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Software für den sparsamen Zuschnitt

Verfasst von: Heiko Rech, Tischlermeister | 12.04.2016

Manchmal stößt man im Internet rein zufällig auf ganz nützliche Dinge. Kleine und größere Helferlein in Form von Software. Ein solches Fundstück ist mir vor wenigen Wochen in Form des Programmes "MaxCut" begegnet. MaxCut ist eine Zuschnittoptimierung für Plattenwerkstoffe. Es gibt einige solche Programme. MaxCut hebt sich jedoch von vielen anderen Programmen ab. Zum einen ist es in der Basisversion vollkommen kostenlos. Auch für den gewerblichen Einsatz. Zum anderen bietet es einige sehr nützliche Funktionen, die man schnell zu schätzen weiß.

Die Eingabe der Einzelteile erfolgt bequem über einen Dialog.

Die Eingabe der Einzelteile erfolgt bequem über einen Dialog.

Als Besonderheiten kann man die Möglichkeit nennen in einer Stückliste auch Teile zu Gruppieren. Das sorgt für Übersicht in großen Projekten. So kann man beispielsweise die Teile einer Rahmentür zusammenfassen.  Die Gruppen können ein- und ausgeklappt werden. Ebenfalls sehr schön gemacht ist Möglichkeit Bauteile in einer Bibliothek zu speichern. Wer also öfter gleiche Teile zuschneiden muss, speichert sich diese einfach für den schnellen Zugriff ab.

Gruppierungen und Bibliotheken sorgen für Übersicht und schnelle Eingabe.

Gruppierungen und Bibliotheken sorgen für Übersicht und schnelle Eingabe.

Neben den Plattenwerkstoffen kann man auch noch seine Beschläge und Kantenmaterialien im Programm verwalten. Die Beschläge fügt man idealerweise auch in die Bibliothek ein. Plant man ein Möbelstück, fügt man die benötigten Scharniere, Schubladenführungen oder was auch immer einfach ein und hat so seine Beschlagliste. Wer die Business Version kauft, kann auch gleich die Bohrungen für die Beschläge in die Zuschnittpläne und Einzelteile einfügen.

Auch Beschläge können verwaltet und in Form einer Liste ausgegeben werden.

Auch Beschläge können verwaltet und in Form einer Liste ausgegeben werden.

Die Bedienung ist weitestgehend selbsterklärend und logisch. Die Oberfläche des Programmes ist aufgeräumt und gut strukturiert. Wer etwas Anleitung benötigt, findet diese in Form von englischsprachigen Videos auf der Herstellerseite.

Bei so vielen Vorteilen muss es aber auch Nachteile geben. Einer der Nachteile ist der, dass das Programm derzeit nur für Windows verfügbar ist. Eine Mac- oder gar Linuxversion gibt es nicht. Ein weiterer Nachteil ist der, dass die deutsche Übersetzung noch sehr lückenhaft ist. Statt den richtigen Texten finden sich sehr oft nur Platzhalter. Man kann die Sprache aber jederzeit wechseln.

Vor der ersten Optimierung sollte man unbedingt die Einstellungen einmal durchgehen und nach seinen eigenen Bedürfnissen festlegen. Dazu gehört beispielsweise die Stärke des Sägeblattes, die breite des Anschnittes, das Verhalten der Optimierung und die Darstellung auf dem Bildschirm und auf den Ausdrucken.

Das Ergebnis einer Optimierung sieht man jederzeit auf dem Monitor.

Das Ergebnis einer Optimierung sieht man jederzeit auf dem Monitor.

Erst dann gibt man die Grundmaße der verwendeten Platten ein und die Stückliste. Anhand dieser Daten errechnet MaxCut dann die ideale Aufteilung der Platten.  Das Ergebnis kann man dann einfach akzeptieren, oder aber noch durch Ändern von Parametern und Abmessungen verändern. Wenn man zufrieden ist, druckt man sich die Zuschnittpläne aus und legt in der Werkstatt los.

Für die Werkstatt können Pläne und Übersichten gedruckt werden.

Für die Werkstatt können Pläne und Übersichten gedruckt werden.

Das Programm können Sie hier kostenlos herunterladen:

http://maxcutsoftware.com

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