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15. Feb 2016 // Tischlern

Halten Sie die Beine still

Beim Verleimen von Möbeln können die unmöglichsten Dinge passieren: Zu viel Leim, eine Leimstelle vergessen, Bauteile vertauscht und so weiter. Mit dem nötigen Pressdruck ist es dann ähnlich. Falsch angesetzte Zwingen können mit ihrer brutalen Kraft vor allem kleine Konstruktionen aus dem richtigen Winkel drücken.

Beistelltisch verleimen

Illustration: Willi Brokbals

Doch das war nicht das Problem bei dem Beistelltischchen, das wir neulich in der Werkstatt hatten: Vier grazile Beine reichen von der Zarge rund 90 Zentimeter weit nach unten. Beim trockenen Zusammenstecken und Verzwingen zeigte sich das Problem zum Glück frühzeitig: Eine Brüstung der Schlitz- und Zapfenverbindung verlief um einen halben Millimeter. Der Fehler steigerte sich über die Länge des Beins – es stand sichtbar schief. Was tun?
Statt aufwändig alle Zapfenteile nachzufräsen, half ein "Bodenbrett": Zeichnen Sie sich dazu auf eine stabile Platte genau die Positionen der Beine auf dem Erdboden an und schrauben Sie hier Klötze auf. Beim Verleimen und Pressen können die dünnen Bein-Stäbe dann nicht mehr aus der Richtung gedrückt werden. Aushärten lassen, und fertig. Das klappt wunderbar. Und der halbe Millimeter "offener" Brüstung konnte am fertigen Stück leicht kaschiert werden.

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