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Warum eigentlich gerade Holzwerken?

Verfasst von: Heiko Rech, Tischlermeister | 18.07.2017

Es vergeht kaum ein Wochenende, an dem ich nicht mit meinen Kursteilnehmern erörtere, warum gerade das Holzwerken als Freizeitbeschäftigung so beliebt ist. Ich bin da mit meinen Beobachtungen auch nicht alleine. Viele Teilnehmer und andere mir bekannte Holzwerker und Schreiner bestätigen mir, dass auch in Ihrem Bekanntenkreis der Holzvirus um sich greift. Natürlich ergibt sich in Gesprächen dann auch immer das Thema, wie man denn eigentlich zu diesem Hobby gekommen ist. Auch in Onlineforen oder über meine beiden Blogs komme ich mit Holzwerkern immer wieder auf dieses Thema zu sprechen. 

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Es gibt einige Gründe, die immer wieder angeführt werden.

Man sucht einen Ausgleich zum Bürojob

Immer mehr Menschen arbeiten im Büro. Sie schieben Zahlen, Texte und Pixel über den Monitor, stellen aber nichts her, das man wirklich in die Hand nehmen kann. Ich kann das gut nachvollziehen, da ich auch drei Jahre lang einen reinen Bürojob gemacht habe. Da macht es am Abend richtig Spaß etwas zu bauen, Späne zu machen, etwas greifbares zu schaffen. In meinen Kursen frage ich spaßhalber immer die IT-Quote ab. Meist kommen die Hälfte (oder mehr) der Teilnehmer aus dieser Branche. 

Haus gekauft

Ein weiterer "Auslöser" zum Holzwerken ist für viele der Kauf eines Eigenheims. Oft müssen dann einfach Holzarbeiten selbst gemacht werden. Aus dem Müssen wird dann eben sehr oft auch das Wollen. Nach dem Verlegen von Fußboden, der Terrasse, und eventuell dem Bau von einfachen Regalen kommt dann meist die Einrichtung der eigenen Werkstatt und anschließend der Bau von Möbeln, weil es einfach Spaß macht.

Man findet keine passenden Möbel

Möbelgeschmäcker sind sehr unterschiedlich und nicht immer kann man genau die Möbel kaufen, die man sich vorstellt. Entweder gefallen sie nicht, oder die Maße passen nicht zur eigenen Wohnsituation. Wer seine Möbel selbst baut, ist davon natürlich unabhängig, kann seine eigenen Vorstellungen verwirklichen und die Abmessungen frei wählen. Das bietet kaum ein Möbelhaus.

Man möchte Geld sparen

Man spart Geld, wenn man seine Möbel selbst baut. So die Theorie. Zumindest am Anfang wird das nicht einfach sein. Schließlich muss man erst einmal die Werkstatt einrichten, was ja auch Geld kostet. Erst wenn diese eingerichtet ist und man in der Lage ist wirklich hochwertige Möbel selbst zu fertigen, spart man auf Dauer auch Geld. Das ist mitunter ein langer Weg aber dennoch, war dieser Grundgedanke für viele Holzwerker der Einstiegsgrund in dieses Schöne Hobby. Das Geldsparen tritt dann oft auch schnell wieder in den Hintergrund.

Aber warum eigentlich gerade Holz?

Bei all diesen Gründen stellt sich aber dennoch die Frage, warum ausgerechnet Holz als Werkstoff so beliebt ist? Man könnte ja auch mit Metall, Stein oder Leder tolle Sachen bauen. Ich bin mir ehrlich gesagt nicht sicher. Ich vermute, es hat folgende Gründe, warum Holz als Werkstoff so beliebt ist:

  • Es ist für Privatkunden leicht zu bekommen.
  • Es ist auch mit einfachen Werkzeugen gut zu bearbeiten.
  • Es ist wohnlich und wirkt immer irgendwie natürlich.
  • Der Mensch bearbeitete schon vor Urzeiten Holz, lange bevor er das Metall entdeckte.
  • Holz ist von jeher immer um uns herum. Egal ob als Baum, ganzer Wald. oder eben als Möbel

Ich bin der festen Überzeugung, dass der Mensch ganz allgemein eine viel engere Bindung an Holz hat, als an jeden anderen Werkstoff.

Ich würde mich gerne mit Ihnen über dieses Thema unterhalten und damit das Sommerloch ein wenig interessanter machen. Wie sind Sie selbst zum Holzwerken gekommen? Denken Sie, dass dieses Hobby boomt, oder eben nur stärker in den Medien (Internet, Zeitschriften, Bücher) vertreten ist, als noch vor zehn Jahren? Und was denken Sie darüber, warum gerade der Werkstoff Holz uns Menschen so sehr fasziniert?

Ich bin mir sicher, dass Ihre Meinung auch andere Leser sehr interessieren wird, also rann an die Tastatur und ab damit in die Kommentare!

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