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18. Jan 2016 // Tischlern

Abrichten mit dem Dickenhobel

In unserem Sonderheft "Werkzeug-Kompass 2015" testet unser Autor und Blogger Heiko Rech reine Dickenhobelmaschinen. Sein Credo: Man benötigt in der kleinen Werkstatt nicht unbedingt ein Gerät mit Abrichtfunktion. Er selbst nutzt gerne fertiges, wenngleich hochwertiges Leimholz aus dem Handel für seine Kurse und Projekte.

Abrichten mit Dickenhobel

Illustrationen: Willi Brokbals

Und wenn dann doch mal vereinzelt ein Brett abgerichtet werden muss, bevor es aufs Dickenmaß gebracht werden kann? Dann hilft diese Vorrichtung:
Das Werkstück liegt komplett auf einer möglichst dicken und geraden Platte auf. Ein großer Rest Küchenarbeitsplatte ist gut geeignet. Am hinteren Ende dieser Platte ist quer ein Riegel fest aufgedübelt. Dort wird das Werkstück angelegt und kann nicht mehr wegrutschen. In Arbeitsrichtung vorne schrauben Sie einen zweiten Riegel stramm vor das Werkstück. Dieser Riegel ist horizontal mit Nagelspitzen besetzt, die zunächst ins Holz gedrückt werden. So wird der Halter auf die Grundplatte geschraubt.
Trotz dieser Sicherung könnte das runde oder geworfene Holz bei den enormen Kräften im Hobel noch kippeln. An den Stellen, wo es nicht auf der Grundplatte aufliegt, muss es sicher unterstützt werden. Das geht mit untergelegten Klötzchen, aber ganz zuverlässig ist das nicht.
Besser ist es, wenn die Grundplatte in regelmäßigen Abständen durchbohrt und mit Eindrehmuttern versehen ist. Wo nötig, werden durch sie nun von unten Gewindestangenstücke gedreht, die das Holz oben unterstützen. Diese Gewindestangenabschnitte sind am Ende geschlitzt, so dass sie sich mit dem Schraubenzieher ganz in diese Rampa-Muffen eindrehen lassen.
So aufgespannt und unterstützt, lässt sich das Brett nun prima per Dickenhobel abrichten. Übrigens: Es genügt, nur die äußeren Brettbereiche als Auflageflächen plan zu hobeln. Dann kann das Werkstück aus der Vorrichtung heraus und normal durch den Hobel laufen.

Abrichten mit Dickenhobel
Werkstattkurs - Vitrine

Videos

Werkstatt-Kurs Möbelbau: Vitrine

Dieser erste Band der neuen Reihe Werkstatt-Kurs zeigt, wie Sie ein Korpusmöbel in den verschiedensten Varianten herstellen. Türen, Schubkästen, Kranz, Deckel, Füße - Guido Henn zeigt die riesige Bandbreite an Wahlmöglichkeiten. Beim Bau seiner feinen Vitrine wählt er schließlich eine Variante aus und zeigt die Herstellung in allen Details. Per Video hat Guido Henn den Bau dieser Vitrine für Sie dokumentiert. Rund zwei Stunden Film auf DVD zeigen alle Bauabschnitte und die Maschinen in Aktion. Zusätzlich zum Video enthält das Paket „Werkstatt-Kurs Möbelbau“ auch die sechsteilige Serie aus HolzWerken in Buchform und einen riesigen Bauplan (nahezu DIN A2-Größe) mit allen Zeichnungen auf einen Blick.

Aus dem Inhalt:

  • Teil 1: Korpusbau
  • Teil 2: Korpusbau (Fortsetzung)
  • Teil 3: Türenbau
  • Teil 4: Türenbau (Fortsetzung)
  • Teil 5: Schubkastenbau
  • Teil 6: Fuß, Sockel, Deckel, Kranz und Oberfläche 

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1 Kommentare

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Unbekannter Nutzer

26. Okt 2016

Vorrichtungen bauen um der Vorrichtungen willen? ... ein enormer Aufwand, um ein Brett abzurichten... und wenn's das Ganze zerreisst (mein Hobel z. B. hat 5 PS - das reicht locker zum Zerlegen) ist auch noch die schöne Maschine zumindest überholungsbedürftig... Gott sei Dank, dass ich einen Kombihobel habe... ;-)

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