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Klassenkampf der Werkstattsauger

Verfasst von: Heiko Rech, Tischlermeister | 05.08.2014

Werkstattsauger werden in unterschiedliche Staubklassen unterteilt. Die Staubklasse gibt an, wieviel Staub das eingebaute Filtersystem des Saugers wieder in die Raumluft abgibt. Bei Staubklasse "L" ist dies mit einem Durchlasswert von 1% angegeben. Bei der wesentlich höher angesetzten Staubklasse "M" mit nur noch 0,1%.  Die Klasse "L" wird außerdem noch so definiert, dass nur Stäube abgesaugt werden dürfen, die als "leicht gefährlich" eingestuft werden. Für als gefährlich eingestufte Materialien sollen Sauger der Staubklasse "M" genutzt werden. Hierunter fällt auch so mancher Holzstaub (Buche und Eiche). Und wenn Asbest, Arsen und Blei ins Spiel kommen, nutzt man Sauger der Staubklasse "H", was aber bei der Holzverarbeitung nicht vorkommt.

Staubklassen bei Werkstattsaugern

Werkstattsauger gibt es in unterschiedlichen Klassifizierungen, aber auch ganz ohne Staubschutzklasse

Muss nun jeder, der mit Holz arbeitet gleich zu einem teuren M- Klasse Sauger greifen? Eine schwierige Frage. Man muss nur dann, wenn der Anwender des Saugers ein Arbeitnehmer ist, für den die Berufsgenossenschaft zuständig ist. Als Hobbyanwender unterliegt man also dieser Pflicht nicht. Aber ist es Sinnvoll einen solchen Sauger zu verwenden? Auch dies ist schwierig zu beantworten. Denn viele Staubsauger der Staubklasse "L" verwenden das gleiche Filtersystem wie ein Sauger, der die Klassifizierung "M" hat. Der M-Klasse Sauger überwacht aber zusätzlich die Absaugleistung und macht sich optisch und/ oder Akustisch bemerkbar, wenn der Schlauch verstopft-  oder der Beutel voll ist. Das ist natürlich komfortabel. Wenn Sie sich als Hobbyanwender also diesen Luxus gönnen möchten, greifen Sie zu einem M-Klasse Sauger. Ansonsten reicht für Sie auch ein Modell mit gleichen Durchlasswerten, aber ohne M-Zulassung.

Achten sie also auf den Staubdurchlass. Manche Hersteller geben auch das Rückhaltevermögen ihrer Sauger an. Bei einem Durchlasswert von 0,1% wären das dann 99,9%. Sauger mit solch guten Durchlasswerten sind schon im mittleren Preissegment zu finden.  Wie Sie sehen ist das ein sehr komplexes Thema und alleine die Angabe der Staubklasse sagt nur bedingt aus, für wen sich der jeweilige Sauger eignet und für wen eben nicht.

Staubklassen bei Werkstattsaugern

Am Ende kommt es auf die inneren Werte, also das Filtersystem an.

Übrigens ist bei Staubklasse "M" auch noch definiert, dass sich das Sauggut staubfrei entsorgen lässt. Ein Aspekt, der oft vernachlässigt wird. Denn was nutzt der Sauger, der beim Arbeiten für saubere Luft sorgt, aber sie nach getaner Arbeit, beim Entleeren in einer Staubwolke stehen lässt. Und schon kommt ein weiterer Aspekt ins Spiel: Der Staubbeutel. Denn in der Regel wird der Durchlasswert mit eingesetztem Staubbeutel angegeben. Lassen Sie diesen also bei der Arbeit weg, ist nicht unbedingt gewährleistet, dass die angegeben Werte auch erreicht werden.

Weitere Faktoren, die angeben wie sauber ein Werkstattsauger arbeitet sind beispielsweise der Nachlauf. Die meisten Werkstattsauger verfügen über eine Funktion, welche den Sauger automatisch anschaltet, wenn das angeschlossene Werkzeug gestartet wird. Aber nicht jeder Sauger hat auch einen Nachlauf. Der Nachlauf sorgt dafür, dass der Sauger nach dem Abschalten des Elektrowerkzeuges noch einige Sekunden weiter saugt. Dadurch wird der Saugschlauch komplett entleert.  Eine Antistatik- Funktion ist sinnvoll, damit Sie zum Beispiel beim Schleifen keinen elektrischen Schlag bekommen. Denn unter ungünstigen Bedingungen, kann sich der Saugschlauch statisch aufladen. Entlädt sich diese Aufladung am Anwender ist das unangenehm.

Achten Sie also beim Auswahl und Kauf eines Werkstattsaugers eher auf die Ausstattungsmerkmale und die technischen Daten und nicht in erster Linie auf die Staubklasse. Denn viele sehr gute Werkstattsauger sind nicht entsprechend klassifiziert, bieten aber dennoch die Ausstattung und Merkmale, die notwendig sind um Ihre Werkstattluft möglichst sauber und gesund zu halten. 

Staubklassen bei Werkstattsaugern

Verfügt der Sauger über eine Volumenstromüberwachung, muss der Durchmesser des Saugschlauches eingestellt werden.

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