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21. Apr 2015 // Heiko-Rech

Ein Bilderrahmen mit Ebenholz - Teil 1

Heute starte ich eine mehrteilige Artikelserie über den Bau eines relativ aufwendigen Bilderrahmens. Es ist das erste Bauprojekt auf meinem Blog hier und ich bin schon sehr gespannt, was Sie von dieser Art von Blogbeiträgen halten. Und auch wenn Sie nun kein besonders großes Interesse daran haben zu sehen, wie ein Bilderrahmen gebaut wird, so können Sie doch bestimmt den einen oder anderen Tipp gebrauchen, den ich Ihnen im Verlauf der kommenden Teile geben werde.

Der fertige Bilderrahmenentwurf

So soll der Rahmen einmal aussehen

Nun aber zum Bilderrahmen selbst. Der Rahmen soll ein Puzzle aufnehmen, das die Abmessungen 980mm x 380mm hat. Er soll im Wohnzimmer über dem Sofa hängen. Die vorhandenen Möbel sind in rotem Holz gehalten (Meranti) und der Rahmen soll natürlich dazu passen. Ich habe noch einige sehr schöne Stücke Bubinga, ein paar Ebenholzreste sind auch noch da, sowie einige kleine Knöpfe, auch aus Ebenholz. Aus diesen vorhandenen Materialien soll der Rahmen entstehen.

Vor dem Bau steht aber erst einmal die Planung. Das mache ich am PC, mit dem Programm SketchUp. Im Prinzip kann man das natürlich auch auf einer großen Holzplatte machen. Der Weg zur passenden Gestaltung ist Nebensache, das Ziel ist wichtig. Ich habe den Entwurf in mehreren Schritten gemacht.

Der erste Schritt geht von dem Maßen des Bildes aus. Darauf aufbauend zeichnete ich die Rahmen mit einer Breite von 80mm.

Der erste Schritt beim Entwurf- die Grundmaße werden festgelegt

Der erste Schritt beim Entwurf- die Grundmaße werden festgelegt

Einen Überstand von 40mm habe ich zunächst an allen Enden der Rahmenteile eingeplant. Besser hat mir allerdings gefallen, wenn nur die beiden Querteile des Rahmens überstehen.

Der Entwurf nimmt Formen an

Der Entwurf nimmt Formen an

Mit ein paar Anlehnungen an den Arts and Crafts- Stil, den ich sehr mag entstand am Ende dieser Entwurf. Die dunklen Applikationen sind dünne Ebenholzstreifen und die bereits erwähnten Knöpfe.

Der fertige Entwurf des Bilderrahmens

Der fertige Entwurf des Bilderrahmens

Die Oberfräse wird beim Bau oft zum Einsatz kommen. Zum Beispiel bei den Eckverbindungen, den Verzierungen, den eingelegten Ebenholzstreifen und an einigen Stellen mehr.

Bevor es so weit ist, muss aber noch das Holz vorbereitet werden. Ich habe das Glück, dass ich bereits vorgehobeltes Holz von einigen anderen Möbelprojekten übrig habe. Ich muss es nur noch zuschneiden und auf die passenden Maße aushobeln. Die Materialstärke beträgt am Ende 25mm.

Die Materialliste für den Rahmen sieht nun wie folgt aus:

Rahmen aufrecht:               545 x 80 x 25mm Material: Bubinga

Rahmen quer:                     1225 x 80 x 25mm Material: Bubinga

Zierleiste lang:                     450 x 6 x 8 mm Material: Ebenholz

Zierleiste kurz:                     170 x 6 x 8 mm Material: Ebenholz

8 Stück Ebenholzknöpfe (sog. Endknöpfe aus dem Geigenbau)

Die Schritte bei der Vorbereitung des Materials sahen in meinem Fall wie folgt aus:

Ablängen des vorhandenen Holzes

Ablängen des vorhandenen Holzes

Auftrennen auf eine Breite von 85mm

Auftrennen auf eine Breite von 85mm

Abrichten einer Kante ...

Abrichten einer Kante ...

... der Winkel stimmtnoch nicht ganz

... der Winkel stimmt noch nicht ganz.

Genaues Aushobeln der Rahmenteile

Genaues Aushobeln der Rahmenteile

Das Material ist vorbereitet, es kann mit den Verbindungen losgehen.

Das Material ist vorbereitet, es kann mit den Verbindungen losgehen.

In den nächsten Folgen dieser Serie geht es dann ans Eingemachte. Ich werde das Fräsen der Eckverbindungen zeigen, das Einsetzen der Zierleisten und Knöpfe, den Zusammenbau, das Einlassen der Rückwand und natürlich auch die Oberflächenbehandlung des Rahmens.

Am Ende des ersten Teils würde ich Sie noch gerne um Ihre Meinung bitten: Soll ich hier auf dem Blog öfter kleine Projekte zeigen? Wenn ja, eher einfache Dinge, oder darf es etwas schwieriger sein? Bauen Sie solche Projekte gerne ganz genau nach oder holen Sie sich lieber nur Anregungen bei solchen Dokumentationen? Nutzen Sie doch einfach die Kommentarfunktion um mir Ihre Meinung dazu mit zu teilen. Die Kommentarfunktion können sie auch Nutzen um Fragen zu diesem Projekt zu stellen.

Links:

Teil 1 - Planug und Zuschnitt

Teil 2 - Eckverbindungen

Teil 3 - Verzierungen aus Ebenholz

Teil 4 - Fertigstellung

Werkstattkurs - Vitrine

Videos

Werkstatt-Kurs Möbelbau: Vitrine

Dieser erste Band der neuen Reihe Werkstatt-Kurs zeigt, wie Sie ein Korpusmöbel in den verschiedensten Varianten herstellen. Türen, Schubkästen, Kranz, Deckel, Füße - Guido Henn zeigt die riesige Bandbreite an Wahlmöglichkeiten. Beim Bau seiner feinen Vitrine wählt er schließlich eine Variante aus und zeigt die Herstellung in allen Details. Per Video hat Guido Henn den Bau dieser Vitrine für Sie dokumentiert. Rund zwei Stunden Film auf DVD zeigen alle Bauabschnitte und die Maschinen in Aktion. Zusätzlich zum Video enthält das Paket „Werkstatt-Kurs Möbelbau“ auch die sechsteilige Serie aus HolzWerken in Buchform und einen riesigen Bauplan (nahezu DIN A2-Größe) mit allen Zeichnungen auf einen Blick.

Aus dem Inhalt:

  • Teil 1: Korpusbau
  • Teil 2: Korpusbau (Fortsetzung)
  • Teil 3: Türenbau
  • Teil 4: Türenbau (Fortsetzung)
  • Teil 5: Schubkastenbau
  • Teil 6: Fuß, Sockel, Deckel, Kranz und Oberfläche 

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5 Kommentare

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Unbekannter Nutzer

09. Mai 2015

Hallo Heiko, veilen Dank für die Antwort, ich habe mich aber, glaube ich, nicht genau genug ausgedrückt. Ich wollte eigentlich wissen, warum man die Rahmenteile nicht gleich auf der Tischkreissäge auf die richtige Breite und Länge zuschneidet und sich das Hobeln erspart. Hat das mit der Winkelgenauigkeit oder Oberfläche zu tun? Ich frage auch deshalb, da ich (noch) keinen Dickenhobel habe. Vielen Dank, Werner

Unbekannter Nutzer

05. Mai 2015

Hallo Heiko, ich hätte eine Frage zum Zuschneiden der Einzelteile. Du schneidest die Teile mit Überlänge zu und hobelst sie dann zum genauen Maß. Warum schneidet man die Einzelteile nicht gleich auf die richtige Länge? Vielen Dank im Voraus Werner

Unbekannter Nutzer

02. Mai 2015

Hallo Heiko, ich finde kleine Projekte auch interessant. Viel lernen kann man wenn du einzelne Aspekte (so wie hier) hervorhebst. ich würde gerne etwas zu dem Bild fragen auf dem du zu sehen bist wie du das Holz auf der Tischkreissäge längs auftrennst. Wann arbeitest du mit einem zurückgezogenen Parallelanschlag und wann (wie auf dem Bild) mit einem durchgehenden? Gruß Felix

Unbekannter Nutzer

26. Apr 2015

Hallo Heiko, ich bin auch immer sehr interessiert an kleinen (und auch größeren) Projekten von dir und wenn dann auch nicht zu ausgefallene Werkzeuge verwendet werden, ist es für mich als kleinen "Hobbyholzwerker" umso besser. Am Einfachsten ist es natürlich wenn ich die Projekte genau nachbauen kann, du hast ja da immer super Ideen und Tricks auf Lager. Die eine oder andere Änderung einzubauen oder die Maße ein wenig zu ändern, ist ja dann kein Problem. Vielen Dank wie immer für deine Mühen! Schöne Grüße Werner

ThG

21. Apr 2015

Hallo Heiko, kleine Projekte find ich immer gut egal ab man sie 1:1 kopiert oder sich nur einzelne Schritte zu nutzen macht. Weiter so. Thomas Götz

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