, aus denen die meisten Paletten bestehen, lassen sich diese Hölzer auch gut verarbeiten. Gerade für Einsteiger finde ich das sehr wichtig. Ich bin auch der Meinung, dass es der falsche Ansatz ist, dass man zum Üben das billigste Holz nimmt, das man finden kann. Das ist dann oft Nadelholz von schlechter Qualität oder keilgezinktes Leimholz für wenige Euro aus dem Baumarkt. Wenn man mit solch schlechtem Holz übt, weiß man nie, ob ein schlechtes Resultat nun am Holz, oder am Holzwerker liegt. Nehmen Sie also auch zum Üben lieber ein gutes Holz.

Gesund und billig: Speiseöle für die Holzoberfläche

Warum teure Öle aufs Holz geben, wenn doch Olivenöl nur wenige Euro pro Liter kostet? Leider liest man es immer wieder, die Empfehlung doch einfach Olivenöl zur Oberflächenbehandlung zu nehmen. Oder Rapsöl. Ist doch viel billiger und Öl ist schließlich Öl. Aber das stimmt nicht. Das Problem bei vielen Speiseölen ist, dass sie nicht aushärten. Zu den aushärtenden Ölen gehören Leinöl, Walnussöl und bedingt aus Sonnenblumenöl. Und selbst die aushärtenden Öle härten ohne Zusatzstoffe nur sehr langsam aus. Die Folge sind Oberflächen, die lange ölig bleiben, Schmutz nicht abweisen, sondern binden und im schlimmsten Fall sogar ranzig werden. Eine einmal so behandelte Oberfläche wieder ordentlich neu aufzubauen ist dann eine Strafarbeit, da das Spesieöl ja dennoch in die Holzfasern eingedrungen ist und nur schwer wieder entfernt werden kann. Im Zweifel ruinieren Sie sich mit einer solchen Behandlung ein Möbelstück, in das Sie bereits viel Zeit und Geld investiert werden. Ein liebevoll gebautes Möbel aus Holz verdient eine entsprechende Oberflächenbehandlung. Und wenn es was Günstiges sein soll, nehmen Sie Leinölfirnis, Tungöl oder für wenig beanspruchte Flächen Walnussöl-Firnis. Beim Leinölfirnis sollten Sie aber den Geruch mögen.

Ökologisch, sparsam, politisch korrekt

Sparen und Wiederverwerten ist sinnvoll und liegt auch derzeit voll im Trend. Das ist auch gut so. Allerdings sind eben nicht alle Spartipps auch wirklich sinnvoll. Nicht alles was unter Recycling oder Upcycling fällt ist ökologisch unbedenklich. Wer weiß schon, was die Europalette, die nun im Wohnzimmer steht im Laufe der Jahre alles aufgesaugt hat. Ist es nachhaltig, wenn ich Holz vom Sperrmüll noch einmal verwende, es aber mit dem Billigwerkzeug vom Discounter bearbeite, das nur wenige Stunden Lebenszeit haben wird? So billig wie möglich Möbel zu bauen ohne wirkliche Notwendigkeit, nur weil es gerade voll im Trend liegt, ist mir irgendwie suspekt. Mit Palettenmöbeln und Upcycling kann ich irgendwie nicht viel anfangen. Nachhaltig und sparsam bedeutet da für mich eher Möbel zu bauen, an denen ich sehr lange Freude habe. Dass die Fans von Palettenmöbeln diese noch in zehn Jahren in der Wohnung haben wollen glaube ich kaum.

Wie stehen Sie zum Trend des Billig-Holzwerkens? Ist das überhaupt ein Trend oder kommt nur mir das so vor? Ihre Meinung interessiert mich und sicherlich auch andere Leser.

Werkstattkurs - Vitrine

Videos

Werkstatt-Kurs Möbelbau: Vitrine

Dieser erste Band der neuen Reihe Werkstatt-Kurs zeigt, wie Sie ein Korpusmöbel in den verschiedensten Varianten herstellen. Türen, Schubkästen, Kranz, Deckel, Füße - Guido Henn zeigt die riesige Bandbreite an Wahlmöglichkeiten. Beim Bau seiner feinen Vitrine wählt er schließlich eine Variante aus und zeigt die Herstellung in allen Details. Per Video hat Guido Henn den Bau dieser Vitrine für Sie dokumentiert. Rund zwei Stunden Film auf DVD zeigen alle Bauabschnitte und die Maschinen in Aktion. Zusätzlich zum Video enthält das Paket „Werkstatt-Kurs Möbelbau“ auch die sechsteilige Serie aus HolzWerken in Buchform und einen riesigen Bauplan (nahezu DIN A2-Größe) mit allen Zeichnungen auf einen Blick.

Aus dem Inhalt:

  • Teil 1: Korpusbau
  • Teil 2: Korpusbau (Fortsetzung)
  • Teil 3: Türenbau
  • Teil 4: Türenbau (Fortsetzung)
  • Teil 5: Schubkastenbau
  • Teil 6: Fuß, Sockel, Deckel, Kranz und Oberfläche 

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13 Kommentare

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Unbekannter Nutzer

22. Mai 2019

Ja ich träum auch von der neuen Oberfräse von Festool für 600,00 €. Ab was lern ich daraus. Wenig. Habe zum Glück viel Zeit, dass nötige wissen über Strom. So kauf ich mir halt das ein oder andre Schnäppchen bei e....kleinan... Letztens eine Bosch GKF 600 für 40,00 Euro. Die Lager wären runter, die Feineinstellung ausgelutscht, die Stallen nicht mehr zu lesen. Die spannzange klemte. Die Lagerschalle mit neuen Lagern und den Stallen drauf, die Feineinstellschraube und neue Kohle gab es für 31,00 € bei Bosch. Bleibt das vintisch aussehen. Die Spannzange wurde von mir wieder gerichtet. Einiges gelernt, und mehr als die Hälfte gespart. Diese kommt jetzt zu meiner gebrauchten Instandgesetzten Festool Of 900. Lief gar nicht mehr und hatte einen Lagerschaden. 28,00 € Teile von FESTOOL und das Kabel gekürzt. Läuft wie neu. Über 200,00 € gespart. Gute Holzhobel für 5,00 € auf den Flohmarkt erstanden, aufbereitet, schleifen geübt, tun was sie sollen. Auch das aufarbeiten von Werkzeug kann teil eines Hobbys sein. Alles gut euch. Andreas

Unbekannter Nutzer

14. Feb 2017

Wer billig kauft, kauft zweimal, dreimal oder noch öfters. Ich ertappe mich immer wieder dabei. Gerade baue ich mir eine kleine Tischfräse (nach Heiko Rech) und habe mich ertappt das ich einen Ablänganschlag in einen Schienensystem einpasste der 1 Grad Spiel aufweist. Hätte ich das System von I****a gekauft, könnte ich dieses Spiel in der T-Nut durch justieren ausgleichen. Nun ist mein System nicht billiger als die alternative Marke, oder Minderwertiger. Kann dieses Manko durch gezieltes nachjustieren oben am Winkel günstiger einstellen, aber das Spiel in der T-Nut bleibt trotzdem bestehen. Das ärgert mich ein bischen. Dennoch, war das jetzt eine Lehre für mich. Obwohl nicht billig, oder minderwertig gekauft, dennoch zweite Wahl erwischt. Zwar werden jetzt meine Werkstücke dadurch nicht ungenauer im Vergleich zu der alternativen Marke. Weil ich weiß wohin der Anschlag drücken wird, kommt er in Kontackt mit der Fräse. Genau an dem Punkt ist dann der rechte Winkel nun eingestellt. Puhh, nochmal so hingebogen. Aber nachhaltiger Werkzeugkauf sieht für mich anders aus. Die Arbeit soll nicht zufälliger Weise mal hin und wieder gute Ergebnisse liefern, sonder immer zuverlässig arbeiten. Werkzeug und Maschinen können nicht gut genug sein. Weil es soviele andere Unwegsamkeiten gibt, die durch die Holzbearbeitung auftreten können, ist mein Hauptaugenmerk auf die Qualität des Material und das Werkzeug bei der Anschaffung. Zwar kann man durchaus auch mal preisgünstige Werkzeuge erwerben, was fast immer mit Mehrarbeit und Nacharbeit, oder Reparaturarbeit belohnt wurde. Für meine Ansprüche lohnt sich weder billiges Material (Holz und Nebenprodukte) noch billiges Werkzeug. Es muss nicht immer das Null plus Ultra sein was wir auf dem Markt erwerben könnten. Es gibt zum Beispiel preiswerte Nachbauten legendärer Oberfräsen aus den 80er Jahren, nun unter anderen Markennamem zu kaufen. Die zu meinen Umrüstsätzen und Zusatzausstattungen besser passen, als es modernere Oberfräsen sein könnten. Dann muss ich aber damit rechnen das die Einstellungen an den Maschinen länger dauert und mit Mehraufwand verbunden ist. Eine größere Ungenauigkeit bei dem Resultat ist aber nicht akzeptabel für mich. 80er Jahre Technik war immerhin ziemlich zuverlässig. Deswegen sollte nicht der Preis alleine der bestimmende Faktor in der Anschaffung die Hauptrolle spielen, sondern die Funktionalität, Kompatibilität und Ersatzteiversorgung. Beim Holzkauf muss ich schon wissen was ich wofür benötige und welche Schnittware ich erwerben will um ein entsprechendes Resultat zu realisieren. Augen auf beim Holzkauf. Bilige Schnittware mit viel Verschnitt kann günstiger sein, muss es aber nicht. Besser ein zweites mal zum Holzhändler laufen wenn man sich nicht sicher war und nochmal in Ruhe alles mit dem Projekt durchrechnen muss. Es rächt sich, zuwenig passendes Holz eingekauft zu haben.

Unbekannter Nutzer

05. Feb 2017

Meine erste Maschine, die ich mir kaufte, war eine Oberfräße von Festool. Ich habe es nicht bereut. Wenn das Resultat nicht stimmt, liegt es nicht an der Maschine, sondern an mir. Als nächstes kaufte ich mir eine Tauchsäge von Festool. Ich hatte mit den bisherigen Sägen keine so sauberen Schnitte bekommen, wie mit dieser. Ich stehe auf gutes Werkzeug, dann weiß ich, dass ich das Werkstück versaut habe. Im Baumarkt kaufe ich nur Multiplexreste zum Basteln. Für Projekte Kauf ich ausschließlich im Holzhandel mit Holz, dass ich auch für andere Projekte nutzen kann. Edles Holz habe ich mich noch nicht heran getraut.

Unbekannter Nutzer

31. Jan 2017

Heiko, toller Beitrag! Wenn ich so manchen Youtubehelden vor seinem Systainerschrein im Hintergrund posen sehe... da wird mehr Zeit in die Vorstellung neuer Geräte investiert, als in die Nutzung dieser Geräte oder in die eigentliche Fertigung und Vorstellung von Ergebnissen. Wenn ich das schon lese "unboxing video" - ich soll einem zusehen, wie er sich einen gekauften Artikel aus dem Verpackungsmüll puhlt? Wer wendet für sowas Lebenszeit auf? Ich habe mir intensiv in den vergangenen Monaten Deinen Blog nach und nach durchgelesen und finde Deinen Ansatz, wie Du wieder zu Deinem Ursprung zurückgekehrt bist, und weshalb Du keine Schreinereimaschinenparks unterhälst für Deine Kurse, bemerkenswert. Am Ende geben die Leute halt mehr Kohle aus für den Technikkram als für das eigentliche Werkstück. Genau hier liegt auch die Problematik: Es ist einfach und schneller, auf eine neu erworbene Oberfräse stolz zu sein und damit im Video zu posen, als damit ein Ergebnis zu schaffen, worauf man dann stolz sein kann. Das eine kostet nur Geld, das andere Liebe, Zeit und Geduld. Drei Tugenden, die man in den Hobbies immer weniger findet. Hobbies sind nicht mehr eigene Liebhaberei und Freizeitvertreib mit vielleicht nützlichem Ergebnis, sie definieren sich auch immer mehr als Statuszweck selbst. Mancher hat inzwischen mehr Streß, in seinem "Hobby" ausreichend zur Geltung zu kommen, als in seinem Beruf. Aber lasst die Hipster doch einfach alle machen, nach Darwins Law sterben sie halt auch früher an uralten Recheckhobeln, sie bauen sich schöne Betten mit Paletten aus China und inhalieren des Nächtens irgendwelche billigen Holzschutzmittel, mit denen Überseepaletten behandelt werden............ Laissez-faire ;-)

Unbekannter Nutzer

29. Jan 2017

Hallo Heiko, Deinen Ausführungen stimme ich voll und ganz zu, Du beleuchtest hier aktuelle Sicht- und Denkweisen, die ich ebenso etwas kritischer sehe. Mit Themen nach dem Motto "Hauptsache billig" werden eben auch Einsteiger geködert, die noch wenig Ahnung vom aber Interesse am Holzwerken haben. Nach dem Lesen des Beitrags von Klaus Loose vermute ich, dass er Deine Aussage Nachhaltigkeit bei Verwendung von Billigwerkzeug nicht verstanden hat. Denn dieses ist nur auf wenige Lebensstunden ausgelegt, hat aber trotz dem einen hohen Bedarf an Material- und Personal-Ressourcen nötig, Die Verwendung von Werkzeug mit doppelten Ressourceneinsatz und dafür 100facher Lebensdauer ist dann der richtige Blickwinkel für Nachhaltigkeit. Die Transportkosten aus Fernost spielen sicherlich nur eine verschwindende Rolle, die modernen Containerschiffe transportieren unglaubliche 20.000 Container auf einmal, da ist der Anteil an Diesel und Sonstigem sehr gering. Und umgekehrt muss man sich vor Augen halten, welchen großen Markt sich unsere deutsche schwarz-grüne Marke in USA und GB aufgebaut hat. Dieser wird auch mit dem Schiff beliefert. Mein Maschinenpark ist noch nicht vollständig, aber der alte Schreinereimaschinen kaufe ich nicht. Und zwar genau aus den von Dir genannten Gründen. Ich habe in den sauren Apfel gebissen und von meiner Lieblingsmarke (Rot, Oberndorf/Neckar) für viel Geld die große Tischkreissäge mit Tischverbreiterung und Schiebeschlitten gekauft. Da weiß ich aber, was ich bis zum Ende meines Lebens habe. Gebrauchte kaufe ich aber auch, aber nur bestimmte. Mein Hobel ist ein 20 Jahre alter Elektra Beckum HC 260 2,8 DNB mit der dazu passenden Absaugung. Dieser ist sehr zuverlässig und funktioniert super, es gibt noch alle Ersatzteile. Das Thema Holz ist allerdings ungleich schwieriger. Den meisten Anfängern des Holzwerkens ist m. E. nicht klar, dass das teuerste tatsächlich das Holz ist, zumindest wenn etwas Vernünftiges entstehen soll. Und außerdem ist es gar nicht so leicht zu beschaffen, die Baumarkt-Qualität ist meistens nicht verwendbar. Diesen Mind-Set muss man erst mal schaffen, vorher versucht man es halt preiswert / billig. Nur so kann m. E. so ein unsäglicher Upcycling-Trend für Paletten entstehen. Grüße aus Mittelfranken, Axel.

Unbekannter Nutzer

28. Jan 2017

Zum Thema "Probleme mit fabrikneuen Maschinen" finden sich dank InterNetz einige gute Hinweise und Filmchen. zB. hier bei woodgears.ca = K]L&B[sZ49%W-Y07Q (dewalt Tischkreissäge) ... Auch fand ich bei einigen deutschen Holzwerkern (zB. allesohnekabel.com ) gute Hinweise über Schwächen bei Herstellern. So zB. sind bei vielen Bandsägen grad die Führungen und Neigungseinrichtungen des Tisches aus ALU - was Vibrationen und Ungenauigkeiten bei den Winkeleinstellungen verursacht. Die Queranschläge bei den meisten Anbietern kommen aus einer Schmiede, jedoch sind sie selten paßgenau für deren Führungsnut im Maschinentisch .... zu schwache Motorleistungen uvm. Mann muß nur mal genau hinschauen (zB hier https://www.youtube.com/watch?v=eZOz_jSr5rg ). Doch auf jeden Fall herzlichen dank für dieses Forum und Deine Beiträge. Hoffe sie helfen möglichst vielen, genauer beim Kauf auf die versteckten Mängel zu achten ;-)

Unbekannter Nutzer

28. Jan 2017

Hallo Heiko, Dein Beitrag trifft zumindest den Kern der "Holzwerker". Doch gegen Deine Überschrift "ökologisch, sparsam, politisch korrekt" müßte es eigentlich neben meinem Hinweis eine Menge an Schelte hageln ! Was bitte ist ökologisch bei Maschinen, die hier sehr teuer verkauft werden - aber unsere inländischen Arbeitsplätze vernichten, weil in Asien billigst gefertigt ??? Ja auch ich hab mich mal hingesetzt und geschaut, was so ein SUPERFRACHTER an Tonnen von SchwerÖl und Diesel benötigt um in 6 Wochen von China in HH anzukommen. Ökologisch ??? Wär nicht ökologisch hier in Deutschland wieder zu produzieren ? Was bitte ist politisch korrekt ? Wegwerfgesellschaft an Material und Arbeitnehmern ? Also alles was irgendwie "zu alt" aussieht wegwerfen ? Wie alt bist Du ? (freche Frage, sei erlaubt). Politisch korrekt ist auch, daß unsere Großkonzene in Afrika den Wohlstandsmüll in Land und Meer abladen ... ! Und als "alter Holzwurm" mit begrenztem Kapital muß ich auch sehen, was mir das Hobby erlaubt. Sicher, das Thema 'Palette' ist nur ein überflüssiger Trend =in den 60ern sagten wir Apfelsinenkistenmöbel dazu=. Beim Thema Sicherheit erlaub ich mir, auf viele Mißverständnisse hinzuweisen. Eine Schraube in einer alten ProfiMaschine wird meist besser halten, als in vielen heutigen ALU-NEU-Konstruktionen ! Oder nimm die gestanzten Bleche der "zu preiswerten" aber modernen Maschinen. Schon mal geschaut, ob die VOR dem Verzinken entgratet werden ? Muß halt der Hobbyist geeignete Arbeitshandschuhe tragen, sich nicht zu verletzen ?! Abschließend erneut die Frage, was bringen 'Grüne' oder 'Blaue' Maschinen, 'Violette' oder 'Goldene' Winkel, Hobel und Anreißhilfen ? Außer viel Geld hinzublättern kann ich auch mit den guten alten Winkeln, Schmiegen, Hobeln usw. sogar aus Vollholz aus ner SchreinereiAuflösung arbeiten ! ...und kostet meist nur einen Bruchteil. Mein erster Hobel wr der Doppelhobel meines Großvaters. Der ist aus Deutscher Weißbuche und lebt heute noch mit scharfem Eisen ;-) ...Übrigens, Meine alte Absaugung brauchte nur 2 neue Lager, und ist saugstark, und leiser als die an den Händler zurückgegebene "Heulboje". Was nützen da für 'Fernostschrott' 2 Jahre Garantie ? Meine gebraucht gekaufte ElektraBeckum 320er Hobelmaschine brauchte nur eine Entrostung und nen Satz neuer Messer. Die Bremse funktioniert noch immer <10sec. !!! Ich möchte mich auf jeden Fall für Deinen Beitrag bedanken ! Erlaubt er doch grad durch die vielen Antworten hier die kritische Sicht auf Verkaufsversprechen kontra Hobby-Bedarf ! Und - wer sich unsicher ist, sollte mal einfache Kurse besuchen ;-) - besonders ohne Werbeschmuse- !

Unbekannter Nutzer

27. Jan 2017

Hallo Heiko, ich gehöre zu den Hobby-Schreinern, deren Werkzeugausstattung sicher besser ist als ihr handwerkliches Können. Ich habe einen Haufen Festools und jedesmal, wenn ich z.B. meine mittlerweile 20 Jahre alte Tauchsäge einschalte oder den kleinen, schon viel geschundenen Rutscher benutze, erfreue ich mich dran. Die Dinger sind einfach geil! Ein Freund von mir hat einen Porsche und freut sich am Brüllen des Motors und Vibrieren des Schaltknüppels, ich freue mich halt an meinen Festools. Ich hatte mal eine Kappsäge von Metabo gekauft. Jedes Mal beim Einschalten tat es einen Schlag, das Getriebe klang wie das von einer 80 Jahre alten Trambahn, nach jeweils 2 Tagen ging der Laser kaputt, wenn man eine Gehrung schneiden wollte, stimmte keine Skala mehr. Das dritte Umtauschgerät habe ich dann beim Baumarkt gelassen und mir das Geld wieder auszahlen lassen. Das macht halt keinen Spaß. Manchmal hat man mit billigen Geräten Glück: so habe ich z.B. eine Standbohrmaschine aus polnischer Fertigung, die nur so um die 100€ gekostet hat und wunderbar funktioniert sowie einen mittlerweile auch 20 Jahre alten Kompressor, der nur 380€ gekostet hat und auch schon viel leisten musste. Aber das sind meiner Erfahrung nach doch eher Glückstreffer. Meistens bereut man es... Man kann sein Geld für viele Dinge ausgeben: teure Autos, Mode, Reisen, Weine oder eben für schönes Werkzeug, bei dem einem das Herz aufgeht, wenn man es benutzt. Ich finde da nichts schlechtes dabei, wenn man es sich leisten kann und Spaß dabei hat. Wenn man mit einfachen Werkzeugen auch was tolles baut - Hut ab! Und mit meinem schreinerischen Können wird das bestimmt auch noch besser, denn ich gucke pausenlos die Holzwerken Videos. Die nächsten Projekte sind schon in der Pipeline!! Viele Grüße aus Frankreich, Manfred Gahr

Unbekannter Nutzer

26. Jan 2017

Hallo, sicherlich ein interessantes Thema! Ich habe festgestellt, das gelernte Handwerker nur auf Profi-Werkzeug und Material " schwören" und den Heimwerker aus dem Baumarkt eher belächeln. In meinen Augen ist es eine Frage des persönlichen Budgets. Ich hätte auch gerne die Werkzeug der grünen Marke und sicherlich gehen Arbeitsschritte etc einfacher / schneller / bequemer mit Profigeräten, aber wenn ich sie mir nicht leisten kann geht es nun eben nicht! (z.B. Stichsäge Festool 600,00Euro vs Stichsäge Bosch 160,00 Euro) Ich stelle mir immer die Frage wofür und WIE OFT brauche ich das Werkzeug und dann entscheide ich ob es das Budget hergibt oder ob ich eben spare..und warte. Was das Ergebnis angeht kann man sowohl mit Baumarktware als auch mit Profiware gute und schlechte Ergebnisse erzielen. Gerade für den Anfänger ist das Tun an sich entscheidend, denn nur mit einer gewissen Erfahrung lässt sich das überhaupt beurteilen und dann wachsen auch die Ansprüche an sich selber und die Projekte. Warum muss ein Schreiner 7 Tischler in der Ausbildung z.B. eine Schwalbenwanzverbindung von Hand sägen / herstellen, wenn er nachher nur die CNC programmieren muss? Leider ist es wohl auch ein Trend unserer heutigen Gesellschaft zu meinen, das nur etwas zählt, wenn man von allem nur das Teuerste und (vermeintlich) das Beste hat. Genauso wie der Anspruch das Alles für Jeden jederzeit und immer verfügbar (finanzierbar) sei. Fazit: Erst überlegen was genau und wofür und dann tut´s ( wie meist im Leben) das gesunde Mittelmaß

Unbekannter Nutzer

24. Jan 2017

Hallo, ich stimme Andreas Hollesen zu, wenn er das "Problem" beim Werkzeug-Gebrauchtkauf der Frage zuordnet, ob man seinem "neuen Hobby" wirklich nachhaltig nachgehen möchte. Werkzeugkauf: Ich denke, dass man etwas Erfahrung benötigt um zu wissen, was einem liegt, was man wirklich benötigt. Da können Kurse, Freunde etc. helfen. Foren helfen m.E. höchstens zur Eingrenzung - auch da nur bedingt. Manche Käufe, die ich heute nicht mehr so tätigen würde zählen zum Lehrgeld. Ich möchte auch nicht in der obersten Preisliga anfangen. Manches davon, sofern funktionstüchtig, kann man noch immer guten Gewissens weiter verkaufen. Meine guten Erfahrungen: Magnum 1688D, Incra Bandsäge. Hobel: Da stimme ich voll zu. Meine ersten Metallhobel haben viel Arbeit verschlungen. Tun jetzt aber ganz gut. Bin jetzt in die mittlere Liga "aufgestiegen" und kann den Unterschied inzwischen beim Arbeiten einschätzen. Holzhobel habe ich auch eine ganze Reihe und bin damit durchaus zufrieden. Hier gibt es auch Grützen - ich kann den Unterschied von Außen kaum festmachen. Beim Hobeln dauert es aber keine Minute, bis ich das weiß. Material: Ich versuche so zu arbeiten, dass ich mehr in Holz als in Maschinen investiere. Da ich (nach ca. 2 Jahren) noch in der Anfangsphase bin, hat das noch nicht so gut geklappt. Ich liebe Nußbaum/Ahorn, auch Kirsche. Das letzte Projekt war Yellow Poplar. Ist wirklich SUPER zu bearbeiten! Glücklicherweise habe ich einen Großhandel in der Stadt, die auch an Privat verkaufen. Schrauben: kein Baumarkt Zeugs. So viele benötige ich auch gar nicht. Bin sowieso sehr wenig im Baumarkt. Und so hält man auch die Wirtschaft in Trab :-) Reinhard

Unbekannter Nutzer

24. Jan 2017

Hallo Heiko, na gut, dann habe ich eben 2 Euro gespendet. Gern geschehen. ;) Interessant finde ich aber auch die anderen Meinungen. Ich denke oft bei solchen Kommentaren, dass ich das "Problem" habe, vorbelastet zu sein. Durch meine Ausbildung und danach kenne ich natürlich "Profi"maschinen. sowohl Stationär-, als auch als Handmaschinen. Bei Handwerkzeugen sieht es ähnlich aus. Ebenso bei Arbeitsweise und "Standard". Seitdem ich aber meinen erlernten Beruf zum Hobby gemacht habe, sehe ich teilweise auch einige Dinge nicht mehr so eng. Allerdings habe ich natürlich auch "meinen Standard", den ich halten möchte. Trotzdem kommt bei mir aber auch immer wieder die Einsicht, dass es eben auch anders geht. So denke ich habe ich eine gesunde Mischung zwischen Muss und Kann in Bezug auf Werkzeug, Maschinen und Material zumindest für mich gefunden. Daher mag mein Blick auf dieses Thema eben etwas verfärbt sein. Ich bin und sehe mich als Tischler, auch wenn ich diesen Beruf zum Hobby gemacht habe. Jemand, er komplett neu in dieses Hobby kommt oder ohne Vorbelastung dieses Hobby betreibt, hat sicherlich ganz andere Schwerpunkte und Ansichten. Geht also mit seiner Einstellung und Meinung, nicht aber unbedingt Können ganz anders an dieses Thema ran. Ich kenne zB. Leute, die sammeln das komplette Angebot des schwarz grünen Herstellers. Meinen wie wunderbar professionel sie sind und können nicht einmal einen Nagel gerade in die Wand klopfen. Andere schaffen es mit einfachsten Mitteln Dinge zu erschaffen, wo ich teilweise selber den Hut vor ziehe, weil ich deren Ausstattung kenne. Wenn also Jemand für sich seine gesunde, ich nenne es mal "hölzerne" Mittellinie gefunden hat, Hut ab. Vorallem, wenn er unbedarf seinem Hobby nachgehen darf. So. Wieder mal viel zu viel geschrieben. Sollte eigentlich nur ein einfaches Danke werden und sind doch wieder min. 75 Cent geworden ;) Mit Bestem Gruß Peter

Unbekannter Nutzer

24. Jan 2017

Hallo Heiko, ich glaube kein Heimwerker kann Möbel auf dem Qualitätsniveau von IKEA (oder anderen Industriemöbeln) für weniger Geld herstellen als diese dort kosten. Das liegt einfach an unserer Industrialisierten, automatisierten Welt. Man kann für weniger Geld Möbel bauen (zum Beispiel aus Paletten), die unterhalb dieses Qualitätsniveau liegen. Das mag sinnvoll sein, wenn sehr wenig Geld vorhanden ist. Kann sogar auch Spaß machen und Selbstbestätigung geben und erfüllt damit den m. M. n. wichtigsten Aspekt eines Hobbys. Holzwerken im Sinne vom traditionellen oder auch fortschrittlichen Tischlerhandwerk würde ich das aber nicht nennen. Es ist einfach ein anderes Hobby, dessen Produkte nur annähernd, vom Gebrauchswert etwas mit dem zu tun hat, was für mich Holzwerken bedeutet. Ob ein Heimwerker mit ausgedienten Schreinereimaschinen gut beraten ist weiß ich nicht, diese Maschinen wurden eigentlich für den professionellen, produktiven Einsatz konzipiert. Das deckt sich nur zum Teil mit den Anforderungen im Hobbybereich. Im Hinblick auf die genannten Nachteile finde ich die angebotenen alten Gussmaschinen als überteuert. Das Herrichten von (Metall-) Hobeln ist ebenfalls ein anders Hobby. Kann man machen, muss man aber nicht, wenn man eigentlich Holzwerken will. Das Problem vieler angehender Holzwerker ist sicherlich, dass man sich scheut viel Geld für Werkzeug auszugeben, obwohl man noch gar nicht weiß ob einem das neue Hobby auf Dauer Spaß macht. Nur mit billigem Werkzeug hat keiner lange Spaß. Aber auch mit teurem stellt sich der Spaß nicht automatisch ein. Manch einer stellt vielleicht fest, dass er doch nicht so begabt für manuelle Tätigkeiten ist. Anderen gehen schnell die kreativen Ideen aus. Nur Bauvorschläge nachbauen kann schnell Langweilig werden. Oder man überfordert sich mit zu komplexen Projekten und ist schnell frustriert. Das kann ganz schnell ärgerlich werden. Da hat man jetzt Werkzeuge und Maschinen im Wert eines Kleinwagens und keine Lust mehr es zu benutzen. Beim Thema Material wird es schwierig. Leider ist es häufig nicht einfach an gutes Holz in Hobby gerechter Menge zu kommen. Welcher Holzhändler verkauft Yellow Poplar in der Menge für z.B. ein Schlüsselschränkchen. Bei meinem muss ich es Bestellen und aus der Mindestabnahmemenge kann man fast einen Kleiderschrank bauen. Die abschießende Frage beantworte ich so: Billig-Holzwerken ist für mich kein Thema, aber meine Ausgaben halte ich im Bereich eines „normalen“ Hobbys. Also bei mir etwa 200 € pro Monat. Viele Grüße Andreas Hollesen

Unbekannter Nutzer

24. Jan 2017

Hallo Heiko, ich sehe das ähnlich wie Du. Es widerstrebt mir auch aus alten Paletten "Möbel" zu bauen. Das fängt schon damit an, dass Paletten grundsätzlich genagelt sind. Diese Nägel bekommt man nur sehr schwer wieder raus. Das müssen die aber teilweise, da man sich sonst Sägeblätter oder Fräser etc ruiniert. Beruflich habe ich zZt. als Berufkraftfahrer sehr viel mit Paletten zu tun. Und was da manchmal alles drauf steht, ist echt oft nicht ohne (Stichwort ADR, sprich Gefahrgut, wie Säuren, Laugen oder andere ätzende, giftige etc Güter)!! Bei selbst gebastelten Maschinen, wie man das oft im Netz sieht, sträuben sich mir die Haare. Sicherlich habe ich auch die eine oder andere Hilfsvorrichtung und Schablone selber gemacht. Aber ich käme nie auf die Idee eine komplette Tisch oder gar eine "Format"kreissäge aus Holz oder Holzwerkstoffen zu bauen. Auch so mancher Umbau von Maschinen ist alles andere als sicher!!! So habe ich letztens zB. bei Youtube ein Video gesehen, in der die obere Messerabdeckung eines billigen Abrich-Dickenhobels entfernt wurde, weil die ja stört, wenn man ein Holzbrett hobeln möchte. Für mich verwende ich auch nicht das teuerste Material. Ein gutes Mittelmaß ist ok. ZZt. habe ich einige Möbel aus Leimholzplatten gebaut. Hierzu habe ich FI/Ta -Leimholz genommen. Das wurde dann geflämmt, anschliessend gut gebürstet und mit Leinöl überzogen. Ergibt auch einen recht guten "Gebrauchtlook". Alternativ habe ich auch schon Erfahrungen damit gemacht, Holz zu bürsten, mit einer dünnflüssigen, dunklen (schwarz) Lasur dünn gestrichen und bereits beim Auftrag mit dem Pinsel sehr gut jeden Überschuß weg zu nehmen.Stellenweise ist die Lasur vom Pinsel wieder fast weggewischt worden. Was bei mir als gelernter Tischler, der zZt. nur hobbymäßig seinen erlernten Beruf nachgeht, überhaupt nicht geht, ist es fachlich nicht korrekt zu arbeiten. Die Verarbeitung des Materials an sich und das zusammenfügen der einzelnen Teile muss einfach korrekt sein. Sprich, ich "schustere" nicht einfach ein paar Kisten zusammen und gut ist. Es müssen nicht die teuersten Maschinen und Werkzeuge sein, solange ich damit gut arbeiten kann. Ich habe zB. auch einige (Holz)Handhobel, die ich gebraucht gekauft habe. Die habe ich mir nach meinem Maßstäben aufgearbeitet. Sparsamkeit darf man aber nicht mit Geiz verwechseln. Und wenn ich eine neue Anschaffung geplant habe, und habe dafür im Moment nichts auf der hohen Kante, muss ich eben warten und darauf sparen. Das habe ich bereits in der Lehre so gemacht. Aber ich habe auch Werkzeuge aus dem Discounter. Schraubendreher zB. . Die sind nach über 3 oder 4 Jahren immer noch ok. Ich spreche hier nicht von Ramschware. Ich denke, es bringt einfach die Erfahrung, die wir im Berufsleben als Handwerken haben, dass wir ein "Gefühl" für die Einschätzung oder Beurteilung über die entsprechnde Qualität eines Werkzeuges oder Maschine haben. Diese Erfahrung kann ein Schüler oder ein "Nichthandwerker" nicht haben. Wenn ich günstig kaufe, kaufe ich idR. "Preiswert", nicht unbedingt billig. Und unter Preiswert verstehe ich, dass eine Sache Ihren Preis wert ist, wenn sie eine gewisse (gute) Qualität hat. Ökologisch und Nachhaltig fängt also auch bei mir damit an, dass ich mir nicht jedes mal neues Werkzeug kaufen muss, weil ich einfach nur ramschware ergattert habe, sondern hier schon auf eine gewissen Qualität achte. Weiter geht es mit dem zu verarbeitenden Material. vernünftiges Material, das weißt du selber ist das A und O eines guten Möbelstück. Es bringt nichts, wenn ich ein zu astiges Brett habe, an dem ich alle 10 cm einen Ast ausbohren oder herausschneiden muss. Ich will ja keinen schweizer Käse bauen. Zudem muss die Verabeitung stimmen. Nur so kann man etwas bauen, das länger als einen Monat oder ein Jahr hält. Wenn sich jemand neu einrichten möchte ist das sicherlich seine Sache. Aber ich habe für mich den Anspruch und den Ansporn, dass dies nicht darum geschieht, weil "meine" Möbel auseinanderfallen. Die müssen auch mal an die "nächste Generation" weitergegeben werden können. Und das geht nun mal nicht billig oder schnell. Wer billig und schnell will, der soll bitteschön in den nächsten Möbelbilligdiscounter gehen, da nen 5 oder 10 Euro Tisch kaufen und noch mal 5 Euro für farbe und Pinsel hinblätter und selberstreichen, wenn Ihm die Farbe nicht gefällt.Ich empfehle dazu noch ein oder zwei Winkel, schrauben und die passenden Dübel, damit das Teil nicht zusammenbricht. Ob das aber ökonomisch ist, naja. Ansichtsache??? In diesem Sinne meine 5 Cent dazu Mit bestem Gruß Peter

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