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Tischlern

Tischlern: Montag, 17. Dezember 2012

Arbeiten je nach Sorte: Dem Lack zu Leibe rücken

Erkennen, bewerten und handeln. Nach dieser Strategie sollten Sie vorgehen, wenn Sie sich entschieden haben ein altes Möbelstück oder alte Rahmen-Füllungstüren aufzuarbeiten. In vielen Fällen muss der alte Lack runter. Aber wie?

Die Art des Lackes bestimmt, welches Werkzeug zum Einsatz kommt.

Die Art des Lackes bestimmt, welches Werkzeug zum Einsatz kommt.

Grundsätzlich stehen Ihnen die chemische, die mechanische und die thermische Methode zur Verfügung. Genauer gesagt also: das Ablaugen, das Abschleifen und das Abziehen des Lacks unter Heißluft. In Abhängigkeit von der vorhandenen Beschichtung sind die drei Methoden unterschiedlich erfolgversprechend. Doch Achtung: Wertvolle Antiquitäten verlieren erheblich an historischem und materiellem Wert, wenn Sie die Original-Oberfläche abnehmen. Sie sollten einen fachkundigen Restaurator hinzuziehen, wenn es sich um bedeutende und alte Stücke handelt.
Alte Alkydharzlacke oder Ölfarben lassen sich sehr gut mit Lauge oder laugehaltigen Abbeizstrips entfernen. Man erkennt sie am einfachsten daran, dass sie unter Hitzeeinwirkung Blasen werfen. Beim Arbeiten mit Lauge sollten Sie unter allen Umständen Handschuhe tragen, weil sie bei längerem Kontakt die Haut angreift.
Gut abschleifen lassen sich alte Nitro- und DD-Lacke und auch Schellack. Der entstehende Schleifstaub ist bei diesen Lacken feinpulvrig, was ein Zusetzen des Schleifpapiers wirksam verhindert. Der Schutz der Atemwege mit einer Staubmaske und eine entsprechende Absaugung sind beim Arbeiten angesagt.
Acryllacken, die seit den späten siebziger Jahren im Handel sind, rückt man am besten mit dem Heißluftgebläse zu Leibe. Diese Lacke werden unter Hitzeeinwirkung weich, sie schmelzen und lassen sich dann recht gut mit einem Lackschaber oder einer Ziehklinge entfernen. Weiterer Vorteil dieser Methode: Acryllacke enthalten in der Hauptsache Wasser als Lösungsmittel, flüchtige organische Lösungsmittel kommen nur in geringen Mengen vor. So bleibt die gesundheitliche Belastung beim Erhitzen mit dem Heißluftgebläse gering.

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