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10. Jun 2013 // Sonstiges

Glas schneiden ist keine Wissenschaft

Sie schneiden Holz, sie schneiden mitunter Stahl oder Alu oder Messing, sie schneiden ab und an sogar Leder – aber Glas? Viele Handwerker bringen die unterschiedlichsten Materialien in perfekte Formen, stehen bei Glas aber wie der Ochs‘ vorm Berge. Es ist vorgekommen, dass sich gestandene Profi s bei diesem Material – und das war ernst gemeint – fragten, wie fein ein Sägeblatt wohl bezahnt sein muss, damit es Glas schneiden kann.

Glas schneiden ist keine Wissenschaft. Bild: Heiko Stumpe

Kleines Werkzeug, große Wirkung: Der Glasschneider macht einen Ritz, der sich quer durchs Glas fortsetzt, bis es bricht.

Um es kurz zu machen: gar nicht. Glas wird nicht gesägt, sondern mit einem Glasschneider eingeritzt. Das ist nichts anderes als ein sehr hartes Metallrädchen mit einem Griff. Der Ritz wird schließlich durch geschicktes Brechen des Glases vertieft – und fertig sind die beiden Hälften. Um normales, einscheibiges Fensterglas (zum Beispiel für eine Glasfüllung) auf Maß zu schneiden, legen Sie die Platte auf einen ebenen und sauberen Untergrund. Teppich ist perfekt. Ein Lackstift zeichnet den gewünschten Schnitt an. Weil der Glasschneider mit etwa zwei Millimetern Versatz schneidet, eine gerade Holzleiste entsprechend neben dem Stich fixieren. Bei dickem Glas wird nun Petroleum als Gleitmittel auf das Glas aufgetragen. Jetzt führen Sie den Glasschneider etwa im 80°-Winkel möglichst in einem Zug über das Glas. Dabei kräftig nach unten drücken. Nach dem Schnitt legen Sie die Leiste genau unter die Schnittkante. Jetzt sollte, bei einem leichten Abwärtsdruck, das Glas sauber brechen. Am Anfang ist es eine gute Idee, beim Umgang mit Glas schnittfeste Handschuhe zu tragen. Wichtig ist obendrein, sofort das richtige Maß zu treffen. Später als Korrektur nur ein, zwei Millimeter sauber abzutrennen, ist von Hand praktisch unmöglich. Sie werden sehen: Das Schneiden von Glas ist alles andere als geheimnisvoll und macht richtig Spaß!

Werkstattkurs - Vitrine

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Werkstatt-Kurs Möbelbau: Vitrine

Dieser erste Band der neuen Reihe Werkstatt-Kurs zeigt, wie Sie ein Korpusmöbel in den verschiedensten Varianten herstellen. Türen, Schubkästen, Kranz, Deckel, Füße - Guido Henn zeigt die riesige Bandbreite an Wahlmöglichkeiten. Beim Bau seiner feinen Vitrine wählt er schließlich eine Variante aus und zeigt die Herstellung in allen Details. Per Video hat Guido Henn den Bau dieser Vitrine für Sie dokumentiert. Rund zwei Stunden Film auf DVD zeigen alle Bauabschnitte und die Maschinen in Aktion. Zusätzlich zum Video enthält das Paket „Werkstatt-Kurs Möbelbau“ auch die sechsteilige Serie aus HolzWerken in Buchform und einen riesigen Bauplan (nahezu DIN A2-Größe) mit allen Zeichnungen auf einen Blick.

Aus dem Inhalt:

  • Teil 1: Korpusbau
  • Teil 2: Korpusbau (Fortsetzung)
  • Teil 3: Türenbau
  • Teil 4: Türenbau (Fortsetzung)
  • Teil 5: Schubkastenbau
  • Teil 6: Fuß, Sockel, Deckel, Kranz und Oberfläche 

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17. Sep 2017

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