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Plane Steine für scharfe Schneiden

Verfasst von: Heiko Rech, Tischlermeister | 02.02.2016

Ich schärfe sehr gerne mit japanischen Wassersteinen. Ich bin der Meinung, dass man mit keinem anderen System eine solche Schärfe erreichen kann.  Der Nachteil der Steine ist aber, dass sie mit der Zeit nicht mehr plan sind. Die Oberfläche höhlt sich unterschiedlich stark aus. Arbeitet man mit einer Schleifführung wird der Stein sogar noch schneller hohl, als beim Schärfen ohne Führung. Das hat damit zu tun, dass die Rolle der Führung auch einen Abtrag auf dem Stein erzeugt.

Im Laufe der letzten Jahre habe ich einige unterschiedliche Methoden ausprobiert meine Steine zu planen. Die einfachste und günstigste Art ist mit Sicherheit die Verwendung von geeignetem Schleifpapier auf einer ebenen Unterlage. Als Unterlage habe ich eine Granitfliese aus dem Baumarkt genommen. Das verwendete Schleifpapier hat die Körnung 120 und ist von ordentllicher Qualität. Es ist für den Nassschliff geeignet. Das Papier wird nass gemacht, auf die Fließe gelegt und darauf gerieben. 

Das Abrichten der Steine mit Schleifpapier auf einer Granitfliese ist besonders einsteigerfreundlich. Die Investitionskosten sind gering.

Das Abrichten der Steine mit Schleifpapier auf einer Granitfliese ist besonders einsteigerfreundlich. Die Investitionskosten sind gering.

Der Stein wird in kreisenden Bewegungen über das Schleifpapier gerieben. Zwischendurch wird der Abrieb mit Wasser abgespült.

Der Stein wird in kreisenden Bewegungen über das Schleifpapier gerieben. Zwischendurch wird der Abrieb mit Wasser abgespült.

Das verwendete Schleifpapier sollte von guter Qualität sein. Sparen Sie also an dieser Stelle nicht zu sehr.

Das verwendete Schleifpapier sollte von guter Qualität sein. Sparen Sie also an dieser Stelle nicht zu sehr.

Das funktioniert bei weichen Steinen recht gut und ist preisgünstig. Ich empfehle diese Methode sehr gerne wenn es preiswert und mit wenig Auffand sein soll. Allerdings kommt man sehr schnell an die Grenze dessen, was ein normales Schleifpapier leisten kann. Vor allem dann, wenn man mit härteren Steinen arbeitet. Dann wird das Schleifpapier nämlich sehr schnell stumpf.

Ich suchte nach einer besseren Lösung und habe eine Diamantplatte der mittleren Preisklasse ausprobiert. Die anfängliche Begeisterung hat schnell nachgelassen. Inzwischen bin ich von der Diamantplatte eher enttäuscht. Die anfänglich sehr gut und aggressiv arbeitende Platte verlor sehr schnell den Biss. An den Rändern war die dünnen Diamantschicht schnell weg. Nach etwa einem Jahr war die teure Platte nicht mehr zu gebrauchen. Vielleicht halten bessere und teurere Diamantplatten länger durch. Ich weiß es nicht. Das Schärfen und Abrichten mit Diamantplatten hat mich nicht überzeugt, daher habe ich das nicht weiterverfolgt. Ein großer Nachteil der Diamantplatten ist auch der, dass sie regelrecht am Stein festkleben. Das Abrichten wird dadurch sehr mühselig.

Die Diamantplatte klebt beim Abrichten förmlich am Stein. Das Abrichten ist sehr mühsam.

Die Diamantplatte klebt beim Abrichten förmlich am Stein. Das Abrichten ist sehr mühsam.

Diamantplatten haben den großen Vorteil, dass sie plan sind und es auch bleiben.

Diamantplatten haben den großen Vorteil, dass sie plan sind und es auch bleiben.

Die Standzeit hat mich nicht überzeugt. Der Abrieb der Diamantschicht ist gut zu sehen.

Die Standzeit hat mich nicht überzeugt. Der Abrieb der Diamantschicht ist gut zu sehen.

Einen Versuch habe ich auch mit einem Abrichtgitter gemacht. Das Material ist einem Schleifpapier nicht unähnlich. Es hält länger durch als normales Schleifpapier, ist aber auch wesentlich teurer. Auf Dauer wären mit persönlich damit viel zu hohe Kosten entstanden.

Solche Schleifgitter sind leider recht teuer und halten nicht viel länger als gutes Schleifpapier.

Solche Schleifgitter sind leider recht teuer und halten nicht viel länger als gutes Schleifpapier.

Derzeit habe ich einen Abrichtblock aus Slilziumkarbit zum Abrichten. Ich verspreche mir davon einen deutlichen Komfortgewinn. Der Block hat Rillen, dadurch klebt er nicht am Stein. Er ist groß genug, um darauf auch gut arbeiten zu können.  Bisher bin ich damit recht zufrieden. Wenn er nur so lange hält wie die Diamantplatte ist das für mich als Vielnutzer auch in Ordnung und wirtschaftlich. Vor allem ärgere ich mich zurzeit beim Abrichten der Steine nicht über mein Werkzeug.

Der Abrichtblock macht bisher einen sehr guten Eindruck

Der Abrichtblock macht bisher einen sehr guten Eindruck

Die ursprünglich verwendete Granitfliese nutze ich übrigens immer noch. Sie liegt schräg in einer Plastikwanne. Darauf liegt dann der Abrichtblock. Das beim Abrichten benutzte Wasser fließt nach unten in die Wanne. Das ist eine sehr saubere Sache.

Die Anordnung mit der flachen Wanne und der schrägen Fliese funktioniert bestens.

Die Anordnung mit der flachen Wanne und der schrägen Fliese funktioniert bestens.

Ich bin mir sicher, so mancher von Ihnen kennt auch die drei Kanalklinker von Friedrich Kollenroth. Er hat seine Schärfmethode auch bereits in der HolzWerken vorgestellt. Diese Methode soll gut funktionieren, erfordert aber das ständige Abrichten der Steine. Außerdem muss man erst einmal drei Klinkersteine selbst abrichten. Dazu konnte ich mich bisher nicht durchringen. Vielleicht wendet ja jemand von Ihnen diese Methode an und kann darüber berichten. Eventuell habe b Sie auch eine ganz andere Methode ihre Steine plan zu halten. Wenn ja, erzählen Sie es mit und den anderen Lesern.

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