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News: Donnerstag, 13. September 2018

High-End-Schablone für ganz viele exakte Löcher

Sauters "MFS-3202" weist der Oberfräse den Weg zu perfekten Lochreihen und Verbindungspunkten.

Ob mit dicken 5-mm- oder mit immer beliebter werdenden, unscheinbaren 3-mm-Löchern: Lochreihen im "System 32" sind aus dem Möbelbau kaum mehr wegzudenken. Sie dienen längst nicht nur zur flexiblen Einlage von Regalböden, sondern auch für die Befestigung von Verbindungselementen und Beschlägen. Heiko Rech hat in seinem Blog auf hier www.holzwerken.net die Vor- und Nachteile eingehend diskutiert.
Die punktgenaue Positionierung der Bohrpunkte mit einer Bohrmaschine ist nicht ganz einfach. Mit einem Dübelbohrer und der Oberfräse samt Anlaufring geht es deutlich einfacher, denn hier lassen sich viel leichter Schablonen einsetzen. Eine solche Kamm-artige Schablone muss sehr exakt gefertigt sein, weshalb viele vor dem Eigenbau zurückschrecken.
Für diese Holzwerker hat Sauter seine Multifrässchablone MFS-3202 ins Programm genommen. Der Doppelkamm mit zahlreichen Bolzenlöchern ist CNC-gefräst und bringt damit die nötige Exaktheit mit, wie wir uns beim Test vergewissern konnten. Bestückt mit einer 17-mm-Kopierhülse und einem Fräsbohrer im gewünschten Durchmesser, sind exakte Lochreihen kein Problem mehr.

Fotos: Andreas Duhme

Mit einem Fräsbohrer und einer Kopierhülse bewaffnet, ist die Oberfräse die beste Wahl für das Einbringen von Dübellöchern auch im Hirnholz. Die MFS-3202 hat in unserem Test ihre Exaktheit bewiesen.

Für das Einlassen von Beschlägen auf System-32-Basis muss die vordere Lochreihe 37 mm von der Kante der Schrankseite entfernt sein. Die Multifrässchablone ermöglicht das mit Steckbolzen, die fast spielfrei in ihre Löcher gleiten. Weitere Bohrungen geben Freiraum für weitere sinnvolle Positionierungen, wie etwa zum Verlängern einer vorhandenen Lochreihe. Nicht umsonst sieht die etwa meterlange Platte aus wie ein Schweizer Käse.
Anwender müssen schon gut mit dem System 32 vertraut sein, denn die Anleitung ist doch sehr spartanisch geraten. Erst nach einer gewissen Einarbeitungszeit erschließen sich dann die Lochstruktur und die Beschriftungssystematik von "A" bis "D". Das Begleitheft verliert dazu leider kein Wort.
Die MFS-3202 kann mit einem Winkelanschlag (Zubehör) ausgestattet werden, der mit drei Schrauben am Fräskamm befestigt wird (natürlich in dazu passenden Löchern). So lässt sich die ganze Vorrichtung auch auf das Hirnholz eines Rahmens setzen, um exakte Dübelbohrungen hinzubekommen. So aufgerüstet, kann die MFS beides: Möbelteile verbinden und mit Lochreihen versehen.

Fotos: Andreas Duhme

Clevere Lösung: Der Winkelanschlag lässt sich durch eine leicht schräge Lochreihe für die gängigsten Materialstärken passend an die MFS schrauben. So sind die Bohrungen für Dübel immer in der Werkstückmitte, wo sie hingehören.

Es gibt die Multifrässchablone MFS-3202 in zwei Materialausführungen: aus beschichtetem Multiplex für rund 130 Euro und aus weißer, 10 mm dicker Phenolharzplatte für 30 Euro mehr.
Der für die Dübelverbindung nötige Winkelanschlag schlägt mit rund 80 Euro zu Buche.

Mehr Infos: www.sautershop.de

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