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Ein neuer Frästisch – Teil 1

Verfasst von: Heiko Rech, Tischlermeister | 28.01.2019

Wie ich Ihnen bereits in der letzten Woche versprochen haben, geht es nun mit dem Bau eines neuen Frästisches los. Eines vorweg, das wird kein einfacher Frästisch, sondern schon ein etwas aufwendigeres Modell. Dafür sollte er dann aber auch über viele Jahre seinen Dienst zuverlässig und komfortabel erfüllen.

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So soll der Tisch später einmal aussehen.

So soll der Tisch später einmal aussehen.

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Ich will einen großen Frästisch. Insgesamt ist der Tisch 1020 mm breit, 800 mm tief und hat eine Tischhöhe von 900 mm. Sollte die Tischlänge einmal nicht ausreichen, kann ich meine Tischverlängerungen ankoppeln. Dazu sind die beiden T-Nut-Schienen an den Seiten gedacht. Alles was man zum Fräsen braucht, sollte in den sieben Schubladen seinen Platz finden Ich verwende Unterflur-Auszüge für die Schubladen. Die laufen gut und sind komfortabel. Vielleicht ist das ein wenig übertrieben, aber ich möchte bei diesem Tisch wenn möglich keine Kompromisse machen. Damit keine Griffe überstehen bekommen die Schubladenfronten eingefräste Griffmulden.

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Im Unterschrank ist ausreichend Stauraum, nichts steht über.

Im Unterschrank ist ausreichend Stauraum, nichts steht über.

Unterflurauszüge machen die Schubladenfronten einstellbar und sind sehr komfortabel. Allerdings sollte man sie nur dort einsetzen, wo sie staubgeschützt sind.

Unterflurauszüge machen die Schubladenfronten einstellbar und sind sehr komfortabel. Allerdings sollte man sie nur dort einsetzen, wo sie staubgeschützt sind.

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Der Fräsanschlag ist ja bereits fertig. Als ich ihn gebaut habe, hatte ich bereits diesen großen Tisch im Hinterkopf. Ich muss lediglich die Befestigung auf dem Tisch neu Bohren und andere Klemmhebel einsetzen. Ich habe in den letzten Jahren gemerkt, dass ich gerne Kleinteile hinter den Fräsanschlag lege. Daher hat mein neuer Tisch zwei Ablagen, ähnlich wie eine Beilade an einer Hobelbank. Vermutlich mache ich da noch Deckel drauf, damit sich darin keine Späne sammeln. In diesen Ablagen findet dann alles das seinen Platz, was ich ständig brauche.  

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So sieht der Tisch von oben aus. Hinter dem Anschlag befinden sich die Ablagen.

So sieht der Tisch von oben aus. Hinter dem Anschlag befinden sich die Ablagen.

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Zwischen den beiden Ablagen ist Platz für den Absaugschlauch. Der soll nach unten geführt werden, sodass er nicht im Weg steht. Hinter der Rückwand ist ausreichend Platz für die Schlauch- und Kabelführung. Da der Frästisch vermutlich meist neben einer Werkbank steht, bekommt er auch noch eine Steckerleiste, in die man mal schnell ein Elektrowerkzeug einstecken kann. Natürlich nicht parallel zum Frästischbetrieb.

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Der Korpus hat im Vergleich zu anderen Frästischen einige Besonderheiten. Beispielsweise die Lücke zwischen den beiden Ablagen.

Der Korpus hat im Vergleich zu anderen Frästischen einige Besonderheiten. Beispielsweise die Lücke zwischen den beiden Ablagen.

Die Gesamtkonstruktion ist verwindungssteif und Stabil.

Die Gesamtkonstruktion ist verwindungssteif und Stabil.

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Bei der Tisch- und der Einlegeplatte habe ich mich für die Lösung von Sauter entschieden. Die Tischplatte ist komplett fertig gefräst und vor allem HPL-Beschichtet. Das ist robuster als Siebdruck und vor allem hell. Ich mag keine dunklen Arbeitstische. Die Einlegeplatte ist auch schon fertig gebohrt, sodass die Trend T11 auch im neuen Tisch wieder als Antrieb eingesetzt werden kann.

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Die HPL Beschichtung und die ganzen Fräsungen sind mit zu viel Aufwand. Daher habe ich die Platte fertig gekauft.

Die HPL Beschichtung und die ganzen Fräsungen sind mit zu viel Aufwand. Daher habe ich die Platte fertig gekauft.

Damit der Tisch mobil bleibt, steht er auf Rollen mit einem Durchmesser von 100 mm.

Damit der Tisch mobil bleibt, steht er auf Rollen mit einem Durchmesser von 100 mm.

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Was ich noch offen lasse ist die genaue Position des Sicherheitsschalters. Derzeit denke ich, dass er an der Vorderseite unter der Platte einen guten Platz hätte. Wo genau lege ich allerdings erst fest, wenn die Fräse eingebaut ist. Schließlich soll der Schalter beim Fräserwechsel nicht stören.

Wie eingangs schon erwähnt, wird dieser Tisch recht aufwendig. Damit wird er auch kein Schnäppchen. Derzeit komme ich auf folgende Kosten:

  • Holz: 160 Euro.
  • Rollen: 60 Euro
  • Steckerleiste: 25 Euro
  • Einlegeplatte: 139 Euro
  • Tischplatte: 209 Euro
  • Schubladenführungen: 150 Euro
  • Kleinteile: 40 Euro

Mit den Materialkosten für den Anschlag kommen da etwa 1.000 Euro zusammen (ohne Fräse). Das entspricht etwa dem Preis des Frästisches, den ich im Moment nutze (Festool CMS) und das war auch meine Grundidee: Wie viel Frästisch bekommt man für den Preis eines CMS-Tisches, wenn man gute Komponenten kauft und einen Teil selbst baut. Ich denke aber, dass sich der Umstieg lohnen wird. Für diesen Betrag bekommt man auch eine Tischfräse, auch das ist mir klar. Aber in der letzten Woche habe ich ja bereits über diese Entscheidung geschrieben.

Die Maße des Unterbaus aus Multiplex habe ich lange optimiert, sodass der Verschnitt nicht zu hoch wird. Es wird eine Multiplexplatte 18 mm mit den Maßen 3000 x 1500 mm gebraucht und je eine Platte in den Stärken 15 und 6 mm mit den Maßen 2500 x 1250 mm.

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Die Zuschnittpläne habe ich mit OpenCutlist erstellt, dass ich Ihnen vor einigen Wochen bereits vorgestellt habe.

Die Zuschnittpläne habe ich mit OpenCutlist erstellt, dass ich Ihnen vor einigen Wochen bereits vorgestellt habe.

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Wenn der Tisch ganz fertig ist, stelle ich Ihnen hier auch die Zeichnung, die Stückliste und den Zuschnittplan zur Verfügung.

Und kommende Woche zeige ich Ihnen dann den Bau des Korpusses.

Links:
Ein neuer Fräsanschlag
http://www.holzwerken.net/Blog/Heiko-Rech/Ein-neuer-Fraesanschlag-Teil-1

Tischfräse oder Frästisch
http://www.holzwerken.net/Blog/Heiko-Rech/Tischfraese-oder-Fraestisch
Open Cutlist
http://www.holzwerken.net/Blog/Heiko-Rech/Von-der-Zeichnung-zum-Schnittplan

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