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Tischlern

Tischlern: Montag, 4. Mai 2015

Passgenaue Nuten für Regalbretter und Co.

Das alte Lied: Für die nötige Nut ist kein passender Nutfräser vorhanden. Also muss der Fräser versetzt werden. Hochwertige Oberfräsen erledigen das über fein einstellbare Anschläge. Doch es geht auch ohne, und zwar mit einer sehr simplen Methode.

Fotos: Heiko Stumpe

Fotos: Heiko Stumpe

Bild 2

Damit lassen sich zum Beispiel 22 Millimeter dicke Regalböden aus Multiplex in nur zwei Fräsdurchgängen in die Regalseite einnuten – und einen 22 Millimeter messenden Nutfräser gibt es schlicht nicht.
Alles, was Sie benötigen, ist ein Nutfräser, der logischerweise kleiner ist als die nötige Nut, und einen geraden Streifen Hartholz, der genau die Dicke dieses Nutfräsers hat. Außerdem brauchen Sie noch einen Streifen aus dem Material, für das die Nut später sein soll.
Spannen Sie nun eine dicke, gerade Leiste als Anschlag über ihr Werkstück und legen Sie den Hartholzstreifen hochkant daran. Diese beiden Teile werden so ausgerichtet, dass sie eine Seite der Nut fräsen. Im nächsten Arbeitsgang nehmen Sie den Hartholz-Streifen weg. Legen Sie stattdessen den Streifen Original-Material an den Anschlag. Nun folgt die zweite Fräsung. Und wie von Geisterhand hat die dann fertige Nut genau das passende Einsteck-Maß!
Noch einmal konkret am Beispiel der 22er Nut: Ein 16-mm-Nutfräser ist in die Oberfräse eingespannt. Neben der künftigen Nut sitzt bereits der Anschlag und die 16 Millimeter dicke Hartholz-Leiste. Nach der ersten Fräsung ist die linke Flanke fertig, die Nut ist jetzt natürlich erst 16 Millimeter breit (Bild 1). Nun ersetzt der 22 Millimeter dicke Streifen Originalmaterial die Hartholz-Leiste. Die Fräse wandert dadurch sechs Millimeter weiter nach rechts (Bild 2). Die zweite Fräsung stellt die rechte Flanke der Nut her – und diese misst genau 22 Millimeter (Bild 3)!

Bild 3

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