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Sonstiges: Montag, 24. Dezember 2018

Drehbeschläge Marke Eigenbau

Zurzeit übersetzen wir ein Buch des Kanadiers Tom Fidgen für deutschsprachige Leser. Der bekannte Autor verwendet darin "Roto Hinges" für die unsichtbare Verbindung von faltbaren Stuhlbeinen, zum Beispiel für Gartenstühle und -tische.

Fotos: Andreas Duhme

Fotos: Andreas Duhme

Nun ist der Beschlaghandel in Europa sehr gut und breit aufgestellt, aber diese Teile kannte keiner der Experten, die wir fragten. Eine Online-Bestellung quer über den Atlantik wollen wir für den einfach aufgebauten Beschlag nicht empfehlen. Daher haben wir ihn mit einfachen Mitteln nachgebaut – mit sehr gutem Ergebnis. Ein solches Drehscharnier wird – und das ist die Besonderheit auch beim Original – in zwei Sacklöcher eingeklebt. Damit das hält, sind zwei durchbohrte,  drehbare Holzröllchen der wichtigste Bestandteil. Sie müssen möglichst groß sein, damit der Leim viel Fläche bekommt. Wir griffen hier zu 20-mm-Scheiben aus stabiler Buche, mittig durchbohrt mit sechs Millimetern. Durch die beiden Rollen hindurch führen zwei M5-Hülsenmuttern, die durch ein passend abgelängtes Stück Gewindestange verbunden werden.  Damit sich nie mehr etwas verdreht, sind Gewindestange und Muttern mit einem Schraubensicherungskleber dauerhaft verbunden. Bevor das geschieht, fädeln Sie noch drei Unterlegscheiben auf: Zwei an den dicken Ende der Hülsenmutter, damit hier das Holz auf Dauer keinen Schaden nimmt. In der Mitte sitzt eine große Unterlegscheibe aus rostfreiem Stahl, so dass hier (zwischen den Stuhlbeinen) später nichts rostet. Verschrauben Sie alle Teile samt Kleber miteinander, so dass sich die Holzrollen noch locker drehen lassen. Nach einem halben Ruhetag (damit der Kleber vollends aushärtet) lassen sich die "Roto Hinges Marke Eigenbau" in 20-mm-Sacklöcher in den Beinen einkleben.

Roto Hinges

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