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Tischlern

Tischlern: Montag, 27. Juli 2015

Räucherkammer ist im Nu zerlegt

Räuchern ist eine wunderbare Methode, um gerbsäurehaltige Hölzer wie Eiche und Robinie ohne einen einzigen Pinselstrich dunkel zu färben.

Illustration: Willi Brokbals

Illustration: Willi Brokbals

Das Holz wird dafür ­Salmiakgeist-Dämpfen ausgesetzt. Dabei wird das Werkstück natürlich in eine kleine Kammer gestellt, damit das gasförmige Ammoniak konzen­triert wirken kann. Die Räucherkammer sollte übrigens stets draußen stehen.
Diese Kammer kann mit zwölf dicken Dübelstangen und ebenso vielen, dreiseitig gebohrten Eckklötzen schnell und zerlegbar gebaut werden. Die Eckklötze – Würfel mit einer Kantenlänge von 50 Millimetern aus Buche eignen sich gut – werden dafür an drei aneinander grenzenden Flächen auf halbe Würfeltiefe und im Durchmesser der Stangen gebohrt. Aus den Bauteilen lässt sich nun ein stabiler Rahmen­würfel zusammenstecken. Einzige weitere Zutat ist Folie: Durchsichtiges Cellophan aus der Küche ist perfekt, denn es zieht die Verbindungen stramm zusammen und ermöglicht die Kontrolle des Färbvorgangs. Wickeln Sie den Rahmen zunächst bis auf halbe Höhe ein (auch die horizontale Fläche) und drehen Sie alles um. Jetzt das Werkstück und das Schälchen Ammoniak einstellen und den Rahmen vollends umwickeln.
Diese kleine Konstruktion kann auf jedes beliebige Maß gebracht werden, begrenzender Faktor sind nur die Dübelstangen. Wenn eine Seite frei bleibt, eignet sie sich auch, um frisch lackierte Stücke vor Werkstattstaub zu schützen.

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