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Keile für die Hobelbank

Verfasst von: Heiko Rech, Tischlermeister | 15.11.2019

Keile an der Hobelbank kennen Sie vielleicht schon als Spannmittel. Ich zeige ihnen heute allerdings eine Abwandlung für andere Anwendungen. In erster Linie geht es darum kleine und vor allem schmale Werkstücke in der Vorderzange Ihrer Hobelbank zu spannen, ohne dass dabei die Mechanik leidet und ohne, dass Sie beim Spannen zu viel Kraft aufwenden müssen. Der Bau ist sehr einfach, das Schwierigste ist noch das Schneiden der schmalen Keile. Aber auch dafür gibt es eine einfache und sichere Methode auf der Tischkreissäge. Alternativ könnten Sie die Keile auch mit der Bandsäge oder einer Japansäge schneiden und mit einem Handhobel nacharbeiten. Wichtig ist nur, dass alle Keile die gleiche Schräge haben. 

Hier finden Sie die gezeigte Methode mit der Tischkreissäge auch noch einmal in bewegten Bildern:
https://www.youtube.com/watch?v=3NlR6xnDS1I

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Ausgangsmaterial sind einige Holzbrettchen 300x100x15mm

Ausgangsmaterial sind einige Holzbrettchen 300x100x15mm

Zeichnen Sie sich an einem der Brettchen die Schräge an.

Zeichnen Sie sich an einem der Brettchen die Schräge an.

Eine Sperrholzplatte, die größer ist, als das Brettchen wird aufgeklebt.

Eine Sperrholzplatte, die größer ist, als das Brettchen wird aufgeklebt.

Zeichnen Sie sich die Position auf der Platte mit einem Bleistift nach.

Zeichnen Sie sich die Position auf der Platte mit einem Bleistift nach.

Jetzt wird gesägt, präzise und sicher.

Jetzt wird gesägt, präzise und sicher.

Aus dem größeren Stück schneiden Sie immer den nächst größeren Keil

Aus dem größeren Stück schneiden Sie immer den nächst größeren Keil

So entstehen unterschiedlich breite Keile. Mit sechs bis sieben Stück sollten Sie genug haben.

So entstehen unterschiedlich breite Keile. Mit sechs bis sieben Stück sollten Sie genug haben.

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Jetzt kommt etwas, das sie so vielleicht noch nicht kennen. Die Keile werden mit Schleifpapier Korn 80 beklebt. Das Schleifpapier kommt an die schräg geschnittene Kante und wird nur mit doppelseitigem Klebeband befestigt. Dadurch kann es bei Bedarf leicht ausgetauscht werden. Wenn Sie möchten, können Sie jetzt noch die Oberfläche behandeln. Für die Funktion ist das aber nicht notwendig. Der Bau dauert keine Stunde und lohnt sich wirklich. 

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Schleifpapier schneiden macht jedes Messer stumpf. Zum Glück brauchen Sie nur wenige Streifen.

Schleifpapier schneiden macht jedes Messer stumpf. Zum Glück brauchen Sie nur wenige Streifen.

Mit doppelseitigem Klebeband befestigen Sie das Schleifpapier auf den Keilen.

Mit doppelseitigem Klebeband befestigen Sie das Schleifpapier auf den Keilen.

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Die Anwendung

In erster Linie sind diese Keile dazu da in der Vorderzange benutzt zu werden. Wenn Sie beispielsweise kurze Leisten dort einpannen möchten stellen Sie einen Dickenausgleich dar. Legen Sie dazu zwei Keile mit den Schleifpapier-Seiten so zusammen, so dass sie etwa einen Millimeter dünner sind, als das zu spannende Werkstück. Das Schleifpapier verhindert, dass die beiden Keile verrutschen. Nun legen sie die Keile in die Vorderzange ein. Die Keile verhindern beim Spannen des Werkstückes das Verkanten der Spannbacke. Sie schonen dadurch nicht nur die Mechanik der Vorderzange, sondern müssen auch viel weniger Druck aufbringen, um das Werkstück zu halten. Die beiden Keile sorgen dafür, dass die Spannbacke parallel bleibt und möglichst vollflächig auf das Werkstück drückt. Damit verhindern Sie auch noch Druckstellen am Werkstück.

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Setzen Sie zwei Keile so zusammen, dass sie etwas dünner sind, als das zu spannende Werkstück

Setzen Sie zwei Keile so zusammen, dass sie etwas dünner sind, als das zu spannende Werkstück

Die Keile werden in die Vorderzange gelegt.

Die Keile werden in die Vorderzange gelegt.

So kann die Vorderzange auch bei schmalen Werkstücken nicht mehr verkanten

So kann die Vorderzange auch bei schmalen Werkstücken nicht mehr verkanten

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An der Hinterzange

Wenn Sie eine Werkbank mit Lochraster für Spannmittel benutzen kennen Sie das sicherlich: Egal wie Sie die Bohrungen gemacht haben, es gibt immer Situationen oder Werkstücke, bei denen das Raster nicht gut passt. Dann müssen Sie entweder die Hinterzange sehr weit öffnen oder aber ein passendes Restholz dazulegen. Die Hobelbankkeile ändern zwar nichts am Lochraster der Hobelbank, ersparen Ihnen aber die Suche nach einem passenden Restholz. Mit zwei Keilen können Sie stufenlos jede Breite einstellen und müssen die Hinterzange nicht so weit öffnen. Dadurch bleibt mehr Auflagefläche für das Werkstück.

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Egal wie Ihr Lochraster ist, mit zwei Keilen überbrücken Sie jeden Abstand.

Egal wie Ihr Lochraster ist, mit zwei Keilen überbrücken Sie jeden Abstand.

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Damit nichts rutscht

Und wenn Sie Werkstücke einspannen möchten, die gerne mal verrutschen, dann nehmen Sie die mit Schleifpapier beklebten Keile einfach als eine Art Anti-Rutsch-Belag zwischen Bankhaken und Werkstück. Aber natürlich nur, wenn das Schleifpapier noch keinen Schaden anrichten kann.

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Auf jeder Seite ein Keil und jedes Werkstück bekommt einen sicheren Halt.

Auf jeder Seite ein Keil und jedes Werkstück bekommt einen sicheren Halt.

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Diese schnell aus Resten gebauten Helfer sollten an keiner Hobelbank fehlen.

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