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News: Dienstag, 24. März 2020

Das Biest aus Britannien

Wer sich schon immer die Frage gestellt hat, ob die Wahl zwischen maschinellem Schleifen und Handschleifen nicht am ehesten eine Frage des persönlichen Geschmackes (und der Ausdauer) ist, wird mit einem Getriebe-Exzenterschleifer eine unmissverständliche Antwort bekommen:

Diese Leistung holen Sie nicht aus den Armen. Wir haben aus dieser Gattung der Exzenterschleifer den TGEOS von Triton unter die Lupe genommen.
An der für einen Exzenterschleifer außergewöhnlich großen Maschine fällt zuerst der massive, variabel einstellbare Handgriff aus Aluminium auf. Ein Tipp: Stellen Sie Ihn für sich bequem ein. Sie werden froh sein für jeden Grip, den Sie an die Maschine bringen. Neben der klassischen, ruhig laufenden Zirkular-Bewegung der 150-mm-Schleifscheibe besteht nämlich die Möglichkeit, an einem Hebel den namensgebenden Getriebewechsel durchzuführen und so zwischen freier und zwangsgeführter Rotation zu wechseln. Bei der zwangsgeführten, aggressiveren Variante bemerken Sie, wohin die 500 Watt gehen – nämlich direkt aufs Holz. Wir sind gleich in die Vollen gegangen und haben uns erst einmal an einer sägerauen Eschenbohle ausgetobt; die Sägeriefen darin waren nach wenigen Übergängen Geschichte und das Brett glatt. In den folgenden Schleifgängen konnten wir dann auch die klassischen Exzenter-Schleifarbeiten mit der TGEOS in allen Geschwindigkeiten testen: das Ergebnis hat uns überzeugt.   
Der TGEOS schafft mit der Möglichkeit des Getriebewechsels eine für einen Exzenterschleifer interessante zweite Option. Der aggressivere Abtrag bei der zwangsgeführten Rotation kommt dem eines Bandschleifers schon recht nah, gleichzeitig können Sie mit der freien Rotation auch ganz gewohnt und fein schleifen. Allerdings machen Größe und Gewicht der Maschine – immerhin etwas über 3 Kilogramm – einige filigrane Arbeiten, zum Beispiel das freihändige Kantenschleifen, mindestens mühsam oder schlicht nicht möglich.

Triton spendiert dem TGEOS eine Soft-Tasche und ein paar Ersatzkohlebürsten. Das Kabel weist mit 3 Metern eine gute Länge auf. Die mitgelieferten Schleifscheiben sind für die ersten Tests brauchbar, sollten aber danach gegen Qualitätspapier getauscht werden. Abzüge gibt es für den Absaugstutzen: Laut Anleitung passt hier jeder normale Staubsaugeranschluss – unserer saß aber zu locker in der Passung. Andere Systeme wie von Festool passen gar nicht; ein paar Adapter für die gängigen Größen im Lieferumfang wären hier wünschenswert gewesen, da sind einige Baumarkt-Schleifer besser ausgestattet. Ein Auffangsystem ist für den TGEOS nicht vorgesehen, eine Absaugung ist also unumgänglich.
Insgesamt macht die Maschine auf uns aber einen guten Eindruck: Abtrag, Handhabung und Verarbeitung überzeugen. Der Preis für den TGEOS liegt bei etwa 250 Euro.

Dieser Werkzeugtest ist aus HolzWerken Ausgabe 84. In jeder Ausgabe der Zeitschrift finden Sie viele weitere Produkt- und Maschinentests sowie natürlich spannende Bauprojekte, Tipps und Tricks.

Mehr Infos: www.tritontools.com/de-DE

Triton Exzenterschleifer TGEOS

Griff und Getriebegehäuse sind aus Aluminium. Bei den 500 Watt, die darin arbeiten, sicherlich keine schlechte Idee.

Triton Exzenterschleifer TGEOS

Der Wechsel von zwangsgeführter auf freie Rotation erfolgt werkzeuglos über einen Hebel

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