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Tischlern

Tischlern: Montag, 22. April 2013

Richtig proportioniert: Fasenweise gute Faustregeln

Bei dem Wort "Fase" denken viele Menschen zunächst einmal an einen Druckfehler. In der Holzwerkstatt ist eine Fase aber wohlbekannt und bezeichnet eine Abschrägung einer Kante, gewöhnlich auf 45°. Fasen werden auf der Kreissäge angeschnitten, gehobelt oder angefräst.

Fasenweise gute Faustregeln. Bild: Heiko Stumpe

Eine ausgewogene Fase gibt den meisten Bauteilen eine elegantere Anmutung als etwa eine Rundung.

Bei kleinen Fasen reicht auch ein fester Schleifklotz (kein Kork – der drückt sich ein und die Fase wird rund) und ein Bogen scharfes Schleifpapier von nicht zu feiner Körnung. 120er Papier ist hier ein guter Kompromiss. Wie stark eine Fase ausfällt, das hängt ganz vom persönlichen Geschmack und von der gestalterischen Notwendigkeit ab. Natürlich sollten die Regeln der angenehmen Proportionierung auch hier greifen: Sonst wirkt die Fase irgendwie falsch. Hier sind zwei Faustregeln hilfreich. Erstens: Eine einzelne Fase an einer Platte sollte nie breiter sein als ein Drittel der Plattenstärke. Wenn sich, zweitens, zwei Fasen an einer Kante gegenüber liegen, so sollte die dazwischen liegende gerade Fläche mindestens noch die Hälfte der Plattendicke ausmachen – sonst erinnert das Plattenprofil schnell an eine Pfeilspitze.

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