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Schiebetüren bauen ohne Beschläge

Verfasst von: Veronika Zenz | 16.02.2017

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Schuhschrank mit Schiebetüren nach einem Design von Seth Janofsky

Eines meiner Lieblingsmöbel ist dieser Schuhschrank. Ich habe ihn schon vor längerer Zeit gebaut. Ausgangspunkt war eine Fotografie eines Sideboards von Seth Janofsky, dessen Stil ich generell sehr toll finde. Der Schrank hat zwei Schiebetüren, welche in gefrästen Nuten laufen. Die Schiebetüren laufen aber nicht mit ihrer ganzen Fläche in der Nut, sondern sind gefalzt und liegen am Unterboden auf – die Nuten dienen lediglich als Führung. Welche Vorteile diese Bauweise hat und wie man die Nuten und Falze dimensioniert, darum geht es in diesem Artikel.

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Detailansicht der Oberkante der Schiebetür

Das ist die Ansicht der Türoberkante. Sie hat einen neun Millimeter tiefen Falz. Wie man am Foto sehen kann, verschwindet nur ein Teil der Falz in der Nut, wenn die Türe eingebaut ist. Nur zum Ein- und Aushängen der Tür wird diese ganz nach oben in die Nut geschoben. Dadurch kommt die Unterkante der Tür wiederum aus ihrer Nut – die Türe kann nach vorne gekippt und entnommen werden.

Die Führungsnuten im Oberboden sind genauso tief oder etwas tiefer als die Falz, in meinem Fall zehn Millimeter tief. Um den Oberboden nicht zu schwächen, werden sie nicht direkt in den Oberboden gefräst. Stattdessen ist eine separate Leiste mit den eingefrästen Nuten an den Oberboden geleimt.

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Detailansicht der Unterkante der Schiebetür

An der Unterseite der Tür ist ebenfalls eine Falz angebracht. Mit etwa zwei Millimetern Tiefe ist diese Falz viel kleiner als jene an der Oberseite der Türe. Die Türe wird dank dieser Falz in einer etwa vier Millimeter tiefen Nut im Unterboden des Schrankes geführt. Da die Führungsnut unten recht flach ist, kann sie direkt in den Unterboden gefräst werden, ohne diesen zu sehr zu schwächen.

Weil die Falz niedriger ist als die Nut im Unterboden tief ist, steht die Türe nicht am Grund der Nut auf. Stattdessen liegt sie mit der Falzkante am Unterboden selbst auf. Dadurch bleibt die Türe auch dann leichtgängig, wenn sich Staub oder Schmutz in der Führungsnut ansammeln. Im Vergleich zu derselben Türe ohne Falze ist die Auflagefläche und damit der Reibungswiderstand gering, was ebenfalls zur Leichtgängigkeit der Türe beiträgt.

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Bau der Schiebetüren

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