Bitte warten Sie.'

Die Seite wird geladen.'


Home > Blog > Veronika Zenz > Führung durch die Werkstatt

Führung durch die Werkstatt

Verfasst von: Veronika Zenz | 25.01.2017

Meine Werkstatt 

Der zwanzig Quadratmeter große Raum befindet sich in einer Doppelgaragenhälfte bei meinen Eltern in Niederösterreich. Kein anderer Platz ist so sehr "Zuhause" für mich. Hier werke ich schon seit ich vor neun Jahren ernsthaft mit dem Holzwerken begonnen habe und hier fühle ich mich absolut wohl. Es gibt ja diese Mähr vom Holzhandwerker, der in die Werkstatt geht, um sein geliebtes Werkzeug zu streicheln. Das mach ich zwar nicht – jetzt im Winter sind die Metalloberflächen ja auch viel zu kalt dafür. Aber wenn ich die Werkstatt betrete, komme ich nicht umhin, zu lächeln und mich über mein "Labor der Möglichkeiten" zu freuen.

Die Umgebung

Die Garagenwerkstatt ist vom Haupthaus getrennt und liegt im hinteren Teil des Grundstücks. Das große Garagentor öffnet zum Garten hin. Im Sommer bei offenem Tor hat man das Gefühl, im Freien zu arbeiten: Freiheit, Licht und Natur. Von den beiden Fenstern im Osten schaut man direkt in den grünen Teil des Gartens: Der Blick auf Marillenbäume, Himbeer- und Brombeerstauden, Rosen und Lavendel trägt einen großen Teil zur entspannten Atmosphäre in der Werkstatt bei.

Eine Werkstatt steht nie still

Die Werkstatt hat sich über die Jahre stark gewandelt. Es bedurfte einiger Arbeit, um aus dem kahlen Garagenraum eine gemütliche Ort zu machen. Mit der Unterstützung meiner Eltern wurde ein Holzfußboden verlegt, die Wände mit OSB verkleidet und teilweise weiß gestrichen sowie die elektrischen Leitungen und das Licht erneuert, sodass bis auf die Außenhülle nichts beim Alten blieb.

IMG_5012

Die Werkstatt in den ersten drei Jahren, bevor wir Fußboden und Wände hergerichtet haben.

IMG_3391

Dieselbe Ansicht heute.

Werkzeug und Maschinen

Nicht nur der Werkstatt-Raum sondern auch die Ausstattung, das Werkzeug und die Maschinen haben sich über viele Jahre schrittweise entwickelt. Das Zentrum der Werkstatt bilden die Formatkreissäge und der Abricht-Dickenhobel (ADH). Ich habe lange Zeit ohne sie gearbeitet, heute bilden sie das Herz der Werkstatt. Sie haben natürlich einen großen Platzbedarf, weshalb die Werkstattanordnung stark nach ihnen ausgerichtet ist. Die beiden Maschinen stehen an der Längsseite der Werkstatt, um möglichst lange Werkstücke bearbeiten zu können (falls nötig auch durch das geöffnete Garagentor). Die ADH parkt gegenüber der Kreissäge an der Wand zwischen Hobelbank und Bandsäge. Ich habe sie auf einen Rolluntersatz gestellt und ziehe sie zum Arbeiten den halben Meter in die Werkstattmitte hervor. Auch hier kann ich, wenn benötigt, bei offenem Garagentor drei Meter langes Holz bearbeiten.

201701_Plan_Flach

Mit Sketchup kann man nicht nur Möbel planen sondern auch seine Werkstatt.

201701_Plan3D

3D Plan der Werkstatt

IMG_3408

Kreissäge

IMG_3398

Hobelbank und Frästisch. Bei montiertem Auslegertisch wird es in der Werkstatt eng.

Eine neue große Hobelbank steht vor dem Fenster, das den Blick in den Garten freigibt. Der selbstgebaute mobile Frästisch gegenüber dem Garagentor dient ebenfalls als Arbeitsfläche. Daneben hat auf einem Schubladenschränkchen aus Kindertagen ein Bohrständer seinen Platz. Die Absaugung, die hinter der Kreissäge parkt, wird je nach Bedarf an die Kreissäge oder die ADH über einen flexiblen Schlauch angeschlossen. Eine Bandsäge findet im Eck zwischen Kipptor und Tür Platz und kann ebenfalls bei Bedarf in die Mitte des Raums verschoben werden. In den anderen Raumecken lagern Langhölzer, Rundstäbe sowie Holzreste und etwas Plattenmaterial. Die zwanzig Quadratmeter der Garagenwerkstatt sind also ziemlich voll, weshalb ich – wohl zum Leidwesen meiner Familie – ein wenig ausgelagert habe.

Holzlager und Oberflächenbehandlung

Für das Holzlager konnte ich mir im Lagerschuppen meines Vaters ein paar Quadratmeter sichern. Dort lagern Bohlen, Überreste von fertigen Projekten oder auch besonders schöne Stücke, die ich beim Holzeinkauf entdeckt habe. Auch recyceltes Holz, etwa von alten Mahagonifenstern, wartet hier auf seinen Einsatz. Des Weiteren darf ich im Haus einen an die Zentralheizung angeschlossenen Raum benutzen. Dort lagern die Oberflächenmittel und dort mache ich im Winter auch die Oberflächenbehandlung und das Verleimen, wenn es in der Garagenwerkstatt zu kalt dafür ist. Lange Zeit hatte ich in unserer Küche Schleifsteine liegen und das Schnitzmesser lag am Wohnzimmertisch – das vermeide ich seit der Geburt unseres Sohnes vor drei Jahren.

Ich hoffe Ihnen hat diese Rundtour durch meine Werkstatt Spaß gemacht. Neues aus meiner Werkstatt lesen Sie wieder nächste Woche Donnerstag - hier auf www.holzwerken.net!

Kommentare (27)
Kommentar hinzufügen

Kommentar schreiben

Sie sind nicht eingeloggt

Suche

Suchtext:

Veronika Zenz

Bloggerin

Mo Di Mi Do Fr Sa So
      1 2 3 4
5 6 7 8 9 10 11
12 13 14 15 16 17 18
19 20 21 22 23 24 25
26 27 28 29 30 31