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News: Donnerstag, 23. Juli 2020

Der Kreis im Kreis

Ganz genau außermittig drechseln

Das Schöne beim Drechseln ist ja, dass alles rund wird. Der Unterschied zwischen Anfänger und Profi ist natürlich die Genauigkeit und die Oberflächengüte. Aber: Rund wird´s auch schon bei den ersten Versuchen. Das Ärgerliche am Drechseln ist: Manchmal soll es ja gar nicht rund werden. Oder zumindest nicht genau rund um die Drehachse des Werkstückes. Und dann wird es schon schwieriger: Dieses exzentrische Drechseln braucht einiges an Erfahrung – bei der Handhabung von Werkzeug und Holz, aber auch beim Positionieren auf der Drechselbank. Wie spanne ich denn ein Werkstück außermittig auf, so dass die Spanabnahme genau dort erfolgt, wo sie soll?

Zumindest bei kleinen, flachen Scheiben, in die außermittig eine Vertiefung geschnitten werden soll, gibt es einen Trick: Ein speziell markiertes Futter, auf dem die runde Scheibe befestigt werden muss, macht die Positionierung einfacher. So ist die Mulde oder das Loch nicht zu nah am Rand der Scheibe oder durchbricht diesen schlimmstenfalls. Zeichnen Sie dafür ein Fadenkreuz auf das Futter. Befestigen Sie dann die zu drechselnde Scheibe so, dass die freibleibenden Bereiche des Fadenkreuzes gleich groß sind; so verschieben Sie das Werkstück kontrolliert und können die Lage des Drehpunktes genau festlegen – auch wenn er nicht in der Werkstückmitte liegt.

Neben Rädern für Hebelmechanismen spielt diese Technik übrigens auch bei der Fertigung von Schmuckanhängern eine wichtige Rolle. Unser Autor Kai Köthe zeigt Ihnen im Artikel "Blickfang aus Holz" in HolzWerken 87, wie so aus kleinen Reststücken edle Anhänger entstehen. Eine faszinierende Technik und eine kleine Liebeserklärung an die Beschenkte und das Holz.

Foto: Roland Richter

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