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Tischlern

Tischlern: Montag, 17. Juni 2013

Ballige Eisen für riefenfreies Putzen

Passionierte Handhobler kennen das: Sobald es eine breitere Fläche zu hobeln gibt, wird der Spaß am spiegelglatten Ergebnis getrübt: Nach dem seitlichen Versetzen des Hobels gibt es, immer an der Eisenkante, deutliche Versatzspuren. Sie entstehen, wenn trotz akribischer Einstellung eine der beiden Eisenecken etwas tiefer eintaucht als die andere.

Die hässlichen Hobeleisenansätze müssen nicht sein! Sie lassen sich durch ein bewusst leicht(!) ballig geschliffenes Putzhobeleisen verhindern, dessen Ecken so etwas zurückgenommen werden.

Die hässlichen Hobeleisenansätze müssen nicht sein! Sie lassen sich durch ein bewusst leicht(!) ballig geschliffenes Putzhobeleisen verhindern, dessen Ecken so etwas zurückgenommen werden.

Wer versucht, diese Versatzstelle wieder zu verputzen, produziert einen neuen Ansatz wenige Zentimeter daneben – und so weiter. Selbst ein supergenaues Einstellen des Hobeleisens räumt das Problem nicht aus der Welt. Die schnelle Lösung zum Entfernen des Versatzes ist die Ziehklinge. Sie produziert – anders als Schleifpapier – ein ähnliches Oberflächenbild wie der Putzhobel und egalisiert die störenden Hobelspuren. Einige Striche mit der scharfen Ziehklinge wirken hier Wunder. Auf Dauer lässt sich das Problem durch ein ganz leicht balliges (also bogenförmiges) Schleifen des Hobeleisens vermindern. Schärfen Sie das Putzhobeleisen so, dass seine Kante zu den Ecken hin um etwa einen Zehntelmillimeter zurückgeht. Dadurch werden die Ecken aus dem Schnittbereich des Hobels herausgenommen. Am besten kontrollieren lässt sich das mit einem Winkel und einem Blick gegen eine Lichtquelle. Das Balligschleifen ist keine Hexerei; es funktioniert auch beim Verwenden von Schleifführungen: Es genügt, beim Schleifen gezielt auf die Außenbereiche des Eisens Druck auszuüben. Die allermeisten Schleifführungen erlauben dieses Ausbrechen aus der geraden Bahn, wenn man es bewusst herbeiführt.

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