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20. Mai 2013 // Tischlern

Clevere Abrichtmethode spart viel Schweiß

Dickenhobelmaschinen sind in vielen Werkstätten vertreten, Abrichthobelmaschinen hingegen längst nicht. Das stellt viele Holzwerker vor die Frage, wie sie sägeraues, geworfenes Holz ohne Abrichte beidseitig gerade bekommen. Die Antwort besteht in einem Stück Handarbeit mit der Raubank – aber längst nicht so viel, wie Sie jetzt vielleicht denken.

Clevere Abrichtmethode spart viel Schweiß. Illustration: Willi Brokbals

Längst nicht so schweißtreibend wie gedacht: Es genügt, die Außenbereiche einer Bohle plan mit der Raubank abzurichten, bevor maschinell auf Dicke gehobelt wird.

Bei unserer Methode ist es nicht nötig, eine komplette Seite der Bohle schweißtreibend von Hand abzurichten. Es genügt, wenn Sie sich der Außenkanten der Fläche annehmen. Und so gehen Sie vor: Begutachten Sie Ihr Holzstück genau. Spannen Sie es so auf die Hobelbank, dass die hohle Seite nach oben weist. Weil die runde Seite jetzt unten liegt, kann das Stück kippeln, obwohl es zwischen den Bankhaken fixiert ist. Hier helfen locker eingesteckte Keile weiter. Versuchen Sie so, das Brett waagerecht auszurichten. Peilen Sie jetzt über die Bohle und markieren Sie die höchsten Bereiche, die bei der hohlen Seite ja an den Kanten liegen. Hier setzt nun die gut geschärfte Raubank an. Glätten Sie nur die Außenbereiche (auch an den Enden) und prüfen Sie mit zwei parallelen kantigen Peilstäben, dass alle gehobelten Bereiche plan in einer Ebene liegen. Wenn das rundum erledigt ist, haben Sie die Bohle perfekt vorbereitet. Es ist egal, dass in der Mitte noch der Großteil der Fläche sägerau ist, weil diese Flächen tiefer liegen: Für die satte Auflage auf den Dickenhobeltisch ist ja rundherum außen gesorgt. Hobeln Sie jetzt per Maschine zunächst die runde Seite plan, und mit dieser Seite als Bezugsfläche wiederum die Sägereste auf der einstmals hohlen Seite.

Werkstattkurs - Vitrine

Videos

Werkstatt-Kurs Möbelbau: Vitrine

Dieser erste Band der neuen Reihe Werkstatt-Kurs zeigt, wie Sie ein Korpusmöbel in den verschiedensten Varianten herstellen. Türen, Schubkästen, Kranz, Deckel, Füße - Guido Henn zeigt die riesige Bandbreite an Wahlmöglichkeiten. Beim Bau seiner feinen Vitrine wählt er schließlich eine Variante aus und zeigt die Herstellung in allen Details. Per Video hat Guido Henn den Bau dieser Vitrine für Sie dokumentiert. Rund zwei Stunden Film auf DVD zeigen alle Bauabschnitte und die Maschinen in Aktion. Zusätzlich zum Video enthält das Paket „Werkstatt-Kurs Möbelbau“ auch die sechsteilige Serie aus HolzWerken in Buchform und einen riesigen Bauplan (nahezu DIN A2-Größe) mit allen Zeichnungen auf einen Blick.

Aus dem Inhalt:

  • Teil 1: Korpusbau
  • Teil 2: Korpusbau (Fortsetzung)
  • Teil 3: Türenbau
  • Teil 4: Türenbau (Fortsetzung)
  • Teil 5: Schubkastenbau
  • Teil 6: Fuß, Sockel, Deckel, Kranz und Oberfläche 

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