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Einfache Regale - Ein Möbelbau Crashkurs - Teil 2

Verfasst von: Heiko Rech, Tischlermeister | 10.04.2018

Nach dem Bündighobeln der Anleimer wird alles mit Korn 180 geschliffen. Für das Schleifen von Furnier mag ich meinen Schwingschleifer sehr gerne. Er hinterlässt eine tolle Oberfläche, er vibriert wenig und lässt sich ganz einfach führen. Beim Schleifen werden auch noch die kleinsten Überstände der Anleimer entfernt. Auch die Kanten werden jetzt bereits geschliffen und gebrochen. Das Brechen der Kanten, auch an den Rückseiten, verhindert, dass bei der weiteren Bearbeitung der Bretter Splitter ausreißen können. Außerdem ist es, doch auch viel angenehmer mit Brettern zu arbeiten, an denen man sich nicht mehr die Finger aufschneiden kann.

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Furnierte Platten sind bereits geschliffen, man kann direkt mit Korn 180 beginnen.

Furnierte Platten sind bereits geschliffen, man kann direkt mit Korn 180 beginnen.

Schmale Kanten schleift man am besten von Hand. Hält man den Schleifklotz so wie hier gezeigt, lieg er gut auf, kippelt nicht und man hat ein gutes Gefühl fürs Schleifen.

Schmale Kanten schleift man am besten von Hand. Hält man den Schleifklotz so wie hier gezeigt, lieg er gut auf, kippelt nicht und man hat ein gutes Gefühl fürs Schleifen.

Die Vorderkanten mit den Anleimern können bereits gebrochen werden. Die Hinterkanten werden erst noch einmal geschnitten.

Die Vorderkanten mit den Anleimern können bereits gebrochen werden. Die Hinterkanten werden erst noch einmal geschnitten.

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Erst nachdem die Vorderkanten geschliffen sind, wurden die Bretter auf die benötigte Breite zugeschnitten. Danach wurden auch die hinteren Kanten entschärft. Das Zuschneiden nachdem die Anleimer an die Kanten geleimt wurden hat zwei Vorteile:

  1. 1. Man braucht beim Verleimen keine Zulagen
  2. 2. Wenn eine Kante nicht sauber angeleimt wurde, kann man sie abschneiden und eine neue aufbringen. Das Holz ist ja noch breit genug.
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Die Bretter werden auf die benötige Breite geschnitten, aber noch nicht abgelängt.

Die Bretter werden auf die benötige Breite geschnitten, aber noch nicht abgelängt.

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Ich versuche immer möglichst viele Arbeitsgänge vor dem Ablängen zu machen. Das hat den Vorteil, dass man weniger Einzelteile zu bearbeiten hat. Daher werden vor dem Ablängen noch die Nuten für die Rückwand gefräst. Das geschieht mit einem Scheibennuter. Der Nuter macht eine vier Millimeter breite und zehn Millimeter tiefe Nut. die Rückwand selbst hat eine Stärke von fünf Millimetern. Sie bekommt eine Abplattung. Danach passt sie dann perfekt in die Nut.

Im Detail habe ich das hier beschrieben:
Was nicht passt, wird passend gemacht:
http://www.holzwerken.net/Blog/Heiko-Rech/Was-nicht-passt-wird-passend-gemacht-Abplattungen

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Die Rückwandnut wird auf dem Frästisch gemacht.

Die Rückwandnut wird auf dem Frästisch gemacht.

Eine Abplattung ist kein Falz. Der Fräser läuft oben, beim Falz läuft der Fräser unten.

Eine Abplattung ist kein Falz. Der Fräser läuft oben, beim Falz läuft der Fräser unten.

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Jetzt erst werden die Gehrungen geschnitten. Meine neue Säge kann leider keine Hinterschnitte, also Schnitte über 45° und unter 0°. Bei Gehrungen an Korpussen mache ich aber den Winkel gerne etwas stärker als 45°. Dadurch werden die Gehrungan auf jeden Fall außen dicht, dort wo man sie ja auch am meisten sieht. Man kann aber an jeder Tischkreissäge einen solchen Hinterschnitt machen. Dazu muss man lediglich dicht am Sägeblatt etwas dünnes unter das Werkstück legen. Ich habe ein Stahllineal genommen. Dadurch wird der Winkel minimal größer als 45° und die Gehrungen werden schön dicht.

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Die Gehrungsschnitte werden mit einem feinen und scharfen Sägeblatt gemacht. Schneidet man dabei sehr langsam, reißt auch nichts aus.

Die Gehrungsschnitte werden mit einem feinen und scharfen Sägeblatt gemacht. Schneidet man dabei sehr langsam, reißt auch nichts aus.

Ein untergelegtes Lineal sorgt für dichte Gehrungen. die Zwinge verhindert das Verrutschen des Werkstückes beim Sägen.

Ein untergelegtes Lineal sorgt für dichte Gehrungen. die Zwinge verhindert das Verrutschen des Werkstückes beim Sägen.

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In die Regale sollen später einmal Bücher gestellt werden. Bücher sind schwer. Also müssen die regale stabil sein. Mit je zwei Flachdübeln in den Ecken wird diesem Anspruch genüge getan. Das sollte auf jeden Fall halten. Bei den meisten Flachdübelfräsen ist ein Zusatzanschlag dabei. wie auf dem Bild gezeigt, eignet sich dieser hervorragend zum Fräsen von Gehrungen. Die auf Gehrung geschnittenen Enden der Einzelnen Regalteile sind jetzt sehr empfindlich. Eine Anti-Rutsch-Matte schützt die Gehrungen daher während des Fräsens in der Vorderzange.

 

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Flachdübel in den Ecken sorgen für Stabilität und die Teile verrutschen beim Verleimen auch nicht.

Flachdübel in den Ecken sorgen für Stabilität und die Teile verrutschen beim Verleimen auch nicht.

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Und wieder heißt es schleifen. allerdings nur die Innenseiten und auch nur noch ein Feinschliff mit Korn 240. Denn vor dem Verleimen werden die Innenseiten geölt. Das geht jetzt viel besser, als am fertigen Regal. Da kommt man dann nur noch schlecht in die Ecken. Jetzt hat man nur liegende Flächen, die man prima mit der Rolle ölen kann.

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Schleifen vor der Oberflächenbehandlung

Schleifen vor der Oberflächenbehandlung

Bequemer gehts kaum: das Ölen der Einzelteile vor dem Verleimen. Man muss lediglich darauf achten, dass man kein Öl auf die Leimflächen bringt.

Bequemer gehts kaum: das Ölen der Einzelteile vor dem Verleimen. Man muss lediglich darauf achten, dass man kein Öl auf die Leimflächen bringt.

So sehen die Teile jetzt aus.

So sehen die Teile jetzt aus.

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Im dritten und letzten Teil zeige ich Ihnen dann die letzten Arbeitsschritte und vor allem auch das Verleimen der Regale.

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