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Tischlern

Tischlern: Montag, 8. Juni 2015

Pro und Contra: Verborgene Schrauben im Holz

Verdeckte Schrauben sind ein praktisches Mittel, um Vollholzmöbel auf diskrete Art stabiler zu machen.

Ein gutes Beispiel ist ein Holzkorpus, der mit dekorativen Reihen sichtbarer Dübel (in dieser Einsatzart auch Holznägel genannt) verbunden wird. Eine solche Dübelreihe sieht schick aus, hat aber einen klaren Nachteil: Wirft sich das Brett, durch das die Dübel hindurchführen, kann sich die ganze Verbindung öffnen. Unschöne Spalten sind die Folge. Dünne, aber lange Schrauben mit abgedrehten Köpfen verhindern das. In jedes vierte Dübelloch eingesetzt, halten sie je zwei Korpusteile perfekt beieinander. Über dem Schraubenkopf sorgt ein wenige Millimeter langer Dübelrest dafür, dass die Anwesenheit der Schraube überhaupt nicht auffällt.
Und hier genau beginnt auch das Problem: Weil die Schrauben unsichtbar sind, können sie zur Gefahr werden für denjenigen, der das Möbelstück in (hoffentlich ferner) Zukunft zerlegt. Geht er etwa mit einer Kreissäge zu Werke, ist ein gefährlicher Schraubentreffer ziemlich wahrscheinlich.
Nun mag es etwas weit hergeholt sein, beim Bau eines feinen Massivholzmöbels gleich an das Schicksal desjenigen zu denken, der es in Jahrzehnten zerlegt. Wer diese Sorge dennoch teilt, kann unter dem Möbel einen entsprechenden Warnhinweis anbringen.

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