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Ein neuer Fräsanschlag - Teil 1

Verfasst von: Heiko Rech, Tischlermeister | 29.08.2017

Mein Frästisch ist nun schon ein wenig in die Jahre gekommen. Als ich ihn damals bekam, gehörte er zu den besten, die man fertig kaufen konnte (siehe auch Wekzeugkompass 2015). In den letzten beiden Jahren ist das Angebot an Frästischen, Komponenten für den Eigenbau sowie passendem Zubehör aber wesentlich größer geworden. Das weckt natürlich den Wunsch nach einem neuen, besseren Frästisch. Außerdem macht mir der Anschlag seit einiger Zeit große Probleme. Er verschiebt sich gerne mal beim Fräsen und einige Teile sind schlicht und ergreifend abgenutzt. Es gibt für mich also einige Gründe, die für den Bau eines neuen Frästisches sprechen. Komplett fertig kaufen möchte ich ihn nicht, da ich einfach keinen finde, der all das hat, was ich möchte. Also wird es ein Mix aus Selbstbau und fertig gekauften Komponenten werden. Da mit momentan die Zeit fehlt, den kompletten Tisch auf einmal zu bauen, wird er in Etappen realisiert. Den Anfang macht der Fräsanschlag.

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Der bisherige Fräsanschlag

Der bisherige Fräsanschlag

Der neue Ansschlag

Der neue Ansschlag

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Einen Hinweis will ich aber an dieser Stelle schon unterbringen: Dies hier wird keine Schritt-für-Schritt-Anleitung mit allen Details. Ich beschreibe in diesem und in den folgenden beiden Teilen die Vorgehensweise und zeige die wichtigsten Arbeitsschritte. Details wie zum Beispiel den Zuschnitt werde ich nicht explizit darstellen. 

Kernkomponenten des Anschlages sind zwei recht massive Profile aus Aluminium. Sie stammen von "Magswitch" und sind auf einer Seite mit metrischen T-Nuten ausgestattet (8 mm), auf der anderen Seite haben die Nuten ein Maß von einem viertel Zoll. Dazu aber mehr im zweiten Teil. Die Profile geben auch die Grundmaße des Fräsanschlages vor. Die maximale Öffnung soll später 120 Millimeter betragen und das Grundgerüst des Anschlages soll sogar noch ein wenig länger als die beiden Alu-Backen sein. Die Grundkonstruktion des Anschlages wird aus Birke Multiplex mit einer Stärke von 18 Millimetern gebaut. Auf dem Tisch ausgelegt werden die Abmessungen besser greifbar.

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Diese beiden schweren Alu-Profile dienen als Anschlagbacken

Diese beiden schweren Alu-Profile dienen als Anschlagbacken

Metrisch oder Zoll? Diese Frage wird noch zu klären sein.

Metrisch oder Zoll? Diese Frage wird noch zu klären sein.

So ungefähr soll das später mal aussehen.

So ungefähr soll das später mal aussehen.

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Die Einzelteile werden miteinander verleimt. Damit das reibungslos funktioniert, fräse ich Flachdübel ein. Für die Stabilität sind sie mit Sicherheit nicht unbedingt erforderlich. Im ersten Schritt werden die beiden Winkel, die Anschlagträger verleimt. Nach dem Verleimen bekommen diese einen ganz kleinen Falz auf der Tischkreissäge. Dabei werden eventuelle Überstände vom Verleimen weggeschnitten und der Anschlag liegt später garantiert sauber auf dem Frästisch auf.

Im nächsten Schritt wird das Verbindungsstück angeleimt. Es verbindet die beiden Winkel und muss entsprechend stabil sein. Sowohl die Winkelteile als auch das Verbindungsstück haben eine Breite von 100 Millimetern. Das Verbindungsstück muss auch genau mit den beiden Winkeln fluchten. Dafür sorgen aufgespannte Leisten beim Verleimen, die natürlich eine ganz gerade Kante haben müssen. Wenn alles ganz präzise zugeschnitten und verleimt wurde, fluchten die beiden Winkel auch ganz genau.

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Für sicheren Halt und Passgenauigkeit sorgen Flachdübel.

Für sicheren Halt und Passgenauigkeit sorgen Flachdübel.

Erst werden die beiden Winkel verleimt.

Erst werden die beiden Winkel verleimt.

Die Unterkante wird leicht nachgeschnitten.

Die Unterkante wird leicht nachgeschnitten.

Besser ein Rücksprung (Falz), statt eines Überstandes.

Besser ein Rücksprung (Falz), statt eines Überstandes.

Das Verbindungsstück wird angeleimt.

Das Verbindungsstück wird angeleimt.

Beide Teile müssen genau fluchten. Ein aufgezwingtes Holz hält die Richtung.

Beide Teile müssen genau fluchten. Ein aufgezwingtes Holz hält die Richtung.

Passt alles? Sieht so aus!

Passt alles? Sieht so aus!

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Ein Anschlag für einen Frästisch benötigt auch einen Anschluss für eine Absaugung. An der Rückseite, direkt hinter dem Fräser soll der Schlauch aufgesteckt werden können. Das Loch für den Anschluss habe ich mit einer passenden Bohrkrone in das fertig zugeschnittene Brettchen gebohrt. Damit sich die Späne nicht in Ecken sammeln, habe ich die Absaugung nach hinten hin schräg abgewinkelt. Verleimt wurde das Ganze einfach stumpf mit Klebeband.

Der komplette Absaugkasten wird an den Anschlag geleimt. Er gibt dem Anschlag auch noch zusätzliche Stabilität. Ich habe auch noch auf jeder Seite des Anschlages zwei Klötzchen eingeleimt. Dieser verhindern, dass die Anschlagbacken bei zu starkem Druck nachgeben. Somit ist die Grundkonstruktion aus Multiplex schon mal fertig.

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Der Anschluss für den Saugschlauch wird gebohrt.

Der Anschluss für den Saugschlauch wird gebohrt.

Auf Gehrung geschnitten und mit Klebeband verleimt.

Auf Gehrung geschnitten und mit Klebeband verleimt.

Nochmals ganz viele kleine Zwingen

Nochmals ganz viele kleine Zwingen

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Diese Grundkonstruktion ist die Basis für den restlichen Aufbau. Momentan sieht der große Anschlag auf dem kleinen tisch noch etwas ulkig aus, aber das ist nur ein Provisorium. Der eigentliche Frästisch, der noch gebaut werden soll, wird größer sein als der jetzige.

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Der erste Bauabschnitt ist fertig.

Der erste Bauabschnitt ist fertig.

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In den kommenden Wochen werde ich den Bau des Anschlages in weiteren Artikeln ausführlich beschreiben.

  • Teil 1: Der Grundaufbau aus Holz
  • Teil 2: Die Montage der verschiebbaren Anschkagbacken
  • Teil 3: Zubehör und Sicherheitseinrichtungen
  • Teil 4: Skizzen, Explosionszeichnungen (auch als SKP-Datei)  und Stückliste mit Bezugsquellen

Ich denke da wird so manche Anregung für Sie dabei sein. 

Und wie Sieht ihr Frästisch aus? Eigenbau, fertig gekauft oder ein Mix wie es mir vorschwebt? Vielleicht haben Sie auch überhaut keinen Frästisch und brauchen auch keinen. Nehmen Sie sich doch ein paar Minuten Zeit und teilen Sie mir und allen anderen Lesern Ihre Meinung zum Thema Frästisch mit - einfach per Kommentar.

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