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Bau eines Schildkrötengeheges

Verfasst von: Veronika Zenz | 29.06.2017

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Das fertige Schildkrötengehege.

Das Kinderzimmerregal muss ein bißchen warten, denn ich helfe beim Hausbau für eine siebenköpfige Familie - Schildkröten!

Der zehnjährige Sohn einer lieben Freundin ist begeisterter Schildkrötenhalter. Zu den drei Schildkröten, die schon seit einigen Jahren bei ihnen wohnen, kamen letztes Jahr weitere vier Jungtiere dazu. Um diese hat sich der Junge sogar von "Ei an" gekümmert. Für sie alle sollte ein großes, artgerechtes Gehege her, welches von Frühling bis Herbst als Wohnstätte dient und die jungen Tiere in der Nacht vor Madern und Katzen schützt.

Grundkonstruktion

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Das Gehege zu Baubeginn.

Am Ende des Gartens stand ein Bereich von 4.6 Meter Länge und 2.2 Meter Breite zur Verfügung. Eine Längsseite des Geheges bildet die Gartenmauer, die anderen Seiten wurden auf eine für Schildkröten unüberwindbare Höhe und für Menschen angenehme Sitzhöhe aufgemauert. Die Grundfläche haben wir dann mit Holz in vier Bereiche aufgeteilt: Ein Bereich bildet ein Haus mit schrägem aufklappbaren Dach aus Polycarbonat-Stegplatten. Hier sind die Schildkröten vor Unwetter geschützt und haben es in kalten Nächten der Übergangszeit schön warm. Die anderen drei Bereiche werden durch mit Draht bespannten Rahmen abgedeckt. Die Unterteilung in drei Unterbereiche ist nötig, um die Rahmen von der Größe her handhabbar zu machen.

Als Holz kam Lärche zum Einsatz. Ich setze es im Außenbereich gerne ein, denn es hat den großen Vorteil, dass es auch ohne Holzschutzmittel recht witterungsbeständig ist.

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Der erste Pfosten ist montiert. Jetzt werden die Traversen angeschraubt.

Für die Unterteilungen habe ich an die Wände Pfosten gedübelt. An diese Pfosten sind von beiden Seiten hochkant Bretter geschraubt sind, die über die ganze Breite des Geheges spannen. Dadurch, dass die Bretter hochkant montiert sind, biegen sie sich trotz der langen Spannweite auch bei Belastung nicht durch. Obenauf ist ein drittes Brett als Abdeckung geschraubt. Es dient als Auflage für die Gitterrahmen. Die Unterteilungen sind aber auch so stabil, dass man sie als Sitzbank zum Beobachten der Schildkröten benutzen kann.

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Die Unterteilungen des Geheges dienen auch gleich als Werkbank.

Zur Auflage der Gitterrahmen an der Grundstücksmauer, muss auch dort ein Brett horizontal montiert werden. Es liegt auf den Pfosten auf und wird zusätzlich von Metallwinkeln gehalten. Damit die Arbeit nicht zu langweilig wird, springt die Mauer an zwei Stellen um 13 Zentimeter vor. Die Unterteilungen des Geheges dienen auch gleich als Werkbank zum Aussägen der Aussparungen.

Gitterrahmen zum Schutz vor Madern und Katzen

Jeweils zwei Rahmen decken die drei offenen Bereiche ab. Sie sind mit Scharnieren zusammengeschraubt. Der jeweils vordere Rahmen kann so untertags einfach hochgeklappt werden, oder auf den hinteren Rahmen abgelegt werden. Alle Rahmen liegen auf der Mauer beziehungsweise den Querträgern einfach auf. Man kann sie also auch leicht entfernen, um im Gehege noch besser arbeiten zu können und sie über den Winter wegräumen.

Die Rahmenseiten werden mittels Taschenbohrungen  verschraubt. Die Taschenlöcher habe ich mithilfe des Kreg Jigs angefertigt und dann verschraubt. Das geht schnell, die Abbindezeit beim Verleimen fällt weg, und man kommt ohne separate Winkelbeschläge aus. Allerdings sind die Rahmenteile in dem konkreten Fall von der Dimension nicht ganz ideal. Durch den vorgegebenen Winkel der Taschenlöcher können nur relative kurze Schrauben in den dünnen aber breiten Rahemnteilen verwendet werden, ohne dass die Schraube auf der anderen Seite wieder austritt. Die Schrauben greifen also nur in etwa der Hälfte der Breite der Bretter. Sollte sich die Verbindung als zu instabil erweisen, werde ich nachträglich noch Winkel anbringen.

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Einbringen der Taschenbohrung mithilfe des Kreg Jigs

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Verschrauben der Verbindung mit einem extralangen Bit

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Schließlich wird noch ein Drahtgitter zugeschnitten und angetackert.

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Die ersten vier Rahmen sind fertig, aber noch fehlen die Scharniere.

Das Arbeiten im Freien macht mir besonders Spaß. Es ist schön, die Bäume um sich rauschen zu hören und die Wolken über einem ziehen zu sehen. 

 Nächste Woche geht es weiter mit dem Bau des Hauses, mit aufklappbaren Schrägdach und Dreiecksfenster. Und dann gibt es auch Fotos der frisch eingezogenen Schildkröten zu sehen!

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