Bitte warten Sie.'

Die Seite wird geladen.'


Home > Blog > Heiko Rech > Entspannung für die Augen

Entspannung für die Augen

Verfasst von: Heiko Rech, Tischlermeister | 01.11.2016

Laut einer Studie des ZVA tragen etwa 40 Millionen Menschen in Deutschland eine Brille (Quelle: http://www.zva.de/brillenstudie). Das bedeutet, dass auch viele Holzwerker, mich eingeschlossen, Probleme mit der guten Sicht haben. Gutes Sehen ist aber wichtig, wenn die Ergebnisse genau werden sollen. Bei kurzen Arbeiten ist das nicht ganz so schlimm. Müssen sich die Augen aber über einen langen Zeitraum sehr anstrengen, ist das enorm ermüdend. 

Neben den ganz allgemeinen Dingen wie guter Beleuchtung und einer zusätzlichen Lichtquelle (beispielsweise eine Schreibtischlame auf der Werkbank), haben sich bei mir zwei weitere Vorgehensweisen bewährt, wenn es um das gute Sehen von feinen Anrissen geht:

Anrisse nachzeichnen

Anrisse mit einem Streichmaß oder einem Anreißmesser sind sehr genau, aber oft nur schwer zu erkennen. Auf hellen Hölzern kann man die Sichtbarkeit von solchen Anrissen aber deutlich erhöhen, indem man sie mit einem dünnen Mienenbleistift nachzieht. Ein Bleistift mit 0,3mm Minen eignet sich dazu sehr gut. Die Mine passt gerade so in einen feinen Anriss hinein. Die Kanten des Anrisses werden dabei leicht geschwärzt. Der Riss ist viel deutlicher zu sehen. Allerdings muss man das Ganze schon mit ein wenig Gefühl machen, da die dünnen Minen ansonsten sehr schnell brechen. Ich verwnde Minen mit dem Härtegrad HB. Härtere Minen brechen noch schneller, zu weiche Minen schmieren regelrecht auf Holz.

Ein feiner Anriss vom Streichmaß kann ganz schön schwer zu erkennen sein.

Ein feiner Anriss vom Streichmaß kann ganz schön schwer zu erkennen sein.

Streichmaß und Minenbleistift sind ein gutes Team

Streichmaß und Minenbleistift sind ein gutes Team

Eine 0,3mm Mine passt in einen Anriss gerade so hinein

Eine 0,3mm Mine passt in einen Anriss gerade so hinein

Kopflupe (Stirnlupe)

Ich trage inzwischen sehr oft eine Kopflupe, wenn ich über längere Zeiträume sehr genau hinschauen muss. Beispielsweise beim Sägen von Zinken. Für eine Kommode habe ich sechs Schubkästen von Hand gezinkt. Da war die Kopflupe sehr hilfreich. Ich verwende eine Lupe mit 2,5-facher Vergrößerung. Das ist vollkommen ausreichend. Es mag sein, dass das für Beobachter ein wenig seltsam anmutet, aber ich empfinde das Arbeiten mit einer solchen Lupe als sehr angenehm. Praktisch ist, wenn man die Lupe einfach hochklappen kann und sie nicht ständig an- und ausziehen muss. Der Nachteil dieser Lupen ist jedoch, dass nur der Bereich in einem ganz bestimmten abstand scharf zu sehen ist. Alles davor oder dahinter ist verschwommen.

Eine Kopflupe ist praktisch beim Anreißen

Eine Kopflupe ist praktisch beim Anreißen

Auch beim Zinkensägen kann die Lupe die Arbeit erleichtern

Auch beim Zinkensägen kann die Lupe die Arbeit erleichtern

LED-Beleuchtungen an Maschinen

Zugegeben, als die ersten Elektrowerkzeuge wie Oberfräsen und Akkuschrauber mit integrierter LED-Beleuchtung auf den Markt kamen, hielt ich das für Spielerei und absolut überflüssig. Inzwischen finde ich es äußerst hilfreich, wenn der Arbeitsbereich der Maschine mit ein paar LEDs gut ausgeleuchtet wird. Als Brillenträger wünsche ich mir inzwischen immer öfter eine integrierte Beleuchtung an Elektrowerkzeugen. An der Oberfräse halte ich die Beleuchtung für besonder sinnvoll. Sie macht das Fräsen nach Anriss um einiges leichter.

Auch wenn diese Tipps nicht bei allen Arbeiten funktionieren, erleichtern Sie doch das präzise Arbeiten enorm. Vielleicht fallen Ihnen ja noch weitere Tipps ein, die beim Holzwerken für bessere Sicht sorgen.

Kommentare (5)
Kommentar hinzufügen

Kommentar schreiben

Sie sind nicht eingeloggt