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Doppelt gedübelt hält besser

Verfasst von: Heiko Rech, Tischlermeister | 18.12.2018

Eine Heftseite ist nicht viel um eine so interessante Maschine wie den neuen Duodübler von Mafell gebührend vorzustellen. Der DDF40 hat zwar das Grundprinzip seines Vorgängers übernommen, weiterhin werden noch zwei Bohrungen im Abstand von 32 Millimetern gemacht, aber sonst ist eigentlich alles anders. Und das ist gut so.

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Der neue Duodübler von Mafell kann wirklich viel und dürfte für viele Holzwerker das richtige Verbindungssystem sein.

Der neue Duodübler von Mafell kann wirklich viel und dürfte für viele Holzwerker das richtige Verbindungssystem sein.

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Ein kurzer Vergleich mit dem Vorgänger

Der Mafell Duodübler führte Jahrelang ein Schattendasein unter all den Flachdübelfräsen und den Dominofräsen von Festool. Das lag zum Teil an der ungewohnten Handhabung gegenüber anderen Maschinen. Vor allem T-Verbindungen, Korpusecken und schmale Werkstücke gingen nicht wirklich bequem damit. Das hat sich nun definitiv geändert. Der neue ist einfacher in der Handhabung geworden. Das liegt vor allem am neu gestalteten Anschlagsystem. Das folgt jetzt der Systematik, wie man sie von Flachdübelfräsen kennt. Auch die Form des Motorgehäuses hat sich stark verändert. Es ist ergonomisch geworden und erlaubt Ihnen gute Griffmöglichkeiten.

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Die auffälligste Änderung gegenüber dem Vorgänger ist der neue Anschlag. Ein schöner Nebeneffekt ist, dass die Maschine jetzt stabiler auf der Werkbank liegt.

Die auffälligste Änderung gegenüber dem Vorgänger ist der neue Anschlag. Ein schöner Nebeneffekt ist, dass die Maschine jetzt stabiler auf der Werkbank liegt.

Der Motor ist auch der Griff. Sowohl liegend, als auch hochkant findet sowohl die recht, als auch die Linke Hand eine gute Griffposition. Endlich hat es auch ein Hersteller verstanden und es kommt ein Taster, statt eines Schiebeschalters zum Einsatz.

Der Motor ist auch der Griff. Sowohl liegend, als auch hochkant findet sowohl die recht, als auch die Linke Hand eine gute Griffposition. Endlich hat es auch ein Hersteller verstanden und es kommt ein Taster, statt eines Schiebeschalters zum Einsatz.

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Die neue Schaltzentrale

Auf der rechten Maschinenseite regelt man die Bohrtiefen. Es gibt gleich zwei Tiefeneinsteller, zwischen denen Sie als Anwender einfach umschalten können. Das macht das Dübeln mit unterschiedlichen Bohrtiefen ohne ständiges verstellen des Tiefenstops möglich. Die beiden Tiefenstops rasten jeden Millimeter ein, das garantiert eine sehr hohe Wiederholgenauigkeit. Die obere Position des Wahlschalters ist zum Werkzeugwechsel gedacht. In dieser Stellung kann die Maschine nicht eingeschaltet werden und die beiden Spindeln werden für den Bohrerwechsel arretiert.

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Die Schaltzentrale des DDF40: Die Einstellungen sind selbsterklärend. Sie müssen als Anwender nur noch darauf achten den Wahlschalter richtig einzustellen.

Die Schaltzentrale des DDF40: Die Einstellungen sind selbsterklärend. Sie müssen als Anwender nur noch darauf achten den Wahlschalter richtig einzustellen.

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T-Verbindungen

Beim Vorgängermodell waren T-Verbindungen, beispielsweise für Zwischenböden bei Schränken recht umständlich zu bohren. Das lag am unteren Anschlag. Seine Breite musste man bei solchen Verbindungen immer mit berücksichtigen und dazurechnen. Jetzt ist das nicht mehr notwendig. Sie können T-Verbindungen so einfach herstellen, wie Sie es von der Flachdübelfräse her sicherlich kennen. Nur ohne seitliches Spiel. Absolut passgenau.

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Spannen Sie beide zu verbindenden Teile in Position zusammen, einmal hochkant bohren, einmal flachliegend: fertig.

Spannen Sie beide zu verbindenden Teile in Position zusammen, einmal hochkant bohren, einmal flachliegend: fertig.

Auch solche Verbindungen werden absolut präzise gebohrt. Das verrutscht beim Verleimen nichts mehr.

Auch solche Verbindungen werden absolut präzise gebohrt. Das verrutscht beim Verleimen nichts mehr.

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Schnell mal eine Lochreihe gemacht

Lochreihen konnte der Duodübler schon immer sehr gut machen. Das kann auch der Neue. Für eine gute Auflage sorgt jetzt aber nicht mehr die untere Anschlaghälfte, sondern ein Zusatzanschlag, der mittels Passstiften schnell und präzise montiert wird. Die niedrigere Drehzahl gegenüber dem Vorgängermodell verringert die Gefahr, dass die Bohrer überhitzen, ist aber immer noch hoch genug, damit die Bohrlöcher absolut ausrissfrei werden.

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Lochreihen können Sie mit dem DDF40 kinderleicht bohren.

Lochreihen können Sie mit dem DDF40 kinderleicht bohren.

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Das Zubehör macht's

Wer sich als Käufer für die teure Variante mit viel Zubehör entscheidet, findet im Systainer alles was er für jede erdenkliche Holzverbindung braucht. Zusatzanschläge machen das Dübeln von Korpussen einfacher, ermöglichen das Verbinden schmaler Bauteile und beliebige Lochabstände. Die roten, aufsteckbaren Kunststoffanschläge hatte bereits der Vorgänger. Neu ist jetzt aber, dass diese Anschläge an noch mehr Positionen aufgesteckt werden können. Damit erschließen sich weitere Einsatzmöglichkeiten.

Ein Highlight ist der neue Seitenanschlag. Auf ihm kann ein zusätzlicher Anschlagstift montiert werden. Im Raster von fünf Millimetern rastet dieser Stift ein und erlaubt beliebige Lochraster. Ideal für Korpusverbindungen. Wer es zehntel-Millimeter genau braucht, wird im Systainer ebenfalls fündig. Auf den Seitenanschlag lässt sich auch ein frei einstellbarer Anschlagstift montieren.

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Die Zubehörteile sind alle neu. Mit Ihnen sind Sie für alle verbindenden Aufgaben gerüstet.

Die Zubehörteile sind alle neu. Mit Ihnen sind Sie für alle verbindenden Aufgaben gerüstet.

Auch schmale Werkstücke lassen sich jetzt einfach verbinden. Entweder mit passenden Seitenanschlägen oder mit einem speziellen Leistenanschlag.

Auch schmale Werkstücke lassen sich jetzt einfach verbinden. Entweder mit passenden Seitenanschlägen oder mit einem speziellen Leistenanschlag.

Der Seitenanschlag ist ein echtes Highlight. Wer die unhandliche Dübelschiene des Vorgängermodells kennt, wird diesen Anschlag schnell zu schätzen wissen.

Der Seitenanschlag ist ein echtes Highlight. Wer die unhandliche Dübelschiene des Vorgängermodells kennt, wird diesen Anschlag schnell zu schätzen wissen.

Der federnd gelagerte Anschlagstift greift in das zuletzt gebohrte Loch ein. So können Sie beliebige Bohrbilder absolut präzise bohren.

Der federnd gelagerte Anschlagstift greift in das zuletzt gebohrte Loch ein. So können Sie beliebige Bohrbilder absolut präzise bohren.

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Kritisch gesehen

Nach so viel Lob gibt es aber auch einen Punkt, der viele Holzwerker vor dem Kauf, oder gar schon der Überlegung zum Kauf abhalten dürfte. Und das ist der Preis. Gut 1.000 Euro werden für das Komplettpaket aufgerufen. Das ist eine Menge Geld für eine handgeführte Fräse. Ich weiß, Preisdiskussionen sind immer müßig. Aber dennoch sollten wir da Thema kurz aufgreifen. Für wen lohnt sich diese Investition? Für den professionellen Anwender, ganz klar. Aber auch Hobbyisten werden an dieser Maschine Freude haben, dann sie eröffnet Ihnen neue Möglichkeiten, ungeahnte Präzision und eine Menge Spaß beim Arbeiten. Wer noch kein maschinelles Verbindungssystem hat, sollte sich den neuen Duodübler auf jeden Fall einmal anschauen.

Einen weiteren Kritikpunkt, den ich habe ist, dass das Zubehör nicht auf das alte Modell passt. Das wäre das i-Tüpfelchen gewesen. Weder der Leistenanschlag, noch der Seitenanschlag lassen sich am älteren Modell verwenden. Da aber die große Variante des Duodüblers weiterhin für den Holzbau am Markt bleibt, gibt es ja noch die Hoffnung, dass Mafell irgendwann diese Teile auch noch für das alte Modell herausbringt.

Ich hoffe, Ihnen hat diese Ergänzung zum Artikel in Heft 77 gefallen. Schreiben Sie mir doch einfach mal in die Kommentare, ob Ihnen dieses Artikelformat gefallen hat und ob Sie öfter solche ergänzenden Artikel zu vorgestellten Produkten lesen möchten.

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