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Tischlern

Tischlern: Montag, 25. März 2013

Unsichtbares wird sichtbar: Wenn der Anstrich einen Streich spielt

"Holz lebt! – Ja, leider!" Dieser Stoßseufzer kann einem schon entfahren, wenn man beim Streichen von Holz vor allem im Außenbereich eine Binsenweisheit nicht beachtet hat: Holz quillt und Holz schwindet, vor allem, wenn es dem Wetter ausgesetzt ist.

Das ist ärgerlich: Wenn wie hier das Rahmenholz schwindet, liegen die ungestrichenen Zapfen der Füllungsbretter frei.

Das ist ärgerlich: Wenn wie hier das Rahmenholz schwindet, liegen die ungestrichenen Zapfen der Füllungsbretter frei.

Sichtbar wird das leider oft erst, wenn es zu spät ist: Eine Tür mit Füllungen zeigt dann mitunter, wo sie gestrichen wurde und wo nicht. Wenn die Füllung bei trockenem Wetter in der Breite kleiner wird, zieht sie oft einige Millimeter Holz aus der Nut heraus und diese Bereiche liegen dann frei. Das sieht vor allem bei deckend gestrichenen Stücken seltsam aus (siehe Bild). Außerdem liegt das Holz hier ungeschützt an der Luft, es kann vergrauen und hat Schädlingen nichts entgegenzusetzen. Dabei können Sie der Arbeit des Holzes ganz leicht ein Schnippchen schlagen: Starten Sie die Oberflächenbehandlung, also das Beizen, Lackieren, Ölen oder Lasieren, bevor Sie mit dem endgültigen Zusammenbau der Einzelteile beginnen. Beziehen Sie dabei alle Teile, die möglicherweise bei sehr trockener Luft freiliegen könnten, mit ein: Das gilt vor allem für die Längskanten breiter Brettbereiche. Bei einer Türfüllung etwa sollten mindestens fünf Millimeter des abgefälzten und an sich unsichtbaren Bereichs ebenfalls Farbe, Öl oder Lack abbekommen. Vor allem wenn Sie dicke, deckende Farbe verwenden wollen, sollten Sie beim Bau der Tür den Farbauftrag gleich miteinplanen: Fräsen Sie die Nut, in der die Füllung später sitzen wird, etwas größer.

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