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13. Mrz 2017 // Drechseln

Drechseln mit dem Bohrfutter: mit Sicherung kein Problem

Bei reinen Bohrarbeiten auf der Drechselbank wird das Futter in die MK2-Aufnahme in Spindel- oder Reitstock eingesetzt und fertig. Eine zusätzliche Sicherung des Futters ist nicht notwendig, da die Belastung auf das Futter axial wirkt – losrütteln ausgeschlossen.

Fotos: Martin Adomat

Wird aber mit dem Bohrfutter auf der Spindel eine Polierbürste oder Schleifscheibe betrieben, ist der MK2-Konus einer seitlichen Belastung ausgesetzt und kann sich so lösen. Das kann gefährlich werden! Noch deutlicher wird das Problem, wenn das Bohrfutter als praktisches Mini-Spannfutter für Drechselarbeiten dient.
Deshalb muss bei solchen Arbeiten der das Bohrfutter tragende Konus mittels einer Gewindestange durch die Hohlspindel der Drehbankspindel hindurch gesichert werden. Dazu muss der verwendete MK2-Konus hinten ein so genanntes Anzugsgewinde haben, bei MK2 ist dieses ein M10-Innenge-winde. Bei der Produktsuche sind also die drei Eigenschaften "MK2", "Anzugsgewinde" und "B16" wichtig. B16 ist der Aufnahmekonus für die allermeisten gängigen Bohrfutter.
Die Gewindestange wird im Konus eingeschraubt, durch die Hohlspindel geführt und am Handrad mittels einer Sternschraube angezogen. So wird der Konus in die Spindel gedrückt und kann sich durch die am angeschraubten Bohrfutter auftretenden Querkräfte nicht mehr lösen.
Die Gewindestange sollte aus Sicherheitsgründen nicht unnötig lang aus der Spindel herausschauen – also längen Sie diese am besten passend ab und setzen eine Sterngriffschraube auf.
Sollte Ihre Reitstockspindel nicht die nötige Bohrung von mindestens 10,5 Millimetern aufweisen, ist eine Reduzierung des Gewindes von M10 auf M6 durch eine Gewindebuchse möglich.

HolzWerken Ausgabe 96

Einzelheft Zeitschrift

HolzWerken 96 November/Dezember 2021

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